Tools für die Wissenschafts­berichterstattung

Auf dieser Seite präsentieren wir Artikel und Links, die Journalist:innen bei der Berichterstattung über Umwelt- und Gesundheitsthemen weiter helfen können.

Hinweis: Diese Seite wird derzeit überarbeitet.

U

Suchmaschinen

TRIP: Die Evidenz-Suchmaschine

Eine Datenbank, die spezialisiert ist auf klinische Studien und durch ein einfaches optisches System bereits in den Suchergebnissen einen ersten Überblick über die Qualität der der Studienlage bereitstellt. Zur Suchmaschine direkt gelangt man über diesen Link.

IGeL

Ärzt:innen bieten Patient:innen Therapien und Verfahren an, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, so genannte IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen). Die Wirksamkeit und der Nutzen sind meist fragwürdig, von Patienten aber kaum zu beurteilen. Das Portal IGeL-Monitor liefert detaillierte Bewertungen zu den Angeboten auf streng evidenzbasierter Grundlage. Daneben gibt es zahlreiche Informationen rund um das Thema IGeL. Für Journalist:innen, die über Gesundheit und Medizin berichten, ist dies die erste Anlaufstelle zum Thema.

Recherche

Zentren der Gesundheitsforschung

In den sechs Zentren der Gesundheitsforschung findet man Experten zu großen Gesundheitsthemen wie Krebs, Diabetes, Alzheimer usw.. Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite des BMFTR.

Dort gibt es auch eine Liste der Ansprechpartner:innen.

Unsere US-Schwesterseite HealthNewsReview.org hat Tipps bereitgestellt, worauf man als Journalist:innen bei der Berichterstattung über medizinische Studien achten sollte:

„Tips For Understanding Studies“

Die unabhängige britische Stiftung Sense about Science stellt verschiedene Ratgeber für Journalist:innen als Download bereit, z. B.:

Making Sense of Allergies

„MedizinMag – der Online-Leitfaden für Medizinjournalismus.“ Eine Website, die Journalist:innen Schritt für Schritt durch die Recherche eines Medizinthemas führt, entlang der Medien-Doktor Kriterien. (erstellt von unserer Gutachterin Nicola Kuhrt und der Redaktion „Kill Your Darlings“ mit Unterstützung des Medien-Doktor, Netzwerk Recherche und der Robert Bosch Stiftung.

Artikel und Bücher

Holger Wormer, Marcus Anhäuser: „Gute Besserung!“ – und wie man diese erreichen könnte. Erfahrungen aus drei Jahren Qualitätsmonitoring Medizinjournalismus auf medien-doktor.de und Konsequenzen für die journalistische Praxis, Ausbildung sowie Wissenschafts-PR.“ aus: Lilienthal, Reineck, Schnedler (2014): „Qualität im Gesundheitsjournalismus / Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis„, Springer Fachmedien Wiesbaden, 412 Seiten, ISBN: 978-3-658-02427-7

Holger Wormer: „Wie seriös ist Dr. Boisselier? – Quellen und Recherchestrategien für Themen aus Wissenschaft und Medizin“

Gerd Antes: „Die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten – eine Bewertungshilfe für Journalisten“ aus: Hettwer, Lehmkuhl, Wormer, Zotta (2008): „Wissenswelten. Wissenschaftsjournalismus in Theorie und Praxis“. Verlag Bertelsmann Stiftung. Bestellen

Holger Wormer: Improving Health Care Journalism“ Ein besserer Medizinjournalismus? – Erste Überlegungen zu einem deutschen Medien-Doktor. aus: G. Gigerenzer, J.A.M. Gray (2011): „Better Doctors, Better Patients, Better Decisions: Envisioning Health Care 2020“Strüngmann Forum Report, Bd. 6, MIT Press.

Marcus Anhäuser, Holger Wormer: „A question of quality: Criteria for the evaluation of science and medical reporting and testing their applicability“ Konferenzbeitrag über erste Ergebnisse des Medien-Doktor Projektes. Aus: Quality, Honesty and Beauty in Science and Technology Communication. PCST 2012 Book of Papers.

Ray Moynihan: „Tipsheet for reporting on drugs, devices and medical technologies.“ (PDF auf der Webseite des Commonwealthfund)

Ian Chalmers u.a. (2013): „Wo ist der Beweis?“ (Testing Treatment interactive), deutschsprachige Online-Version der deutschen Ausgabe (erschienen im Verlag Hans Huber) des englischen Buches „Testing treatments“.  In diesem Buch werden grundlegende Konzepte der evidenzbasierten Medizin für Laien verständlich erklärt. Mit Geleitworten von Ben Goldacre und Gerd Antes. Das gesamte Buch kann auch als pdf  kostenlos heruntergeladen werden.

Tools KI

Auf dieser Seite stellen wir im ersten Abschnitt Links zu Artikeln und Webseiten bereit, die Medienschaffenden im Journalismus und PR helfen können, fundierter über KI-Anwendungen zu berichten. Die Artikel haben wir im Rahmen einer systematischen Suche in Fachzeitschriften und auf Webseiten zusammengetragen.

Im zweiten Abschnitt finden sich Statuten, Empfehlungen und Leitlinien verschiedener Redaktionen, Verlagshäuser und Institutionen zum Einsatz und Umgang mit Werkzeugen der KI im journalistischen Alltag.

Im dritten Abschnitt finden Sie weitere Literatur zum Medien-Doktor-Projekt.

Tipps für Journalist:innen und Kommunikator:innen zur Berichterstattung über Anwendungen und Produkte, die auf Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen basieren.

  • Daniel Leufer/Alexa Steinbrück: AI Myths, Ziel dieser Webseite ist es, irreführende Vorstellungen über KI zu entschlüsseln und zu entlarven. Das Autorenpaar untersucht, wie diese Ideen in den Medien dargestellt werden, und verweist auf hochwertige Quellen für weitere Lektüre.
  • Marina Amani/Maggi Mustaklem: Reuters Institute for the Study of Journalism, What’s wrong with the robots? An Oxford researcher explains how we can better illustrate AI news stories
  • Better images of AI, Webseite eines Non-profit-Projekts, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat für eine besser Bebilderung von KI-Artikeln zu sorgen, u.a. indem die Seite selbst Fotos und Bilder präsentiert (unter CC-Lizenzen), die abseits der klischeehaften Repräsentation Künstliche Intelligenz darstellt. Die Fotos können als Anregung zur eigenen Neugestaltung von Bildern oder in CC-Lizenz genutzt werden.
  • Sonja Peteranderl, Algorithm Watch, „Recherche in der Blackbox
  • Nicolas Kayser-Bril, Algorithm Watch, „So sollte Berichterstattung über Algorithmen aussehen
  • Kannst du den Algorithmus knacken?“ Ein Spiel für JournalistInnen von Nicolas Kayser-Bril, Algorithm Watch. Das Spiel soll ein Verständnis dafür fördern, wie JournalistInnen über Algorithmen berichten können. Die SpielerInnen schlüpfen in die Rolle einer Nachwuchsreporterin, die herausfinden muss, ob die fiktive App „TikTube“ Teenager depressiv macht. Kayser-Bril will damit zeigen, dass wir zwar Algorithmen nicht knacken, aber viel über die Systeme in Erfahrung bringen können, in die sie eingebettet sind – dass also der Versuch, die undurchsichtigen Plattformen der großen Tech-Konzerne verstehen zu wollen, nicht per se zum Scheitern verurteilt ist.
  • Jessica Heesen, „KI“, Journalistikon, Das Wörterbuch der Journalistik

Kennen Sie weitere Beiträge mit Tipps und Kniffen für die KI-Berichterstattung?

Leitlinien, Selbstverpflichtungen und Grundsätze für die Nutzung in Redaktionen und im Journalismus von Werkzeugen, die auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen basieren.

Theoretische Untersuchungen

  • Michael Graßl, Jonas Schützeneder und Klaus Meier, Journalistik, Künstliche Intelligenz als Assistenz, Journalistik. Zeitschrift für Journalismusforschung, 1, 2022, 5. Jg., S. 3-27. DOI: 10.1453/2569-152X-12022-12021-de

Grundsätze der Medien

Haben Sie selbst Leitlinien oder Standards für Ihre Redaktion entwickelt oder kennen weitere Zusammenstellungen für den redaktionellen Umgang mit solchen KI-Tools in Journalismus und PR?

Weitere Literatur zum Medien-Doktor-Projekt

Wormer, H., Rögener, W. (2022): Qualität im Klimajournalismus – und was die Journalistenausbildung dazu beitragen kann; in: Klima vor acht e.V. (Hrsg.): Medien in der Klima-Krise, oekom-Verlag, München, S. 231-246.

Anhäuser, M., Wormer, H., Viciano, A., Rögener, W. (2020): Ein modulares Modell zur Qualitätssicherung im Medizin- und Ernährungsjournalismus. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. Springer Nature: Heidelberg.

Wormer, H., Rögener, W. (2020): Gute Umweltkommunikation aus Bürgersicht. Ein Citizen-Science-Ansatz in der Rezipierendenforschung zur Entwicklung von Qualitätskriterien. M&K Medien & Kommunikationswissenschaften 2020 (4). NOMOS: Baden-Baden.

Rögener, W., Wormer, H. (2015): „Defining criteria for good environmental journalism and testing their applicability: An environmental news review as a first step to more evidence based environmental science reporting“ In: Public Understanding of Science 1/16.

Wormer, H., Anhäuser, M. (2014): „Gute Besserung!“ – und wie man diese erreichen könnte. Erfahrungen aus drei Jahren Qualitätsmonitoring Medizinjournalismus auf medien-doktor.de und Konsequenzen für die journalistische Praxis, Ausbildung sowie Wissenschafts-PR.“ aus: Lilienthal, Reineck, Schnedler: „Qualität im Gesundheitsjournalismus / Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis„, Springer Fachmedien Wiesbaden, 412 Seiten, ISBN: 978-3-658-02427-7

Anhäuser, M., Wormer, H. (2012): „A question of quality: Criteria for the evaluation of science and medical reporting and testing their applicability“ Konferenzbeitrag über erste Ergebnisse des Medien-Doktor Projektes. Aus: Quality, Honesty and Beauty in Science and Technology Communication. PCST 2012 Book of Papers.

Wormer, H. (2011): Improving Health Care Journalism“ Ein besserer Medizinjournalismus? – Erste Überlegungen zu einem deutschen Medien-Doktor. aus: G. Gigerenzer, J.A.M. Gray: Better Doctors, Better Patients, Better Decisions: Envisioning Health Care 2020Strüngmann Forum Report, Bd. 6, MIT Press.

Grundbegriffe vertrauenswürdiger KI

In einer Videoreihe erklären Forschende der TU Dortmund Grundbegriffe für eine vertrauenswürdige KI. Hier geht es zur vollständigen Videosammlung.