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Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.
Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.
Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

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Medien-Doktor Gesundheit
„Neues Alzheimer-Medikament: So funktioniert Lecanemab“ (Regionalmedien-Special)
Veröffentlicht von:
Berliner Morgenpost
Veröffentlicht am:
17. Dezember 2022
Bewertung:
In einem medizinischen Fachjournal wurden hoffnungsvolle Studienergebnisse zu einem Wirkstoff gegen die Alzheimer-Demenz präsentiert. Darüber berichtet ein Artikel in der Berliner Morgenpost ausführlich in einem Frage-Antwort-Format. Zahlreiche Zitate mehrerer Experten ordnen die vorliegenden Studiendaten ein, sowohl der Nutzen wie auch die möglichen Risiken der Therapie werden im journalistischen Beitrag ausführlich erläutert.
In einem medizinischen Fachjournal wurden hoffnungsvolle Studienergebnisse zu einem Wirkstoff gegen die Alzheimer-Demenz präsentiert. Darüber berichtet ein Artikel in der Berliner Morgenpost ausführlich in einem Frage-Antwort-Format. Zahlreiche Zitate mehrerer Experten ordnen die vorliegenden Studiendaten ein, sowohl der Nutzen wie auch die möglichen Risiken der Therapie werden im journalistischen Beitrag ausführlich erläutert.
Medien-Doktor Gesundheit
„Mediziner warnt vor Überdosierung: Hilfreicher Hype oder Humbug: Ist die zusätzliche Einnahme von Vitamin D3 wirklich nötig?“ (Regionalmedien-Special)
Veröffentlicht von:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Veröffentlicht am:
8. Dezember 2022
Bewertung:
Ein Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nimmt Postings von Influencern und Sportlerinnen zum Anlass, über die Folgen eines Vitamin-D-Mangels zu informieren. Es wird klar, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel im Körper eine wichtige Rolle spielt. Allerdings wird der konkrete Nutzen nicht genau beschrieben. Der Text stützt sich in großen Teilen auf die Aussagen eines Experten, der zwar Präsident einer Fachgesellschaft ist, selbst aber seit Jahrzehnten nicht mehr zu forschen scheint. Auch wird er mit einer Aussage zum täglichen Vitamin-D-Bedarf zitiert, die so nicht korrekt ist.
Ein Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nimmt Postings von Influencern und Sportlerinnen zum Anlass, über die Folgen eines Vitamin-D-Mangels zu informieren. Es wird klar, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel im Körper eine wichtige Rolle spielt. Allerdings wird der konkrete Nutzen nicht genau beschrieben. Der Text stützt sich in großen Teilen auf die Aussagen eines Experten, der zwar Präsident einer Fachgesellschaft ist, selbst aber seit Jahrzehnten nicht mehr zu forschen scheint. Auch wird er mit einer Aussage zum täglichen Vitamin-D-Bedarf zitiert, die so nicht korrekt ist.
Medien-Doktor Gesundheit
„Neue Studie: Verblüffende Entdeckung von Forschern: Schützt Kaffee wirklich vor einer Corona-Infektion?“ (Regionalmedien-Special)
Veröffentlicht von:
Nürnberger Nachrichten
Veröffentlicht am:
23. November 2022
Bewertung:
Inhaltsstoffe aus Kaffee sollen vor einer Corona-Infektion schützen, so berichtet die Regionalzeitung „Nürnberger Nachrichten“ in Bezug auf eine aktuelle Studie. Im journalistischen Beitrag finden sich allerdings sachliche Fehler, die teilweise bereits in der Pressemitteilung zur Studie enthalten sind. Obwohl es sich um Studienergebnisse aus Laborexperimenten handelt, wird im ersten Teil des Artikels behauptet, dass Kaffeekonsum „somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen“ kann. Eine Aussage, die sich aus dieser wissenschaftlichen Untersuchung nicht seriös ableiten lässt. Immerhin ordnet ein unabhängiger Experte die Studienergebnisse am Ende des Artikels ein, relativiert damit jedoch die insgesamt zu positive Gesamtdarstellung des Beitrags nur wenig.
Inhaltsstoffe aus Kaffee sollen vor einer Corona-Infektion schützen, so berichtet die Regionalzeitung „Nürnberger Nachrichten“ in Bezug auf eine aktuelle Studie. Im journalistischen Beitrag finden sich allerdings sachliche Fehler, die teilweise bereits in der Pressemitteilung zur Studie enthalten sind. Obwohl es sich um Studienergebnisse aus Laborexperimenten handelt, wird im ersten Teil des Artikels behauptet, dass Kaffeekonsum „somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen“ kann. Eine Aussage, die sich aus dieser wissenschaftlichen Untersuchung nicht seriös ableiten lässt. Immerhin ordnet ein unabhängiger Experte die Studienergebnisse am Ende des Artikels ein, relativiert damit jedoch die insgesamt zu positive Gesamtdarstellung des Beitrags nur wenig.
Medien-Doktor Gesundheit
„Kreuzbandriss ohne OP heilen“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
Lisa
Veröffentlicht am:
16. November 2022
Bewertung:
In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.
In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.
Medien-Doktor Gesundheit
„Künstliche Kniegelenke – Immer mehr junge Patienten“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
Bild der Frau
Veröffentlicht am:
28. Oktober 2022
Bewertung:
In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.
In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.
Medien-Doktor Gesundheit
„Jahrelang Kopfweh und dann stoppte eine Spritze den Schmerz“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
Bild der Frau
Veröffentlicht am:
20. Oktober 2022
Bewertung:
Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.
Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.
Medien-Doktor Gesundheit
„Der Rich-Woman-Effekt: Das passiert, wenn du dreimal die Woche Sport machst“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
brigitte.de
Veröffentlicht am:
7. Oktober 2022
Bewertung:
In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.
In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.
Medien-Doktor Gesundheit
„Neues Medikament gegen Tierhaar-Allergie: Doch noch ein Haustier?!“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
Bild der Frau
Veröffentlicht am:
14. September 2022
Bewertung:
In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Bild der Frau“ wird über einen neuen Therapieansatz gegen eine Katzenallergie berichtet. Der Artikel ist optisch attraktiv gestaltet, ansprechend und verständlich geschrieben. Es wird im Text deutlich, dass sich die Behandlung in der derzeit laufenden, weltweiten Studie noch bewähren muss. Allerdings wird kaum auf mögliche Nebenwirkungen eingegangen und es kommen keine unabhängigen Expert*innen im Text zu Wort.
In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Bild der Frau“ wird über einen neuen Therapieansatz gegen eine Katzenallergie berichtet. Der Artikel ist optisch attraktiv gestaltet, ansprechend und verständlich geschrieben. Es wird im Text deutlich, dass sich die Behandlung in der derzeit laufenden, weltweiten Studie noch bewähren muss. Allerdings wird kaum auf mögliche Nebenwirkungen eingegangen und es kommen keine unabhängigen Expert*innen im Text zu Wort.
Medien-Doktor Gesundheit
„Wie Globuli bei Arthrose die Heilung aktivieren“ (Frauenzeitschriften-Special)
Veröffentlicht von:
Tina
Veröffentlicht am:
2. September 2022
Bewertung:
In einem Beitrag der Zeitschrift „Tina“ berichtet ein Arzt, wie er die Beschwerden einer Patientin mit Kniearthrose mit Hilfe von Homöopathie angeblich lindern konnte. Wissenschaftliche Belege für diese scheinbare Wirksamkeit werden im Artikel nicht erwähnt, auch keine unabhängigen Expert*innen dazu zitiert. Mögliche Risiken der Therapie werden nicht angesprochen. Auch wird die Kontroverse um homöopathische Behandlungen nicht erläutert.
In einem Beitrag der Zeitschrift „Tina“ berichtet ein Arzt, wie er die Beschwerden einer Patientin mit Kniearthrose mit Hilfe von Homöopathie angeblich lindern konnte. Wissenschaftliche Belege für diese scheinbare Wirksamkeit werden im Artikel nicht erwähnt, auch keine unabhängigen Expert*innen dazu zitiert. Mögliche Risiken der Therapie werden nicht angesprochen. Auch wird die Kontroverse um homöopathische Behandlungen nicht erläutert.
Medien-Doktor Ernährung
„Essen gegen Arthrose: Diese Lebensmittel beugen Gelenk-Problemen im Alter vor“
Veröffentlicht von:
Focus Online
Veröffentlicht am:
29. August 2022
Bewertung:
Eine Sport- und Ernährungsmedizinerin empfiehlt in einem unterhaltsamen Beitrag ihrer Kolumne auf Focus Online bestimmte Lebensmittel gegen chronische Entzündungen und Arthrose. Die Studien, auf die sie verweist, sind rund zehn Jahre alt und nur wenig aussagekräftig. Eine der Studien wurde von einer Lobbygruppe finanziert und an Laborratten durchgeführt. Doch von all dem erfahren Leserinnen und Leser nichts.
Eine Sport- und Ernährungsmedizinerin empfiehlt in einem unterhaltsamen Beitrag ihrer Kolumne auf Focus Online bestimmte Lebensmittel gegen chronische Entzündungen und Arthrose. Die Studien, auf die sie verweist, sind rund zehn Jahre alt und nur wenig aussagekräftig. Eine der Studien wurde von einer Lobbygruppe finanziert und an Laborratten durchgeführt. Doch von all dem erfahren Leserinnen und Leser nichts.

























