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Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?
Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.
Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.
Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

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Medien-Doktor KI
"Chat GPT für Ärzte: Wenn die KI die Diagnose stellt"
Veröffentlicht von:
hessenschau.de
Veröffentlicht am:
23. April 2026
Bewertung:
Ein KI-basiertes Assistenzsystem soll Ärztinnen und Pflegern kompetente Antworten zu vielen ihrer Fragen im Praxisalltag geben. Der Beitrag der Hessenschau erklärt, um welche Art von Fragen es sich handelt, ohne deutlich zu machen, wie gut das System funktioniert. Der Text spricht Risiken an und erklärt, wie die Entwicklung finanziert wurde. Eine fehlerhafte Aussage einer Entwicklerin bleibt leider unwidersprochen.
Ein KI-basiertes Assistenzsystem soll Ärztinnen und Pflegern kompetente Antworten zu vielen ihrer Fragen im Praxisalltag geben. Der Beitrag der Hessenschau erklärt, um welche Art von Fragen es sich handelt, ohne deutlich zu machen, wie gut das System funktioniert. Der Text spricht Risiken an und erklärt, wie die Entwicklung finanziert wurde. Eine fehlerhafte Aussage einer Entwicklerin bleibt leider unwidersprochen.
Medien-Doktor KI
"Nach Sprachverlust: Dank KI-System wieder sprechen können"
Veröffentlicht von:
tagesschau.de
Veröffentlicht am:
23. April 2026
Bewertung:
Der Text auf tagesschau.de berichtet über eine KI-Anwendung, bei der ein Gehirn-Computer-Interface einer Patientin nach dem Verlust der Sprache hilft, sich wieder mit Worten auszudrücken. Der interessante Artikel macht vor allem durch die Einordnung durch vier unbeteiligte Forschende die Grenzen des Prototypen verständlich, versäumt es indes, auf Interessenkonflikte der Entwickler einzugehen.
Der Text auf tagesschau.de berichtet über eine KI-Anwendung, bei der ein Gehirn-Computer-Interface einer Patientin nach dem Verlust der Sprache hilft, sich wieder mit Worten auszudrücken. Der interessante Artikel macht vor allem durch die Einordnung durch vier unbeteiligte Forschende die Grenzen des Prototypen verständlich, versäumt es indes, auf Interessenkonflikte der Entwickler einzugehen.
Medien-Doktor KI
"KI und Küchenmaschine: Roboter kann Kaffee kochen"
Veröffentlicht von:
Tagesspiegel
Veröffentlicht am:
23. April 2026
Bewertung:
Ein Roboter, der einem morgens den Kaffee macht und dabei auch auf individuelle Wünsche eingehen kann – darüber berichtet der Tagesspiegel in diesem Artikel. Auch wenn der Text aktuell, interessant und hinreichend verständlich ist, lässt er doch viele wichtige Informationen für eine kritische Betrachtung vermissen, zumal er das Roboter-KI-System unnötig vermenschlicht.
Ein Roboter, der einem morgens den Kaffee macht und dabei auch auf individuelle Wünsche eingehen kann – darüber berichtet der Tagesspiegel in diesem Artikel. Auch wenn der Text aktuell, interessant und hinreichend verständlich ist, lässt er doch viele wichtige Informationen für eine kritische Betrachtung vermissen, zumal er das Roboter-KI-System unnötig vermenschlicht.
Medien-Doktor Gesundheit
„Hoffnung bei Multipler Sklerose Erste Patienten werden in Hamburg und Tübingen mit neuer Therapie behandelt“
Veröffentlicht von:
tagesspiegel.de
Veröffentlicht am:
13. März 2026
Bewertung:
Der journalistische Beitrag im TAGESSPIEGEL berichtet über einzelne Patienten mit Multipler Sklerose, die eine experimentelle CAR-T-Zelltherapie erhalten haben. Die Hoffnung dabei ist, dass diese Behandlung besser wirken könnte als bisherige Standardtherapien mit Antikörpern. Insgesamt enthält der Artikel alle wichtigen Elemente und Erklärungen, etwa, wie die CAR-T-Zelltherapie funktioniert, wie sie helfen soll, was man bisher weiß und dass noch klinische Studien nötig sind. Allerdings werden keine unabhängigen Expert*innen im Text zitiert, auch ist der Aufbau des Artikels verwirrend.
Der journalistische Beitrag im TAGESSPIEGEL berichtet über einzelne Patienten mit Multipler Sklerose, die eine experimentelle CAR-T-Zelltherapie erhalten haben. Die Hoffnung dabei ist, dass diese Behandlung besser wirken könnte als bisherige Standardtherapien mit Antikörpern. Insgesamt enthält der Artikel alle wichtigen Elemente und Erklärungen, etwa, wie die CAR-T-Zelltherapie funktioniert, wie sie helfen soll, was man bisher weiß und dass noch klinische Studien nötig sind. Allerdings werden keine unabhängigen Expert*innen im Text zitiert, auch ist der Aufbau des Artikels verwirrend.
Medien-Doktor Gesundheit
„Endlich die Revolution, die Herzinfarkte verhindert?: „Dieses Medikament senkt Cholesterin viel besser als Statine““
Veröffentlicht von:
Tagesspiegel
Veröffentlicht am:
19. November 2025
Bewertung:
Der journalistische Artikel im Tagesspiegel berichtet über den Cholesterinsenker Enlicitide, der in einer Studie in Tablettenform getestet wurde. Bislang gab es Medikamente dieser Wirkstoffgruppe nur als Injektion. Im ersten Drittel des Textes kommt die Frage auf, ob es sich hierbei um einen Durchbruch bei der Therapie von Blutgefäßerkrankungen handle. Auch wenn dies als Frage formuliert wird, werden hier doch große Hoffnungen zum Nutzen des Medikaments geweckt, die aus den bislang bekannten Studienergebnissen nicht erfüllt werden können. Zudem ist der Text an mancher Stelle schwer verständlich geschrieben, ein Anlass für die Berichterstattung erschließt sich nicht.
Der journalistische Artikel im Tagesspiegel berichtet über den Cholesterinsenker Enlicitide, der in einer Studie in Tablettenform getestet wurde. Bislang gab es Medikamente dieser Wirkstoffgruppe nur als Injektion. Im ersten Drittel des Textes kommt die Frage auf, ob es sich hierbei um einen Durchbruch bei der Therapie von Blutgefäßerkrankungen handle. Auch wenn dies als Frage formuliert wird, werden hier doch große Hoffnungen zum Nutzen des Medikaments geweckt, die aus den bislang bekannten Studienergebnissen nicht erfüllt werden können. Zudem ist der Text an mancher Stelle schwer verständlich geschrieben, ein Anlass für die Berichterstattung erschließt sich nicht.
Medien-Doktor Gesundheit
„Neue Studie: Cannabis-Arznei lindert chronischen Rückenschmerz“
Veröffentlicht von:
Der Standard
Veröffentlicht am:
29. Oktober 2025
Bewertung:
Der journalistische Beitrag der Tageszeitung Der Standard (online) beleuchtet ein für viele Menschen relevantes und aktuelles Thema verständlich und routiniert: den Einsatz eines Cannabis-Extrakts gegen chronische Rückenschmerzen. Die Ergebnisse der vorgestellten Studie werden nicht übertrieben dargestellt, allerdings fehlt der direkte Vergleich mit den Alternativen, und auch die Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo werden nicht ausreichend genannt.
Der journalistische Beitrag der Tageszeitung Der Standard (online) beleuchtet ein für viele Menschen relevantes und aktuelles Thema verständlich und routiniert: den Einsatz eines Cannabis-Extrakts gegen chronische Rückenschmerzen. Die Ergebnisse der vorgestellten Studie werden nicht übertrieben dargestellt, allerdings fehlt der direkte Vergleich mit den Alternativen, und auch die Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo werden nicht ausreichend genannt.
Medien-Doktor Gesundheit
„Postpartale Depression: Was bringt neue Pille Zuranolon?“
Veröffentlicht von:
Hamburger Abendblatt (online)
Veröffentlicht am:
26. September 2025
Bewertung:
In der EU ist ein neues Medikament zugelassen worden: Das Präparat Zuranolon, das Wochenbettdepressionen wirksam und rasch mildern soll. Der journalistische Beitrag im Hamburger Abendblatt (online) stellt die Arznei kurz vor und lässt ihre Wirksamkeit vom Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe einordnen. Sein Fazit: Eine postpartale Depression ist eine Erkrankung, die unbedingt behandlungsbedürftig ist; ob Zuranolon dabei ein Mittel der Wahl ist, bleibt jedoch abzuwarten, und in einem ganzheitlichen Therapieansatz gehört zu einer medikamentösen Unterstützung immer auch eine psychotherapeutische Behandlung. Auf die Ergebnisse der für die Zulassung relevanten Studien geht der Artikel leider nicht ein.
In der EU ist ein neues Medikament zugelassen worden: Das Präparat Zuranolon, das Wochenbettdepressionen wirksam und rasch mildern soll. Der journalistische Beitrag im Hamburger Abendblatt (online) stellt die Arznei kurz vor und lässt ihre Wirksamkeit vom Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe einordnen. Sein Fazit: Eine postpartale Depression ist eine Erkrankung, die unbedingt behandlungsbedürftig ist; ob Zuranolon dabei ein Mittel der Wahl ist, bleibt jedoch abzuwarten, und in einem ganzheitlichen Therapieansatz gehört zu einer medikamentösen Unterstützung immer auch eine psychotherapeutische Behandlung. Auf die Ergebnisse der für die Zulassung relevanten Studien geht der Artikel leider nicht ein.
Medien-Doktor Gesundheit
„Kindern mit drei genetischen Eltern geht es gut“
Veröffentlicht von:
tagesschau.de
Veröffentlicht am:
17. September 2025
Bewertung:
Der Artikel auf Tagesschau (online) berichtet über eine Studie, in der Forschende mitochondriale Spenden erfolgreich durchgeführt haben. Daraus sind acht gesunde Kinder entstanden. Leider finden sich keine Details dazu, wie der Gesundheitszustand der Kinder ermittelt wurde, was für die Nutzendarstellung hilfreich gewesen wäre. Es werden jedoch die Risiken thematisiert sowie Alternativen besprochen. Hervorzuheben ist, dass im Text die Euphorie der Studienautoren nicht ungefiltert zur Sprache kommt. Stattdessen wird Optimismus mit einer Prise Vorsicht vermittelt. Dies ist bei schwerwiegenden Krankheiten besonders wichtig, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.
Der Artikel auf Tagesschau (online) berichtet über eine Studie, in der Forschende mitochondriale Spenden erfolgreich durchgeführt haben. Daraus sind acht gesunde Kinder entstanden. Leider finden sich keine Details dazu, wie der Gesundheitszustand der Kinder ermittelt wurde, was für die Nutzendarstellung hilfreich gewesen wäre. Es werden jedoch die Risiken thematisiert sowie Alternativen besprochen. Hervorzuheben ist, dass im Text die Euphorie der Studienautoren nicht ungefiltert zur Sprache kommt. Stattdessen wird Optimismus mit einer Prise Vorsicht vermittelt. Dies ist bei schwerwiegenden Krankheiten besonders wichtig, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.
Medien-Doktor Gesundheit
„Fitnesspulver für die Psyche“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Veröffentlicht am:
11. Juli 2025
Bewertung:
Taugt Kreatin als Wundermittel gegen Depression und Alzheimer? Ein Artikel der FAZ (online) greift Heilsversprechen auf Tiktok und anderswo im Netz auf und setzt ihnen Studienergebnisse und vorsichtige Abwägungen von Experten entgegen. Die Wirkungsweise von Kreatin wird anschaulich erklärt, eine Pilotstudie wird ausführlich vorgestellt, in der die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie in Kombination mit Kreatin untersucht wurde. Das angenehm zurückhaltende Fazit des Artikels: „Dass Kreatin etablierte Therapien ergänzen oder im Einzelfall ersetzen kann, ist nicht ausgeschlossen. Dass es allerdings gleich einen Strauß an Leiden lindern wird, ist wohl nicht zu erwarten.“
Taugt Kreatin als Wundermittel gegen Depression und Alzheimer? Ein Artikel der FAZ (online) greift Heilsversprechen auf Tiktok und anderswo im Netz auf und setzt ihnen Studienergebnisse und vorsichtige Abwägungen von Experten entgegen. Die Wirkungsweise von Kreatin wird anschaulich erklärt, eine Pilotstudie wird ausführlich vorgestellt, in der die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie in Kombination mit Kreatin untersucht wurde. Das angenehm zurückhaltende Fazit des Artikels: „Dass Kreatin etablierte Therapien ergänzen oder im Einzelfall ersetzen kann, ist nicht ausgeschlossen. Dass es allerdings gleich einen Strauß an Leiden lindern wird, ist wohl nicht zu erwarten.“
Medien-Doktor Gesundheit
„Mund zu Mouth Taping: Studie warnt vor Risiken von zugeklebtem Mund“
Veröffentlicht von:
dpa
Veröffentlicht am:
21. Juni 2025
Bewertung:
Ein Artikel der dpa berichtet über eine Übersichtsstudie, die den Social-Media-Trend „Mouth Taping“ untersucht hat – eine Methode, die angeblich gegen Schnarchen, aber auch Schlafapnoe helfen soll. Das Thema ist aktuell und interessant, doch werden die Ergebnisse der Studie nicht in konkreten Zahlen wiedergegeben, stattdessen werden floskelartig Sätze zu „fehlender Evidenz“ wiederholt. Das Ganze klingt wie eine Übersetzung (aus dem Englischen), da einige Formulierungen ungelenk sind. Zudem fehlt eine Einordnung der Untersuchung in die bisherige Studienlage, wobei die Studienautoren die Limitationen ihrer Übersichtsarbeit in der Fachpublikation durchaus diskutieren. Auch kommen keine Wissenschaftler*innen zu Wort, die nicht an der Studie beteiligt waren.
Ein Artikel der dpa berichtet über eine Übersichtsstudie, die den Social-Media-Trend „Mouth Taping“ untersucht hat – eine Methode, die angeblich gegen Schnarchen, aber auch Schlafapnoe helfen soll. Das Thema ist aktuell und interessant, doch werden die Ergebnisse der Studie nicht in konkreten Zahlen wiedergegeben, stattdessen werden floskelartig Sätze zu „fehlender Evidenz“ wiederholt. Das Ganze klingt wie eine Übersetzung (aus dem Englischen), da einige Formulierungen ungelenk sind. Zudem fehlt eine Einordnung der Untersuchung in die bisherige Studienlage, wobei die Studienautoren die Limitationen ihrer Übersichtsarbeit in der Fachpublikation durchaus diskutieren. Auch kommen keine Wissenschaftler*innen zu Wort, die nicht an der Studie beteiligt waren.

























