Dein Medien-Doktor Umwelt
Standards für wissenschaftlich fundierten und lösungsorientierten Umweltjournalismus
Die Umwelt- und Klimaforschung ist ein multidisziplinäres Feld von hoher Relevanz. Gleichzeitig ist sie politischen Angriffen ausgesetzt. Um einen besseren Klima- und Umweltjournalismus zu fördern, hat der Medien-Doktor daher nach dem Vorbild des Medizinjournalismus erstmals systematisch spezielle Qualitätskriterien für die Umweltberichterstattung entwickelt und zwischen 2013 und 2020 im Medien-Doktor UMWELT in einem Qualitätsmonitoring mehrere Hundert Beiträge bewertet.
Ergänzend wurden auch einige Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet (Medien-Doktor PR-WATCH). Neben der Frage nach den wissenschaftlichen Hintergründen, etwa ob ein Umweltproblem übertrieben oder verharmlost wird oder lokaler oder globaler Natur ist, zeichnet sich gute Berichterstattung hier durch konstruktive Perspektiven aus. Dies wurde in der Folge im Teilprojekt Medien-Doktor CITIZEN zur Qualität der Umweltberichterstattung aus Nutzersicht bestätigt: „Lösungsorientierung“ stand auch hier ganz oben auf der Wunschliste.

Alle Gutachten Umwelt
Medien Doktor Umwelt
„Todesstoß für Barrier-Riff“
Veröffentlicht von:
taz - die tageszeitung
Bewertet am:
3. April 2014
Bewertung:
Das Great Barrier Riff vor der Nordostküste Australiens leidet durch den Klimawandel und andere Umweltfaktoren; zudem wurde genehmigt, den Aushub, der bei der Erweiterung eines Kohlehafens anfällt, im Riff-Gebiet zu versenken. Ein Artikel in der taz stellt die Problematik dar, liefert aber kaum neue Informationen und macht irreführende Angaben zu den Quellen.
Das Great Barrier Riff vor der Nordostküste Australiens leidet durch den Klimawandel und andere Umweltfaktoren; zudem wurde genehmigt, den Aushub, der bei der Erweiterung eines Kohlehafens anfällt, im Riff-Gebiet zu versenken. Ein Artikel in der taz stellt die Problematik dar, liefert aber kaum neue Informationen und macht irreführende Angaben zu den Quellen.
Medien Doktor Umwelt
„Erstmals Energie nach Kernfusion übrig“
Veröffentlicht von:
Zeit Online
Bewertet am:
21. März 2014
Bewertung:
In einem ZEIT online-Beitrag wird über ein Ergebnis der Fusionsforschung berichtet: Erstmals sei es gelungen, für knapp eine Milliardstel Sekunde eine Kernfusion ablaufen zu lassen, bei der mehr Energie gewonnen wurde, als per Laserstrahlen hineingesteckt worden sei. Der Beitrag relativiert zwar den Erfolg, doch zentrale kontroverse Aspekte der Fusionsforschung werden nicht angesprochen.
In einem ZEIT online-Beitrag wird über ein Ergebnis der Fusionsforschung berichtet: Erstmals sei es gelungen, für knapp eine Milliardstel Sekunde eine Kernfusion ablaufen zu lassen, bei der mehr Energie gewonnen wurde, als per Laserstrahlen hineingesteckt worden sei. Der Beitrag relativiert zwar den Erfolg, doch zentrale kontroverse Aspekte der Fusionsforschung werden nicht angesprochen.
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„Attacke auf das EEG“
Veröffentlicht von:
Frankfurter Rundschau
Bewertet am:
13. März 2014
Bewertung:
Eine von der Bundesregierung ernannte Kommission hat ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt. In der Öffentlichkeit erregte vor allem der Vorschlag Aufmerksamkeit, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen. Ein Beitrag in der Frankfurter Rundschau berichtet sachkundig über die Kontroverse.
Eine von der Bundesregierung ernannte Kommission hat ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorgelegt. In der Öffentlichkeit erregte vor allem der Vorschlag Aufmerksamkeit, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen. Ein Beitrag in der Frankfurter Rundschau berichtet sachkundig über die Kontroverse.
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„Die Motorhaube als Energiespeicher“
Veröffentlicht von:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bewertet am:
7. März 2014
Bewertung:
Der Beitrag, der in einer Verlagsbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien, beschäftigt sich mit einem Energiespeichersystem, das in die Karosserie von Autos integriert werden soll. Es werde künftig die Autobatterie ersetzen können, heißt es. Der Text stimmt fast vollständig mit einer Pressemitteilung des an der Entwicklung beteiligten Autoherstellers überein.
Der Beitrag, der in einer Verlagsbeilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien, beschäftigt sich mit einem Energiespeichersystem, das in die Karosserie von Autos integriert werden soll. Es werde künftig die Autobatterie ersetzen können, heißt es. Der Text stimmt fast vollständig mit einer Pressemitteilung des an der Entwicklung beteiligten Autoherstellers überein.
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„EU streitet über Neuzulassung: Genmais auch in NRW?“
Veröffentlicht von:
WDR
Bewertet am:
20. Februar 2014
Bewertung:
Der Radiobeitrag aus der Sendung „Westblick“ des WDR 5 beschäftigt sich mit den Risiken der gentechnisch veränderten Maissorte 1507 für die Umwelt. Die Kontroverse um die Zulassung des Anbaus in der EU wird dabei nur in Umrissen erkennbar, spezifische Argumente zur aktuellen Debatte fehlen weitgehend.
Der Radiobeitrag aus der Sendung „Westblick“ des WDR 5 beschäftigt sich mit den Risiken der gentechnisch veränderten Maissorte 1507 für die Umwelt. Die Kontroverse um die Zulassung des Anbaus in der EU wird dabei nur in Umrissen erkennbar, spezifische Argumente zur aktuellen Debatte fehlen weitgehend.
Medien Doktor Umwelt
„Abfallwirtschaft: Mehr Recycling für den Klimaschutz“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Bewertet am:
17. Februar 2014
Bewertung:
Der Hörfunkbeitrag, der vom Deutschlandfunk in der Reihe „Umwelt und Verbraucher“ gesendet wurde, befasst sich mit einer aktuellen Studie zum Thema Abfallwirtschaft und Energiewende. Über Allgemeinplätze hinaus („Recycling statt Müllverbrennung“) werden zwar zahlreiche Aspekte des Themas angesprochen, aber nur wenige verständliche Informationen vermittelt.
Der Hörfunkbeitrag, der vom Deutschlandfunk in der Reihe „Umwelt und Verbraucher“ gesendet wurde, befasst sich mit einer aktuellen Studie zum Thema Abfallwirtschaft und Energiewende. Über Allgemeinplätze hinaus („Recycling statt Müllverbrennung“) werden zwar zahlreiche Aspekte des Themas angesprochen, aber nur wenige verständliche Informationen vermittelt.
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„Winterfest?“
Veröffentlicht von:
Bayerischer Rundfunk
Bewertet am:
7. Februar 2014
Bewertung:
Der TV-Beitrag, der in der Abendschau des Bayrischen Rundfunks gesendet wurde, befasst sich mit den Folgen des Winterwetters für die Natur. Es werden eine Studie der TU München zu Gehölzen und Beobachtungen des Landesbundes für Vogelschutz vorgestellt. Die beiden Teile des Beitrags sind dabei nur recht lose verbunden.
Der TV-Beitrag, der in der Abendschau des Bayrischen Rundfunks gesendet wurde, befasst sich mit den Folgen des Winterwetters für die Natur. Es werden eine Studie der TU München zu Gehölzen und Beobachtungen des Landesbundes für Vogelschutz vorgestellt. Die beiden Teile des Beitrags sind dabei nur recht lose verbunden.
Medien Doktor Umwelt
„Rückkehr von Wolf, Luchs und Biber: Deutschland wird wilder“
Veröffentlicht von:
Spiegel Online
Bewertet am:
25. Januar 2014
Bewertung:
Spiegel Online berichtet über das Comeback von Wildtierarten, die in Deutschland ausgestorben oder extrem dezimiert waren. Der leicht verständliche Beitrag liefert viele Fakten und nennt Argumente pro und contra Wiedereinbürgerung von Wolf, Luchs, Biber und Wisent. Allerdings werden diese Punkte ohne tiefere Analyse lediglich aneinandergereiht, eine journalistische Einordnung fehlt.
Spiegel Online berichtet über das Comeback von Wildtierarten, die in Deutschland ausgestorben oder extrem dezimiert waren. Der leicht verständliche Beitrag liefert viele Fakten und nennt Argumente pro und contra Wiedereinbürgerung von Wolf, Luchs, Biber und Wisent. Allerdings werden diese Punkte ohne tiefere Analyse lediglich aneinandergereiht, eine journalistische Einordnung fehlt.
Medien Doktor Umwelt
„Atomwaffentests verseuchen die Luft noch heute“
Veröffentlicht von:
Focus Online
Bewertet am:
17. Januar 2014
Bewertung:
Der Beitrag, erschienen bei Focus Online, berichtet über die radioaktive Belastung der Atmosphäre durch lange zurückliegenden Atomwaffentests. Er verwertet dabei im Wesentlichen eine Meldung der dpa und versieht diese mit einer neuen Überschrift und einem Vorspann. Unser wichtigster Kritikpunkt ist die irreführende Überschrift: Wo die dpa sachlich titelte „Plutoniumteilchen von Atomwaffentests der 1960er-Jahre noch in der Atmosphäre“, erweckt der neue Titel von Focus Online „Atomwaffentests verseuchen die Luft noch heute“ den Eindruck einer akuten Bedrohung. Dies widerspricht der Aussage des Beitrags und der zugrunde liegenden Studie.
Der Beitrag, erschienen bei Focus Online, berichtet über die radioaktive Belastung der Atmosphäre durch lange zurückliegenden Atomwaffentests. Er verwertet dabei im Wesentlichen eine Meldung der dpa und versieht diese mit einer neuen Überschrift und einem Vorspann. Unser wichtigster Kritikpunkt ist die irreführende Überschrift: Wo die dpa sachlich titelte „Plutoniumteilchen von Atomwaffentests der 1960er-Jahre noch in der Atmosphäre“, erweckt der neue Titel von Focus Online „Atomwaffentests verseuchen die Luft noch heute“ den Eindruck einer akuten Bedrohung. Dies widerspricht der Aussage des Beitrags und der zugrunde liegenden Studie.
Medien Doktor Umwelt
„Outdoor-Kleidung erneut mit Gift belastet“
Veröffentlicht von:
taz - die tageszeitung
Bewertet am:
23. Dezember 2013
Bewertung:
Der Artikel, der in der taz erschienen ist, berichtet über eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace, in der Outdoor-Kleidungsstücke von mehreren Herstellern darauf untersucht wurde, ob sie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) enthalten und PFC in die Raumluft ausgasen. Bei nicht vorinformierten Leserinnen und Lesern entsteht möglicherweise der Eindruck, als wären die gemessenen Werte in der Kleidung gefährlich für ihre Gesundheit, obwohl dazu keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.
Der Artikel, der in der taz erschienen ist, berichtet über eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace, in der Outdoor-Kleidungsstücke von mehreren Herstellern darauf untersucht wurde, ob sie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) enthalten und PFC in die Raumluft ausgasen. Bei nicht vorinformierten Leserinnen und Lesern entsteht möglicherweise der Eindruck, als wären die gemessenen Werte in der Kleidung gefährlich für ihre Gesundheit, obwohl dazu keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.









