Dein Medien-Doktor

Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?

Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.

Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.

Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

Gutachten

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Die Medien-Doktor Ressorts

Medien Doktor Umwelt

„Umweltschutzprogramm – Chinas Luft wird besser“

Veröffentlicht von:

Der Spiegel (online)

Veröffentlicht am:

8. November 2019

Bewertung:

Der Schadstoffausstoß chinesischer Kraftwerke ging in den letzten Jahren zurück, ergab die Auswertung eines neu aufgebauten Messnetzes. Ein Spiegel Online-Beitrag berichtet über eine aktuell dazu publizierte Studie, verwirrt aber mit Aussagen zu Treibhausgasen, die in der Fachpublikation gar nicht vorkommen.

Der Schadstoffausstoß chinesischer Kraftwerke ging in den letzten Jahren zurück, ergab die Auswertung eines neu aufgebauten Messnetzes. Ein Spiegel Online-Beitrag berichtet über eine aktuell dazu publizierte Studie, verwirrt aber mit Aussagen zu Treibhausgasen, die in der Fachpublikation gar nicht vorkommen.

Veröffentlicht von:

Der Spiegel (online)

Bewertet am:

8. November 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Die Charité: Neue Hilfe gegen Grünen Star“

Veröffentlicht von:

RBB

Veröffentlicht am:

8. November 2019

Bewertung:

Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.

Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.

Veröffentlicht von:

RBB

Bewertet am:

8. November 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Mimik des Arztes beeinflusst Schmerzempfinden von Patienten“

Veröffentlicht von:

Berliner Morgenpost

Veröffentlicht am:

24. Oktober 2019

Bewertung:

Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.

Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.

Veröffentlicht von:

Berliner Morgenpost

Bewertet am:

24. Oktober 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Schutz gegen Kurzsichtigkeit“

Veröffentlicht von:

Deutschlandfunk

Veröffentlicht am:

17. Oktober 2019

Bewertung:

Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.

Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.

Veröffentlicht von:

Deutschlandfunk

Bewertet am:

17. Oktober 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Rotes Fleisch und Würste sind laut Forschern doch nicht so ungesund“

Veröffentlicht von:

NZZ (online)

Veröffentlicht am:

10. Oktober 2019

Bewertung:

Seit Jahren warnen Mediziner vor dem Konsum von rotem Fleisch. Bratwurst, Schweinebraten, Rindsroulade waren als gesundheitsschädlich verfemt. Doch nun behaupten Forscher eines internationalen Konsortiums, dass alles anders sei: Man könne jenes Fleisch getrost essen, relevante gesundheitliche Nachteile seien nicht zu erwarten. Wie diese überraschende Schlussfolgerung zustande kommt, erklärt ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung auf sehr fundierte Art und Weise.

Seit Jahren warnen Mediziner vor dem Konsum von rotem Fleisch. Bratwurst, Schweinebraten, Rindsroulade waren als gesundheitsschädlich verfemt. Doch nun behaupten Forscher eines internationalen Konsortiums, dass alles anders sei: Man könne jenes Fleisch getrost essen, relevante gesundheitliche Nachteile seien nicht zu erwarten. Wie diese überraschende Schlussfolgerung zustande kommt, erklärt ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung auf sehr fundierte Art und Weise.

Veröffentlicht von:

NZZ (online)

Bewertet am:

10. Oktober 2019

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Medien Doktor Gesundheit

„Käse schützt die Gefäße vor Schäden durch zu viel Salz“

Veröffentlicht von:

t-online.de

Veröffentlicht am:

30. September 2019

Bewertung:

Genuss und Gesundheitsprävention lässt sich auf einfache Weise kombinieren, suggeriert ein Bericht auf der Internetseite von t-online: Der Konsum von Käse soll demnach angeblich dabei helfen, die Nachteile einer salzreichen Ernährung zu neutralisieren. Untersuchungen der Blutgefäße, Blutdruckmessungen und Urinproben hätten gezeigt, dass dies möglich sei. Der Beitrag ordnet die Studienergebnisse jedoch zu wenig ein, etwa wie klein die Aussagekraft einer so kleinen und kurzen Ernährungsstudie hat; es waren insgesamt nur elf Probanden.

Genuss und Gesundheitsprävention lässt sich auf einfache Weise kombinieren, suggeriert ein Bericht auf der Internetseite von t-online: Der Konsum von Käse soll demnach angeblich dabei helfen, die Nachteile einer salzreichen Ernährung zu neutralisieren. Untersuchungen der Blutgefäße, Blutdruckmessungen und Urinproben hätten gezeigt, dass dies möglich sei. Der Beitrag ordnet die Studienergebnisse jedoch zu wenig ein, etwa wie klein die Aussagekraft einer so kleinen und kurzen Ernährungsstudie hat; es waren insgesamt nur elf Probanden.

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t-online.de

Bewertet am:

30. September 2019

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Medien Doktor Umwelt

„Nicht mehr alle Vögel da“

Veröffentlicht von:

Die Tageszeitung

Veröffentlicht am:

27. September 2019

Bewertung:

Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.

Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.

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Die Tageszeitung

Bewertet am:

27. September 2019

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Medien Doktor Gesundheit

„Neue Wirkstoffe gegen Zombiezellen“

Veröffentlicht von:

Deutschlandfunk

Veröffentlicht am:

25. September 2019

Bewertung:

Alterserkrankungen vermeiden oder sogar das Altern ein Stück weit besiegen? Zu solchen Themen hat es schon viele und auch viele gute Berichte in den Medien gegeben. Dieser Radio-Beitrag des Deutschlandfunks sticht jedoch auf zweierlei Weise heraus: Erstens wird über einen neuen, ungewöhnlichen Therapieansatz berichtet. Und zweitens werden keine ungerechtfertigten Hoffnungen geweckt, im Gegenteil: Es wird gut verständlich dargelegt, dass die aktuelle Studie noch wenig darüber aussagt, ob aus dem Ansatz tatsächlich eine Behandlung gegen Alterserkrankungen entstehen wird.

Alterserkrankungen vermeiden oder sogar das Altern ein Stück weit besiegen? Zu solchen Themen hat es schon viele und auch viele gute Berichte in den Medien gegeben. Dieser Radio-Beitrag des Deutschlandfunks sticht jedoch auf zweierlei Weise heraus: Erstens wird über einen neuen, ungewöhnlichen Therapieansatz berichtet. Und zweitens werden keine ungerechtfertigten Hoffnungen geweckt, im Gegenteil: Es wird gut verständlich dargelegt, dass die aktuelle Studie noch wenig darüber aussagt, ob aus dem Ansatz tatsächlich eine Behandlung gegen Alterserkrankungen entstehen wird.

Veröffentlicht von:

Deutschlandfunk

Bewertet am:

25. September 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Unfassbar Junge isst jahrelang nur Pommes und Chips – jetzt ist er blind“

Veröffentlicht von:

Hamburger Morgenpost (online)

Veröffentlicht am:

13. September 2019

Bewertung:

In dieser Woche haben wir ein Thema aufgegriffen, über das in den vergangenen Tagen viele deutsche Medien berichtet hatten: Ein Junge aus Großbritannien hat sich demnach über Jahre hinweg von Chips und Pommes, Schinken und Weißbrot ernährt. Er entwickelte (unter anderem) einen ausgeprägten Vitamin B12-Mangel, nun ist er fast blind. Diesen Fallbericht hat auch die Hamburger Morgenpost (online) zum Anlass für einen kurzen Artikel genommen, es allerdings versäumt, medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären. Leider finden sich auch Faktenfehler im Text. Die ungelenken Formulierungen lassen zudem vermuten, dass hier zumindest teilweise aus dem Englischen übersetzt wurde.

In dieser Woche haben wir ein Thema aufgegriffen, über das in den vergangenen Tagen viele deutsche Medien berichtet hatten: Ein Junge aus Großbritannien hat sich demnach über Jahre hinweg von Chips und Pommes, Schinken und Weißbrot ernährt. Er entwickelte (unter anderem) einen ausgeprägten Vitamin B12-Mangel, nun ist er fast blind. Diesen Fallbericht hat auch die Hamburger Morgenpost (online) zum Anlass für einen kurzen Artikel genommen, es allerdings versäumt, medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären. Leider finden sich auch Faktenfehler im Text. Die ungelenken Formulierungen lassen zudem vermuten, dass hier zumindest teilweise aus dem Englischen übersetzt wurde.

Veröffentlicht von:

Hamburger Morgenpost (online)

Bewertet am:

13. September 2019

Bewertung:

Medien Doktor Gesundheit

„Hormontherapien erhöhen das Brustkrebsrisiko“

Veröffentlicht von:

dpa

Veröffentlicht am:

5. September 2019

Bewertung:

Ein aktueller Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa) greift ein viel diskutiertes Thema auf: Welche Risiken birgt eine Hormonersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren? Der Artikel nimmt dabei eine große Studie zum Anlass und berichtet präzise und gut verständlich über das Thema. Uns sind nur kleine Schwächen aufgefallen – etwa, dass kaum auf Alternativen zur Hormonersatztherapie eingegangen wird.

Ein aktueller Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa) greift ein viel diskutiertes Thema auf: Welche Risiken birgt eine Hormonersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren? Der Artikel nimmt dabei eine große Studie zum Anlass und berichtet präzise und gut verständlich über das Thema. Uns sind nur kleine Schwächen aufgefallen – etwa, dass kaum auf Alternativen zur Hormonersatztherapie eingegangen wird.

Veröffentlicht von:

dpa

Bewertet am:

5. September 2019

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