Dein Medien-Doktor Gesundheit
Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung
Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.
Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.
Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit
Medien Doktor Gesundheit
„Ein altes Mittel soll Corona besiegen“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Bewertet am:
22. März 2020
Bewertung:
Engpässe bei Desinfektionsmitteln, wie sie zum Teil durch Hamsterkäufe verursacht werden, sind eines von vielen Themen in der aktuellen Corona-Berichterstattung. In Italien betraf dies u.a. das Präparat „Amuchina“, über das die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Da der Text im Wirtschaftsressort der Zeitung erschienen ist, wird ausführlich über das dahinterstehende Unternehmen Angelini Pharma berichtet. Es wird dagegen leider versäumt, auf den Nutzen und mögliche Risiken der desinfizierenden Flüssigkeit einzugehen, auch unabhängige Experten werden nicht zitiert.
Engpässe bei Desinfektionsmitteln, wie sie zum Teil durch Hamsterkäufe verursacht werden, sind eines von vielen Themen in der aktuellen Corona-Berichterstattung. In Italien betraf dies u.a. das Präparat „Amuchina“, über das die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Da der Text im Wirtschaftsressort der Zeitung erschienen ist, wird ausführlich über das dahinterstehende Unternehmen Angelini Pharma berichtet. Es wird dagegen leider versäumt, auf den Nutzen und mögliche Risiken der desinfizierenden Flüssigkeit einzugehen, auch unabhängige Experten werden nicht zitiert.
Medien Doktor Gesundheit
„Ursachen der Altersblindheit: Wenn das Immunsystem das Auge attackiert“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Bewertet am:
13. März 2020
Bewertung:
Für die meisten Menschen dürfte es eine schreckliche Vorstellung sein, im Alter das Augenlicht zu verlieren. Als häufigste Ursache dafür gilt die altersbedingte Makuladegeneration, zumindest in westlichen Industriestaaten. Umso wichtiger ist es, hier nach möglichen Angriffspunkten für eine Therapie zu suchen. Ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet aktuell in differenzierter Art und Weise über eine äußerst komplexe Studie, die einen solchen Ansatz womöglich gefunden hat.
Für die meisten Menschen dürfte es eine schreckliche Vorstellung sein, im Alter das Augenlicht zu verlieren. Als häufigste Ursache dafür gilt die altersbedingte Makuladegeneration, zumindest in westlichen Industriestaaten. Umso wichtiger ist es, hier nach möglichen Angriffspunkten für eine Therapie zu suchen. Ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet aktuell in differenzierter Art und Weise über eine äußerst komplexe Studie, die einen solchen Ansatz womöglich gefunden hat.
Medien Doktor Gesundheit
„Übergewicht durch Parabene in Kosmetika“
Veröffentlicht von:
Der Standard
Bewertet am:
23. Februar 2020
Bewertung:
Die erste Phase der Schwangerschaft ist bekanntlich eine äußerst sensible Zeit. Umso wichtiger ist es, genau zu untersuchen, welche Umweltstoffe sich negativ auf das frühe Wachstum im Mutterleib auswirken können. Ein Artikel der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ greift daher zu Recht eine aktuelle Studie zu der Frage auf, ob die Verwendung parabenhaltiger Kosmetika in der Schwangerschaft mit der Entstehung von Übergewicht nach der Geburt zusammenhängen könnte. Leider wird für den Beitrag allerdings der Text der Pressemitteilung eines der beteiligten Forschungsinstitute fast identisch übernommen.
Die erste Phase der Schwangerschaft ist bekanntlich eine äußerst sensible Zeit. Umso wichtiger ist es, genau zu untersuchen, welche Umweltstoffe sich negativ auf das frühe Wachstum im Mutterleib auswirken können. Ein Artikel der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ greift daher zu Recht eine aktuelle Studie zu der Frage auf, ob die Verwendung parabenhaltiger Kosmetika in der Schwangerschaft mit der Entstehung von Übergewicht nach der Geburt zusammenhängen könnte. Leider wird für den Beitrag allerdings der Text der Pressemitteilung eines der beteiligten Forschungsinstitute fast identisch übernommen.
Medien Doktor Gesundheit
„Mit Stromstößen aus der Narkose geweckt“
Veröffentlicht von:
Tagesspiegel
Bewertet am:
19. Februar 2020
Bewertung:
Meist denkt der Mensch nicht darüber nach: Man legt sich abends ins Bett und schläft ein, wacht morgens auf und geht ganz selbstverständlich seinen Alltagsroutinen nach. Was dabei aber im Gehirn genau passieren könnte, skizziert ein aktueller Beitrag des Tagesspiegel: Anlässlich einer neuen Studie an Makaken widmet sich der ausführliche und mit sichtbarer Kompetenz geschriebene Text dem spannenden Thema, was eigentlich Wachheit und was Schlaf bedeutet – und was das mit unserem Bewusstsein zu tun hat.
Meist denkt der Mensch nicht darüber nach: Man legt sich abends ins Bett und schläft ein, wacht morgens auf und geht ganz selbstverständlich seinen Alltagsroutinen nach. Was dabei aber im Gehirn genau passieren könnte, skizziert ein aktueller Beitrag des Tagesspiegel: Anlässlich einer neuen Studie an Makaken widmet sich der ausführliche und mit sichtbarer Kompetenz geschriebene Text dem spannenden Thema, was eigentlich Wachheit und was Schlaf bedeutet – und was das mit unserem Bewusstsein zu tun hat.
Medien Doktor Gesundheit
„Lernen aus Vorgängerviren“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Bewertet am:
13. Februar 2020
Bewertung:
Seit mehreren Wochen wird fast fortlaufend über die Ausbreitung des neuen Coronavirus berichtet. Jenseits der fast stündlich aktualisierten Nachrichtenlage hat sich ein Beitrag des Deutschlandfunks gezielt einen längerfristigen Themenaspekt ausgesucht: die Forschung an einem Impfstoff. Das ist erfreulich, da die Zuhörer auf diese Art und Weise statt kurzer Nachrichtenhäppchen fundierte Informationen zu einem Themenaspekt erhalten. Schade ist, dass durch eine undifferenzierte Formulierung zu Beginn des Beitrags unnötig Ängste vor der Virusinfektion aufkommen können und man zu wenig über den Verlauf der Erkrankung erfährt.
Seit mehreren Wochen wird fast fortlaufend über die Ausbreitung des neuen Coronavirus berichtet. Jenseits der fast stündlich aktualisierten Nachrichtenlage hat sich ein Beitrag des Deutschlandfunks gezielt einen längerfristigen Themenaspekt ausgesucht: die Forschung an einem Impfstoff. Das ist erfreulich, da die Zuhörer auf diese Art und Weise statt kurzer Nachrichtenhäppchen fundierte Informationen zu einem Themenaspekt erhalten. Schade ist, dass durch eine undifferenzierte Formulierung zu Beginn des Beitrags unnötig Ängste vor der Virusinfektion aufkommen können und man zu wenig über den Verlauf der Erkrankung erfährt.
Medien Doktor Gesundheit
„Deutliche Mehrheit im Bundestag für Zustimmungslösung in der Organspende-Debatte“
Veröffentlicht von:
Tagesthemen
Bewertet am:
28. Januar 2020
Bewertung:
Nach einer hoch emotionalen Debatte hat der Deutsche Bundestag über die gesetzliche Regelung der Organspende entschieden. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeregte Widerspruchslösung wurde abgelehnt, stattdessen für die erweiterte Zustimmungslösung gestimmt. Welche Argumente zur Diskussion standen und wie Eltern kranker Kinder diese Diskussion erlebten, hat ein Themenblock der Tagesthemen aktuell aufgegriffen.
Nach einer hoch emotionalen Debatte hat der Deutsche Bundestag über die gesetzliche Regelung der Organspende entschieden. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeregte Widerspruchslösung wurde abgelehnt, stattdessen für die erweiterte Zustimmungslösung gestimmt. Welche Argumente zur Diskussion standen und wie Eltern kranker Kinder diese Diskussion erlebten, hat ein Themenblock der Tagesthemen aktuell aufgegriffen.
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„Wer 30 Minuten weniger sitzt, kann sein Leben verlängern“
Veröffentlicht von:
Fit for Fun (online)
Bewertet am:
21. Januar 2020
Bewertung:
Wer kennt sie nicht, die aberwitzigen Sprüche wie: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Auch in diesem Online-Beitrag von Cover Media für die Zeitschrift Fit for Fun wird das alte Thema erneut thematisiert: Wie gesundheitsschädlich es ist, lange Zeit zu sitzen – und dass sich bereits wenig Bewegung langfristig lohnen kann. Der Artikel ist zwar verständlich geschrieben, ordnet jedoch die beschriebenen Studienergebnisse nicht ein und legt manche Sachverhalte nicht korrekt dar.
Wer kennt sie nicht, die aberwitzigen Sprüche wie: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Auch in diesem Online-Beitrag von Cover Media für die Zeitschrift Fit for Fun wird das alte Thema erneut thematisiert: Wie gesundheitsschädlich es ist, lange Zeit zu sitzen – und dass sich bereits wenig Bewegung langfristig lohnen kann. Der Artikel ist zwar verständlich geschrieben, ordnet jedoch die beschriebenen Studienergebnisse nicht ein und legt manche Sachverhalte nicht korrekt dar.
Medien Doktor Gesundheit
„Wie Marathontraining das Herz verjüngt“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Bewertet am:
17. Januar 2020
Bewertung:
Ein aktueller Online-Artikel des „Spiegel“ liefert womöglich einen Grund mehr, die Neujahrsvorsätze umzusetzen – zumindest, wenn sie darin bestanden, mehr Sport zu treiben: Regelmäßiges Joggen bessere die Elastizität der Hauptschlagader und vermindere damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, so ist es im aktuellen Beitrag zu lesen. Der Text ist verständlich geschrieben und ordnet die Ergebnisse der medizinischen Studie gut ein. Etwas ausführlichere Informationen zur Studie selbst wären noch hilfreich gewesen – noch mehr Erläuterungen zum konkreten Training zum Beispiel und inwiefern andere Einflussfaktoren auf die Blutgefäße wie die Ernährung und der Schlaf einbezogen wurden.
Ein aktueller Online-Artikel des „Spiegel“ liefert womöglich einen Grund mehr, die Neujahrsvorsätze umzusetzen – zumindest, wenn sie darin bestanden, mehr Sport zu treiben: Regelmäßiges Joggen bessere die Elastizität der Hauptschlagader und vermindere damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, so ist es im aktuellen Beitrag zu lesen. Der Text ist verständlich geschrieben und ordnet die Ergebnisse der medizinischen Studie gut ein. Etwas ausführlichere Informationen zur Studie selbst wären noch hilfreich gewesen – noch mehr Erläuterungen zum konkreten Training zum Beispiel und inwiefern andere Einflussfaktoren auf die Blutgefäße wie die Ernährung und der Schlaf einbezogen wurden.
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„Studie: Guter Schlaf minimiert Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“
Veröffentlicht von:
dpa
Bewertet am:
10. Januar 2020
Bewertung:
Gesunder Schlaf könnte womöglich langfristig das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken, so berichtet es die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einem aktuellen Artikel. In verständlicher und differenzierter Weise werden die Ergebnisse einer medizinischen Studie dargelegt, auch ein unabhängiger Experte wird zitiert.
Gesunder Schlaf könnte womöglich langfristig das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken, so berichtet es die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einem aktuellen Artikel. In verständlicher und differenzierter Weise werden die Ergebnisse einer medizinischen Studie dargelegt, auch ein unabhängiger Experte wird zitiert.
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„Nur einmal monatlich verhüten“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Bewertet am:
20. Dezember 2019
Bewertung:
Wie wäre es, wenn Frauen die Antibabypille nicht mehr täglich, sondern nur noch einmal im Monat einnehmen müssten? Mit diesem wichtigen Thema beschäftigt sich ein aktueller Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zeitung berichtet über erste Tests an Schweinen mit einer speziellen Kapsel. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass es sich bislang nur um eine Machbarkeitsstudie handelte, sich also nur das Prinzip – weitgehend – bewährt hat. Wie viele Stolpersteine es noch gibt, hätte jedoch deutlicher dargestellt werden können.
Wie wäre es, wenn Frauen die Antibabypille nicht mehr täglich, sondern nur noch einmal im Monat einnehmen müssten? Mit diesem wichtigen Thema beschäftigt sich ein aktueller Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Zeitung berichtet über erste Tests an Schweinen mit einer speziellen Kapsel. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass es sich bislang nur um eine Machbarkeitsstudie handelte, sich also nur das Prinzip – weitgehend – bewährt hat. Wie viele Stolpersteine es noch gibt, hätte jedoch deutlicher dargestellt werden können.



















