Dein Medien-Doktor
Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?
Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.
Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.
Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

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Medien-Doktor Mediate
„Hauptsache Baby“
Veröffentlicht von:
F.A.Z.
Veröffentlicht am:
28. August 2019
Bewertung:
Ein ausführlicher Artikel der F.A.Z. beleuchtet die Sorgen und Erwartungen verschiedener Paare, die sie mit der Pränataldiagnostik verbinden. Ethische Aspekte und die Beweggründe der Paare verdeutlicht der Text gut, einige wichtige konkrete Aspekte zum Praena-Test kommen indes zu kurz.
Ein ausführlicher Artikel der F.A.Z. beleuchtet die Sorgen und Erwartungen verschiedener Paare, die sie mit der Pränataldiagnostik verbinden. Ethische Aspekte und die Beweggründe der Paare verdeutlicht der Text gut, einige wichtige konkrete Aspekte zum Praena-Test kommen indes zu kurz.
Medien-Doktor Mediate
„Ist mein Baby gesund?“
Veröffentlicht von:
Besser Leben/BILD
Veröffentlicht am:
26. August 2019
Bewertung:
Eine Autorin des BILD-Gesundheitsmagazins „Besser Leben“ berichtet in einer Art „Erlebnisbericht“ über ihre Erfahrungen mit den Vorsorgeuntersuchungen währende der Schwangerschaft. Der Artikel macht die möglichen Sorgen in dieser Zeit nachvollziehbar, aber der Text kann auch viele werdende Eltern unnötig verunsichern, trotz einiger hilfreicher Informationen.
Eine Autorin des BILD-Gesundheitsmagazins „Besser Leben“ berichtet in einer Art „Erlebnisbericht“ über ihre Erfahrungen mit den Vorsorgeuntersuchungen währende der Schwangerschaft. Der Artikel macht die möglichen Sorgen in dieser Zeit nachvollziehbar, aber der Text kann auch viele werdende Eltern unnötig verunsichern, trotz einiger hilfreicher Informationen.
Medien-Doktor Mediate
„HIV-Schnelltest für zu Hause“
Veröffentlicht von:
Bonner General-Anzeiger
Veröffentlicht am:
20. August 2019
Bewertung:
Der Artikel auf einer Lokalseite des Bonner General-Anzeigers berichtet über die Arbeit der Aids-Hilfe vor Ort. Es werden zu viele verschiedene Themen angesprochen, sodass die Informationen zum HIV-Selbsttest, der im Titel herausgestellt wird, fast immer zu knapp ausfallen, um LeserInnen ausreichend zu informieren.
Der Artikel auf einer Lokalseite des Bonner General-Anzeigers berichtet über die Arbeit der Aids-Hilfe vor Ort. Es werden zu viele verschiedene Themen angesprochen, sodass die Informationen zum HIV-Selbsttest, der im Titel herausgestellt wird, fast immer zu knapp ausfallen, um LeserInnen ausreichend zu informieren.
Medien Doktor Gesundheit
„Stuhltransplantation – So gefährlich ist der Eingriff“
Veröffentlicht von:
Hamburger Abendblatt (online)
Veröffentlicht am:
9. August 2019
Bewertung:
Über Stuhltransplantationen als mögliche Therapie für Patienten, die sich mit Antibiotika-resistenten Bakterien infiziert haben, berichtet das Hamburger Abendblatt (online). Hier liegt ein gut geschriebener Artikel vor, der das Thema weitgehend verständlich erklärt. Wünschenswert wären aber eine Recherche zur Studienlage, die Thematisierung von möglichen Interessenkonflikten der Experten und eine klarere Darstellung von Nutzen und Nebenwirkungen gewesen.
Über Stuhltransplantationen als mögliche Therapie für Patienten, die sich mit Antibiotika-resistenten Bakterien infiziert haben, berichtet das Hamburger Abendblatt (online). Hier liegt ein gut geschriebener Artikel vor, der das Thema weitgehend verständlich erklärt. Wünschenswert wären aber eine Recherche zur Studienlage, die Thematisierung von möglichen Interessenkonflikten der Experten und eine klarere Darstellung von Nutzen und Nebenwirkungen gewesen.
Medien Doktor Gesundheit
„Häkeln und Hacken gegen Demenz?“
Veröffentlicht von:
Spektrum.de
Veröffentlicht am:
2. August 2019
Bewertung:
Im Artikel von Spektrum.de wird ein wichtiges Thema aufgegriffen: eine Studie, wie sich das Risiko einer Vorstufe von Demenz mindern lässt. Die untersuchte Bedeutung von Alltagsaktivitäten wie Handarbeit, Computernutzung und auch sozialen Aktivitäten wird im Beitrag deutlich. Obwohl in anderen Studien viele weitere Möglichkeiten der Risikoreduktion genannt werden, beschränkt sich der Beitrag nur auf jene, die in der vorliegenden Arbeit untersucht wurden.“ Die Faktendarstellung ist zwar teils unpräzise, doch insgesamt ist der Beitrag gelungen.
Im Artikel von Spektrum.de wird ein wichtiges Thema aufgegriffen: eine Studie, wie sich das Risiko einer Vorstufe von Demenz mindern lässt. Die untersuchte Bedeutung von Alltagsaktivitäten wie Handarbeit, Computernutzung und auch sozialen Aktivitäten wird im Beitrag deutlich. Obwohl in anderen Studien viele weitere Möglichkeiten der Risikoreduktion genannt werden, beschränkt sich der Beitrag nur auf jene, die in der vorliegenden Arbeit untersucht wurden.“ Die Faktendarstellung ist zwar teils unpräzise, doch insgesamt ist der Beitrag gelungen.
Medien-Doktor Mediate
„Selbsttest nicht ganz allein machen“
Veröffentlicht von:
Wiesbadener Tagblatt
Veröffentlicht am:
29. Juli 2019
Bewertung:
Der Beitrag zum Welt-Aids-Tag 2017 berichtet wesentliche Aspekte zum HIV-Selbsttest leider nicht und gibt eine Falschinformation an die LeseInnen weiter, sodass der Artikel sowohl bei den Medien-Doktor Gutachtern wie auch bei der Medizin-Expertin nicht gut wegkommt. Die StudentInnen-Teams haben den Text etwas besser gesehen. Der Artikel versäumt es, klar zu machen, dass der Test vor allem für bestimmte Risikogruppen geeignet ist.
Der Beitrag zum Welt-Aids-Tag 2017 berichtet wesentliche Aspekte zum HIV-Selbsttest leider nicht und gibt eine Falschinformation an die LeseInnen weiter, sodass der Artikel sowohl bei den Medien-Doktor Gutachtern wie auch bei der Medizin-Expertin nicht gut wegkommt. Die StudentInnen-Teams haben den Text etwas besser gesehen. Der Artikel versäumt es, klar zu machen, dass der Test vor allem für bestimmte Risikogruppen geeignet ist.
Medien Doktor Gesundheit
„Forscher wollen Altern besiegt haben“
Veröffentlicht von:
Zeit Online
Veröffentlicht am:
26. Juli 2019
Bewertung:
Der Artikel auf Zeit Online hat eine faszinierende Thematik aufgegriffen: Ob es wohl möglich ist, das Altern aufzuhalten oder gar umzukehren. Im Text wird eine neue Studie beschrieben, die allerdings bislang nur auf einem Kongress vorgestellt und nicht den üblichen Peer-Review-Prozess eines Fachjournals durchlaufen hat. Zwar wird dies im Artikel mehrfach erläutert, doch gleichzeitig ist von einer „Zeitenwende“ und einer möglichen „Revolution“ die Rede, was den Lesern und Leserinnen suggerieren könnte, dass es sich hier um einen bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch handelt.
Der Artikel auf Zeit Online hat eine faszinierende Thematik aufgegriffen: Ob es wohl möglich ist, das Altern aufzuhalten oder gar umzukehren. Im Text wird eine neue Studie beschrieben, die allerdings bislang nur auf einem Kongress vorgestellt und nicht den üblichen Peer-Review-Prozess eines Fachjournals durchlaufen hat. Zwar wird dies im Artikel mehrfach erläutert, doch gleichzeitig ist von einer „Zeitenwende“ und einer möglichen „Revolution“ die Rede, was den Lesern und Leserinnen suggerieren könnte, dass es sich hier um einen bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch handelt.
Medien-Doktor Mediate
„Ist Gesundheit planbar?“
Veröffentlicht von:
Sächsische Zeitung
Veröffentlicht am:
23. Juli 2019
Bewertung:
Der Artikel aus dem Mai 2017 liefert zwar zur Aussagekraft des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) und möglichen Risiken und Nebenwirkungen zu wenige Informationen, dafür gibt es Einschätzungen von verschiedenen ExpertInnen und hinreichende Angaben zu den Kosten. Auch der Medizin-Experte und die Studenten-Teams beurteilten den Text als durchschnittlich.
Der Artikel aus dem Mai 2017 liefert zwar zur Aussagekraft des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) und möglichen Risiken und Nebenwirkungen zu wenige Informationen, dafür gibt es Einschätzungen von verschiedenen ExpertInnen und hinreichende Angaben zu den Kosten. Auch der Medizin-Experte und die Studenten-Teams beurteilten den Text als durchschnittlich.
Medien Doktor Gesundheit
„Wie ein Bakterium beim Abnehmen helfen könnte“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Veröffentlicht am:
19. Juli 2019
Bewertung:
In einem aktuellen Beitrag auf Spiegel Online wird über eine im Fachblatt Nature Medicine veröffentlichte Studie berichtet, die sich mit der Darmflora des Menschen beschäftigt hat. Ein Bakterium namens „Akkermansia muciniphila“ soll Übergewichtigen dabei helfen, an Gewicht abzunehmen und ihre Stoffwechselparameter zu verbessern. Allerdings wird im Beitrag nicht deutlich, dass die Gewichtsreduktion der Probanden statistisch nicht signifikant war. Nur am Rande erwähnt und nicht erklärt werden dagegen die durchaus relevanten Stoffwechselveränderungen, die in der Studie beobachtet wurden. Auch fehlt an mancher Stelle eine Einordnung, was die Studienergebnisse eigentlich bedeuten.
In einem aktuellen Beitrag auf Spiegel Online wird über eine im Fachblatt Nature Medicine veröffentlichte Studie berichtet, die sich mit der Darmflora des Menschen beschäftigt hat. Ein Bakterium namens „Akkermansia muciniphila“ soll Übergewichtigen dabei helfen, an Gewicht abzunehmen und ihre Stoffwechselparameter zu verbessern. Allerdings wird im Beitrag nicht deutlich, dass die Gewichtsreduktion der Probanden statistisch nicht signifikant war. Nur am Rande erwähnt und nicht erklärt werden dagegen die durchaus relevanten Stoffwechselveränderungen, die in der Studie beobachtet wurden. Auch fehlt an mancher Stelle eine Einordnung, was die Studienergebnisse eigentlich bedeuten.
Medien-Doktor Citizen
„TU Berlin: Kohlendioxid als Rohstoff nutzen“
Veröffentlicht von:
TU Berlin
Veröffentlicht am:
4. Juli 2019
Bewertung:
Die Herstellung von Kunststoffen könnte klimafreundlicher werden, wenn künftig das Treibhausgas CO2 als Rohstoff eingesetzt würde. Die TU Berlin beschreibt in einer informativen Pressemitteilung neue Katalysatoren, die das erleichtern sollen. Wie groß der Beitrag des bislang im Labor erprobten Verfahrens zum Klimaschutz sein könnte, bleibt dabei offen.
Die Herstellung von Kunststoffen könnte klimafreundlicher werden, wenn künftig das Treibhausgas CO2 als Rohstoff eingesetzt würde. Die TU Berlin beschreibt in einer informativen Pressemitteilung neue Katalysatoren, die das erleichtern sollen. Wie groß der Beitrag des bislang im Labor erprobten Verfahrens zum Klimaschutz sein könnte, bleibt dabei offen.

























