Dein Medien-Doktor Gesundheit
Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung
Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.
Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.
Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit
Medien Doktor Gesundheit
„Deutliche Mehrheit im Bundestag für Zustimmungslösung in der Organspende-Debatte“
Veröffentlicht von:
Tagesthemen
Bewertet am:
28. Januar 2020
Bewertung:
Nach einer hoch emotionalen Debatte hat der Deutsche Bundestag über die gesetzliche Regelung der Organspende entschieden. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeregte Widerspruchslösung wurde abgelehnt, stattdessen für die erweiterte Zustimmungslösung gestimmt. Welche Argumente zur Diskussion standen und wie Eltern kranker Kinder diese Diskussion erlebten, hat ein Themenblock der Tagesthemen aktuell aufgegriffen.
Nach einer hoch emotionalen Debatte hat der Deutsche Bundestag über die gesetzliche Regelung der Organspende entschieden. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeregte Widerspruchslösung wurde abgelehnt, stattdessen für die erweiterte Zustimmungslösung gestimmt. Welche Argumente zur Diskussion standen und wie Eltern kranker Kinder diese Diskussion erlebten, hat ein Themenblock der Tagesthemen aktuell aufgegriffen.
Medien Doktor Gesundheit
„Wer 30 Minuten weniger sitzt, kann sein Leben verlängern“
Veröffentlicht von:
Fit for Fun (online)
Bewertet am:
21. Januar 2020
Bewertung:
Wer kennt sie nicht, die aberwitzigen Sprüche wie: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Auch in diesem Online-Beitrag von Cover Media für die Zeitschrift Fit for Fun wird das alte Thema erneut thematisiert: Wie gesundheitsschädlich es ist, lange Zeit zu sitzen – und dass sich bereits wenig Bewegung langfristig lohnen kann. Der Artikel ist zwar verständlich geschrieben, ordnet jedoch die beschriebenen Studienergebnisse nicht ein und legt manche Sachverhalte nicht korrekt dar.
Wer kennt sie nicht, die aberwitzigen Sprüche wie: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Auch in diesem Online-Beitrag von Cover Media für die Zeitschrift Fit for Fun wird das alte Thema erneut thematisiert: Wie gesundheitsschädlich es ist, lange Zeit zu sitzen – und dass sich bereits wenig Bewegung langfristig lohnen kann. Der Artikel ist zwar verständlich geschrieben, ordnet jedoch die beschriebenen Studienergebnisse nicht ein und legt manche Sachverhalte nicht korrekt dar.
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„Wie Marathontraining das Herz verjüngt“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Bewertet am:
17. Januar 2020
Bewertung:
Ein aktueller Online-Artikel des „Spiegel“ liefert womöglich einen Grund mehr, die Neujahrsvorsätze umzusetzen – zumindest, wenn sie darin bestanden, mehr Sport zu treiben: Regelmäßiges Joggen bessere die Elastizität der Hauptschlagader und vermindere damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, so ist es im aktuellen Beitrag zu lesen. Der Text ist verständlich geschrieben und ordnet die Ergebnisse der medizinischen Studie gut ein. Etwas ausführlichere Informationen zur Studie selbst wären noch hilfreich gewesen – noch mehr Erläuterungen zum konkreten Training zum Beispiel und inwiefern andere Einflussfaktoren auf die Blutgefäße wie die Ernährung und der Schlaf einbezogen wurden.
Ein aktueller Online-Artikel des „Spiegel“ liefert womöglich einen Grund mehr, die Neujahrsvorsätze umzusetzen – zumindest, wenn sie darin bestanden, mehr Sport zu treiben: Regelmäßiges Joggen bessere die Elastizität der Hauptschlagader und vermindere damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, so ist es im aktuellen Beitrag zu lesen. Der Text ist verständlich geschrieben und ordnet die Ergebnisse der medizinischen Studie gut ein. Etwas ausführlichere Informationen zur Studie selbst wären noch hilfreich gewesen – noch mehr Erläuterungen zum konkreten Training zum Beispiel und inwiefern andere Einflussfaktoren auf die Blutgefäße wie die Ernährung und der Schlaf einbezogen wurden.
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„Studie: Guter Schlaf minimiert Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“
Veröffentlicht von:
dpa
Bewertet am:
10. Januar 2020
Bewertung:
Gesunder Schlaf könnte womöglich langfristig das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken, so berichtet es die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einem aktuellen Artikel. In verständlicher und differenzierter Weise werden die Ergebnisse einer medizinischen Studie dargelegt, auch ein unabhängiger Experte wird zitiert.
Gesunder Schlaf könnte womöglich langfristig das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken, so berichtet es die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einem aktuellen Artikel. In verständlicher und differenzierter Weise werden die Ergebnisse einer medizinischen Studie dargelegt, auch ein unabhängiger Experte wird zitiert.
Medien Doktor Gesundheit
„Nur einmal monatlich verhüten“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Bewertet am:
20. Dezember 2019
Bewertung:
Wie wäre es, wenn Frauen die Antibabypille nicht mehr täglich, sondern nur noch einmal im Monat einnehmen müssten? Mit diesem wichtigen Thema beschäftigt sich ein aktueller Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zeitung berichtet über erste Tests an Schweinen mit einer speziellen Kapsel. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass es sich bislang nur um eine Machbarkeitsstudie handelte, sich also nur das Prinzip – weitgehend – bewährt hat. Wie viele Stolpersteine es noch gibt, hätte jedoch deutlicher dargestellt werden können.
Wie wäre es, wenn Frauen die Antibabypille nicht mehr täglich, sondern nur noch einmal im Monat einnehmen müssten? Mit diesem wichtigen Thema beschäftigt sich ein aktueller Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zeitung berichtet über erste Tests an Schweinen mit einer speziellen Kapsel. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass es sich bislang nur um eine Machbarkeitsstudie handelte, sich also nur das Prinzip – weitgehend – bewährt hat. Wie viele Stolpersteine es noch gibt, hätte jedoch deutlicher dargestellt werden können.
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„Was bringt der Verzehr der Nachgeburt?“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Bewertet am:
6. Dezember 2019
Bewertung:
Frauen sollen ihre eigene Plazenta verspeisen? Was manche für natürlich halten, finden viele andere schon als Vorstellung widerlich. Im aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks wird jedoch nicht über die emotionalen Reaktionen auf diesen US-Trend berichtet. Stattdessen wird darüber berichtet, ob und wie sehr die außergewöhnliche Mahlzeit der Gesundheit dienen kann. Ein Thema, das sicher viele Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert, leider jedoch nur oberflächlich dargestellt wird. Eine Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz fehlt völlig.
Frauen sollen ihre eigene Plazenta verspeisen? Was manche für natürlich halten, finden viele andere schon als Vorstellung widerlich. Im aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks wird jedoch nicht über die emotionalen Reaktionen auf diesen US-Trend berichtet. Stattdessen wird darüber berichtet, ob und wie sehr die außergewöhnliche Mahlzeit der Gesundheit dienen kann. Ein Thema, das sicher viele Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert, leider jedoch nur oberflächlich dargestellt wird. Eine Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz fehlt völlig.
Medien Doktor Gesundheit
„Durchbruch für Mukoviszidose-Patienten – doch Mängel im System“
Veröffentlicht von:
Tagesspiegel
Bewertet am:
15. November 2019
Bewertung:
Mukoviszidose gilt als die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Nun ist in den USA ein Medikament zugelassen worden, das vielleicht 90 Prozent der Patienten helfen könnte. Nächsten Sommer soll es auch hierzulande auf den Markt kommen. Grund genug, um über die Erkrankung und die Therapie zu berichten, zumal der aktuelle Beitrag im Tagesspiegel sich nicht allein auf die neue Behandlung beschränkt, sondern deutlich macht, dass viel mehr nötig ist, um diese Patienten gut zu versorgen.
Mukoviszidose gilt als die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Nun ist in den USA ein Medikament zugelassen worden, das vielleicht 90 Prozent der Patienten helfen könnte. Nächsten Sommer soll es auch hierzulande auf den Markt kommen. Grund genug, um über die Erkrankung und die Therapie zu berichten, zumal der aktuelle Beitrag im Tagesspiegel sich nicht allein auf die neue Behandlung beschränkt, sondern deutlich macht, dass viel mehr nötig ist, um diese Patienten gut zu versorgen.
Medien Doktor Gesundheit
„Die Charité: Neue Hilfe gegen Grünen Star“
Veröffentlicht von:
RBB
Bewertet am:
8. November 2019
Bewertung:
Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.
Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.
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„Mimik des Arztes beeinflusst Schmerzempfinden von Patienten“
Veröffentlicht von:
Berliner Morgenpost
Bewertet am:
24. Oktober 2019
Bewertung:
Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.
Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.
Medien Doktor Gesundheit
„Schutz gegen Kurzsichtigkeit“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Bewertet am:
17. Oktober 2019
Bewertung:
Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.
Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.



















