Dein Medien-Doktor Gesundheit
Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung
Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.
Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.
Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit
Medien-Doktor Gesundheit
„Eine Tablette gegen Corona: Kann Molnupiravir die Pandemie beenden?“
Veröffentlicht von:
Berliner Zeitung (online)
Bewertet am:
13. Oktober 2021
Bewertung:
Noch immer suchen Forschende nach möglichen Therapien gegen eine aktuelle Covid-19-Erkrankung. Da verwundert es nicht, dass die Pressemitteilung eines Pharmaunternehmens zu einer Studie mit einem möglichen neuen Wirkstoff von vielen Medien aufgegriffen wurde, auch von der Berliner Zeitung (online). Im journalistischen Beitrag werden die noch nicht veröffentlichen Studienergebnisse gut eingeordnet, die Zusammenhänge verständlich dargelegt – und auch unabhängige Experten zitiert.
Noch immer suchen Forschende nach möglichen Therapien gegen eine aktuelle Covid-19-Erkrankung. Da verwundert es nicht, dass die Pressemitteilung eines Pharmaunternehmens zu einer Studie mit einem möglichen neuen Wirkstoff von vielen Medien aufgegriffen wurde, auch von der Berliner Zeitung (online). Im journalistischen Beitrag werden die noch nicht veröffentlichen Studienergebnisse gut eingeordnet, die Zusammenhänge verständlich dargelegt – und auch unabhängige Experten zitiert.
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„Ein Quantum Hoffnung“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Bewertet am:
1. Oktober 2021
Bewertung:
Noch ist unklar, wie viele Corona-Infizierte Langzeitfolgen davontragen werden. Klar ist jedoch durchaus, dass die Folgen zumindest für manche der Patienten gravierend sein können. Auch deshalb haben Heilversuche an Long-Covid-Patienten mit dem Wirkstoff BC 007 am Universitätsklinikum Erlangen große Aufmerksamkeit erregt. Der Spiegel (online) greift das Thema auf und ordnet den Sachverhalt mit Hilfe unabhängiger Experten auf gelungene Art ein. Sehr anschaulich wird über die Erfahrung eines Patienten berichtet, der Text ist auch weitgehend gut verständlich.
Noch ist unklar, wie viele Corona-Infizierte Langzeitfolgen davontragen werden. Klar ist jedoch durchaus, dass die Folgen zumindest für manche der Patienten gravierend sein können. Auch deshalb haben Heilversuche an Long-Covid-Patienten mit dem Wirkstoff BC 007 am Universitätsklinikum Erlangen große Aufmerksamkeit erregt. Der Spiegel (online) greift das Thema auf und ordnet den Sachverhalt mit Hilfe unabhängiger Experten auf gelungene Art ein. Sehr anschaulich wird über die Erfahrung eines Patienten berichtet, der Text ist auch weitgehend gut verständlich.
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„Eine Corona-Impfung während der Schwangerschaft schützt Mutter und Kind und schadet nicht“
Veröffentlicht von:
NZZ (online)
Bewertet am:
22. September 2021
Bewertung:
Sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen? Welche Risiken birgt die Impfung, welche eine Infektion für Mutter und Kind? Ein Artikel auf NZZ online greift die Thematik auf, anlässlich der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland, Schwangere und Stillende mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Dabei wird klar und verständlich dargelegt, wie gut der Impfstoff vor einer Infektion und vor einer schweren Erkrankung schützt. Auch geht der journalistische Beitrag auf die Risiken einer Infektion bei ungeimpften Schwangeren ein.
Sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen? Welche Risiken birgt die Impfung, welche eine Infektion für Mutter und Kind? Ein Artikel auf NZZ online greift die Thematik auf, anlässlich der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland, Schwangere und Stillende mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Dabei wird klar und verständlich dargelegt, wie gut der Impfstoff vor einer Infektion und vor einer schweren Erkrankung schützt. Auch geht der journalistische Beitrag auf die Risiken einer Infektion bei ungeimpften Schwangeren ein.
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„Algenspray für die Nase soll Coronaviren abwehren“
Veröffentlicht von:
SWR (online)
Bewertet am:
14. September 2021
Bewertung:
Ein Nasenspray mit Rotalgen soll angeblich das Risiko einer Infektion mit Sars-CoV-2 verringern. Was an diesen Behauptungen dran ist, versucht ein journalistischer Beitrag des SWR (online) zu ergründen. Allerdings werden die bisherigen wissenschaftlichen Studien dazu nur kurz und allgemein erklärt, so dass die Leser*innen nach Lektüre des Artikels nicht wirklich einschätzen können, welchen Nutzen und welche Risiken ein solches Spray tatsächlich haben könnte.
Ein Nasenspray mit Rotalgen soll angeblich das Risiko einer Infektion mit Sars-CoV-2 verringern. Was an diesen Behauptungen dran ist, versucht ein journalistischer Beitrag des SWR (online) zu ergründen. Allerdings werden die bisherigen wissenschaftlichen Studien dazu nur kurz und allgemein erklärt, so dass die Leser*innen nach Lektüre des Artikels nicht wirklich einschätzen können, welchen Nutzen und welche Risiken ein solches Spray tatsächlich haben könnte.
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„Coronavirus: Was wir über die dritte Impfung wissen – und was nicht“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Bewertet am:
10. August 2021
Bewertung:
Wie lange man auf die Schutzwirkung der Zweifachimpfung gegen das Corona-Virus vertrauen kann, wird in einem Artikel von Der Spiegel (online) diskutiert. So hat Israel am 1. August damit begonnen, Menschen ab dem Alter von 60 Jahren mit einer dritten Impfung von Biontech/Pfizer zu versorgen. Der journalistische Beitrag erklärt ausführlich, welche Daten bislang vorliegen und wie wenig derzeit noch über die langfristige Schutzwirkung der Zweifachimpfung bekannt ist – und welche Fragen zu einer dritten Impfung noch offen sind.
Wie lange man auf die Schutzwirkung der Zweifachimpfung gegen das Corona-Virus vertrauen kann, wird in einem Artikel von Der Spiegel (online) diskutiert. So hat Israel am 1. August damit begonnen, Menschen ab dem Alter von 60 Jahren mit einer dritten Impfung von Biontech/Pfizer zu versorgen. Der journalistische Beitrag erklärt ausführlich, welche Daten bislang vorliegen und wie wenig derzeit noch über die langfristige Schutzwirkung der Zweifachimpfung bekannt ist – und welche Fragen zu einer dritten Impfung noch offen sind.
Medien-Doktor Gesundheit
„Zu geringe Dosis: Warum der Impfstoff von Curevac weniger wirksam ist“
Veröffentlicht von:
Berliner Zeitung (online)
Bewertet am:
10. August 2021
Bewertung:
Der Corona-Impfstoffkandidat des deutschen Pharmaunternehmens Curevac galt als vielversprechend. Umso größer war die Enttäuschung, als das Vakzin in einer Zwischenanalyse nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent erreichte. Ein Artikel der Berliner Zeitung (online) greift diese wichtige Thematik aktuell auf und berichtet über die Studienergebnisse und über mögliche Gründe für die schlechten Zwischenergebnisse. Doch bleiben zum Beispiel Interessenkonflikte eines im Text zitierten Wissenschaftlers unerwähnt.
Der Corona-Impfstoffkandidat des deutschen Pharmaunternehmens Curevac galt als vielversprechend. Umso größer war die Enttäuschung, als das Vakzin in einer Zwischenanalyse nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent erreichte. Ein Artikel der Berliner Zeitung (online) greift diese wichtige Thematik aktuell auf und berichtet über die Studienergebnisse und über mögliche Gründe für die schlechten Zwischenergebnisse. Doch bleiben zum Beispiel Interessenkonflikte eines im Text zitierten Wissenschaftlers unerwähnt.
Medien-Doktor Gesundheit
„Mainzer Forschung: Neuer Ansatz zur Behandlung von Corona-Kranken“
Veröffentlicht von:
FAZ.net
Bewertet am:
10. August 2021
Bewertung:
Seit Beginn der Pandemie suchen Wissenschaftler*innen nach Therapieansätzen, die eine Covid-19-Erkrankung lindern oder heilen können. Nun berichtet ein Artikel auf FAZ.net von einem Wirkstoff, der von der Universitätsmedizin Mainz in einer klinischen Studie der Phase 2 getestet wird. Es wird im journalistischen Beitrag jedoch nicht erklärt, dass ein Wirkstoff in dieser Studienphase von einer Zulassung noch weit entfernt ist. Wie der konkrete Nutzen des Therapieansatzes aussieht, wird auch nicht deutlich. Eine journalistische Eigenleistung ist im Artikel zudem nicht zu finden: Die Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz wurde, von einzelnen Umstellungen im Text abgesehen, praktisch übernommen.
Seit Beginn der Pandemie suchen Wissenschaftler*innen nach Therapieansätzen, die eine Covid-19-Erkrankung lindern oder heilen können. Nun berichtet ein Artikel auf FAZ.net von einem Wirkstoff, der von der Universitätsmedizin Mainz in einer klinischen Studie der Phase 2 getestet wird. Es wird im journalistischen Beitrag jedoch nicht erklärt, dass ein Wirkstoff in dieser Studienphase von einer Zulassung noch weit entfernt ist. Wie der konkrete Nutzen des Therapieansatzes aussieht, wird auch nicht deutlich. Eine journalistische Eigenleistung ist im Artikel zudem nicht zu finden: Die Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz wurde, von einzelnen Umstellungen im Text abgesehen, praktisch übernommen.
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„Forscher verzeichnen Durchbruch: Dieser Biomarker kündigt schweren Corona-Verlauf an“
Veröffentlicht von:
Münchner Merkur
Bewertet am:
10. August 2021
Bewertung:
Seit Beginn der Pandemie haben Ärzt*innen viel über Covid-19 gelernt. Dennoch können sie noch immer schwer vorhersagen, welche ihrer Patient*innen einen schweren Krankheitsverlauf haben werden. Nun berichtet die Onlineseite des „Münchner Merkur“ über einen neuen Biomarker, der diese Vorhersage ermöglichen soll. Leider wird der Aufbau der im Artikel erwähnten Studie kaum erklärt und die Untersuchungsergebnisse nicht durch unabhängige Experten eingeordnet. Stattdessen wurden unkritisch Informationen der Pressemitteilung einer an der Studie beteiligten Universität übernommen.
Seit Beginn der Pandemie haben Ärzt*innen viel über Covid-19 gelernt. Dennoch können sie noch immer schwer vorhersagen, welche ihrer Patient*innen einen schweren Krankheitsverlauf haben werden. Nun berichtet die Onlineseite des „Münchner Merkur“ über einen neuen Biomarker, der diese Vorhersage ermöglichen soll. Leider wird der Aufbau der im Artikel erwähnten Studie kaum erklärt und die Untersuchungsergebnisse nicht durch unabhängige Experten eingeordnet. Stattdessen wurden unkritisch Informationen der Pressemitteilung einer an der Studie beteiligten Universität übernommen.
Medien-Doktor Gesundheit
„Corona-Impfung für Kinder: Die wichtigsten Infos“
Veröffentlicht von:
Handelsblatt
Bewertet am:
8. Juni 2021
Bewertung:
Im Frühsommer 2021 nimmt die Anzahl der geimpften Erwachsenen in Deutschland stetig zu, nun sollen endlich auch die Kinder und Jugendlichen ihre Spritze erhalten. Oder etwa nicht? Ein Artikel im Handelsblatt (online) verspricht, die für diese schwierige Entscheidung nötigen Informationen zu liefern. Doch bleiben nach Lektüre des Textes noch viele Fragen offen: Wie unterscheiden sich Impfreaktionen bei Kindern von Erwachsenen? Genügen die bisherigen Studiendaten, um schwere Nebenwirkungen auszuschließen? Mehr Erklärungen zu diesen und ähnlichen Aspekten hätten den Leser*innen sicher weitergeholfen.
Im Frühsommer 2021 nimmt die Anzahl der geimpften Erwachsenen in Deutschland stetig zu, nun sollen endlich auch die Kinder und Jugendlichen ihre Spritze erhalten. Oder etwa nicht? Ein Artikel im Handelsblatt (online) verspricht, die für diese schwierige Entscheidung nötigen Informationen zu liefern. Doch bleiben nach Lektüre des Textes noch viele Fragen offen: Wie unterscheiden sich Impfreaktionen bei Kindern von Erwachsenen? Genügen die bisherigen Studiendaten, um schwere Nebenwirkungen auszuschließen? Mehr Erklärungen zu diesen und ähnlichen Aspekten hätten den Leser*innen sicher weitergeholfen.
Medien-Doktor Gesundheit
„Ivermectin gegen Corona: Der Streit um einen Hoffnungsträger“
Veröffentlicht von:
Die Welt
Bewertet am:
4. Mai 2021
Bewertung:
Erneut ist ein Wirkstoff als neue Therapie gegen Covid-19 im Gespräch und erneut fehlen überzeugende klinische Studien, um die Wirksamkeit der Arznei ernsthaft beurteilen zu können. Diesmal geht es um Ivermectin, eine Arznei, die gut gegen verschiedene Parasiten hilft. Sollte sie Ärzten und Patienten auch in der aktuellen Pandemie helfen? Dieser Frage geht ein aktueller Artikel in „Die Welt“ nach.
Erneut ist ein Wirkstoff als neue Therapie gegen Covid-19 im Gespräch und erneut fehlen überzeugende klinische Studien, um die Wirksamkeit der Arznei ernsthaft beurteilen zu können. Diesmal geht es um Ivermectin, eine Arznei, die gut gegen verschiedene Parasiten hilft. Sollte sie Ärzten und Patienten auch in der aktuellen Pandemie helfen? Dieser Frage geht ein aktueller Artikel in „Die Welt“ nach.



















