Dein Medien-Doktor
Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?
Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.
Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.
Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

Gutachten
Fachressorts
Spezialist:innen
Die Medien-Doktor Ressorts
Die Medien-Doktor Ressorts
Alle Gutachten-Feed
Medien Doktor Umwelt
„Strahlung: So groß sind Ängste – und so groß die Gefahren“
Veröffentlicht von:
WAZ
Veröffentlicht am:
16. Dezember 2019
Bewertung:
Ein Artikel in der WAZ berichtet über eine aktuelle Umfrage des Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Die Ergebnisse werden korrekt wiedergegeben, jedoch fehlt eine zweite Quelle und auch sonst eine Einordnung der vielen angeführten Zahlen.
Ein Artikel in der WAZ berichtet über eine aktuelle Umfrage des Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Die Ergebnisse werden korrekt wiedergegeben, jedoch fehlt eine zweite Quelle und auch sonst eine Einordnung der vielen angeführten Zahlen.
Medien Doktor Gesundheit
„Was bringt der Verzehr der Nachgeburt?“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Veröffentlicht am:
6. Dezember 2019
Bewertung:
Frauen sollen ihre eigene Plazenta verspeisen? Was manche für natürlich halten, finden viele andere schon als Vorstellung widerlich. Im aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks wird jedoch nicht über die emotionalen Reaktionen auf diesen US-Trend berichtet. Stattdessen wird darüber berichtet, ob und wie sehr die außergewöhnliche Mahlzeit der Gesundheit dienen kann. Ein Thema, das sicher viele Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert, leider jedoch nur oberflächlich dargestellt wird. Eine Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz fehlt völlig.
Frauen sollen ihre eigene Plazenta verspeisen? Was manche für natürlich halten, finden viele andere schon als Vorstellung widerlich. Im aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks wird jedoch nicht über die emotionalen Reaktionen auf diesen US-Trend berichtet. Stattdessen wird darüber berichtet, ob und wie sehr die außergewöhnliche Mahlzeit der Gesundheit dienen kann. Ein Thema, das sicher viele Zuhörerinnen und Zuhörer interessiert, leider jedoch nur oberflächlich dargestellt wird. Eine Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz fehlt völlig.
Medien Doktor Gesundheit
„Durchbruch für Mukoviszidose-Patienten – doch Mängel im System“
Veröffentlicht von:
Tagesspiegel
Veröffentlicht am:
15. November 2019
Bewertung:
Mukoviszidose gilt als die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Nun ist in den USA ein Medikament zugelassen worden, das vielleicht 90 Prozent der Patienten helfen könnte. Nächsten Sommer soll es auch hierzulande auf den Markt kommen. Grund genug, um über die Erkrankung und die Therapie zu berichten, zumal der aktuelle Beitrag im Tagesspiegel sich nicht allein auf die neue Behandlung beschränkt, sondern deutlich macht, dass viel mehr nötig ist, um diese Patienten gut zu versorgen.
Mukoviszidose gilt als die häufigste Erbkrankheit in Deutschland. Nun ist in den USA ein Medikament zugelassen worden, das vielleicht 90 Prozent der Patienten helfen könnte. Nächsten Sommer soll es auch hierzulande auf den Markt kommen. Grund genug, um über die Erkrankung und die Therapie zu berichten, zumal der aktuelle Beitrag im Tagesspiegel sich nicht allein auf die neue Behandlung beschränkt, sondern deutlich macht, dass viel mehr nötig ist, um diese Patienten gut zu versorgen.
Medien Doktor Umwelt
„Umweltschutzprogramm – Chinas Luft wird besser“
Veröffentlicht von:
Der Spiegel (online)
Veröffentlicht am:
8. November 2019
Bewertung:
Der Schadstoffausstoß chinesischer Kraftwerke ging in den letzten Jahren zurück, ergab die Auswertung eines neu aufgebauten Messnetzes. Ein Spiegel Online-Beitrag berichtet über eine aktuell dazu publizierte Studie, verwirrt aber mit Aussagen zu Treibhausgasen, die in der Fachpublikation gar nicht vorkommen.
Der Schadstoffausstoß chinesischer Kraftwerke ging in den letzten Jahren zurück, ergab die Auswertung eines neu aufgebauten Messnetzes. Ein Spiegel Online-Beitrag berichtet über eine aktuell dazu publizierte Studie, verwirrt aber mit Aussagen zu Treibhausgasen, die in der Fachpublikation gar nicht vorkommen.
Medien Doktor Gesundheit
„Die Charité: Neue Hilfe gegen Grünen Star“
Veröffentlicht von:
RBB
Veröffentlicht am:
8. November 2019
Bewertung:
Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.
Ein Beitrag im Inforadio des RBB berichtet über ein Therapieverfahren gegen den Grünen Star (Glaukom). Allerdings erfahren die Hörer lediglich, wie der Eingriff bei einer einzigen Person abläuft. Doch wird weder der Nutzen der Operation in konkreten Zahlenangaben beschrieben, noch werden mögliche Risiken des Verfahrens thematisiert. Auch über vorhandene wissenschaftliche Studien erfahren die Zuhörer nichts, und außer der behandelnden Ärztin kommt kein weiterer Experte zu Wort.
Medien Doktor Gesundheit
„Mimik des Arztes beeinflusst Schmerzempfinden von Patienten“
Veröffentlicht von:
Berliner Morgenpost
Veröffentlicht am:
24. Oktober 2019
Bewertung:
Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.
Es klingt ein wenig nach Magie – oder nach Hokuspokus: Eine Salbe lindert Schmerzen, selbst wenn sie gar keinen Wirkstoff enthält. Entscheidend dafür soll sein, dass die behandelnden Ärzte von der Wirkung des Präparats überzeugt sind. In einem Beitrag der Deutschen Presseagentur (dpa), wie ihn die Berliner Morgenpost aufgegriffen hat, wird über eine aktuell publizierte Studie berichtet, in der genau dieser Effekt beobachtet wurde. Leider ordnet der journalistische Artikel die Aussagen der Studienautoren jedoch nicht ein und versäumt es auch, dieses eigentlich lebensnahe Thema anschaulich und unterhaltsam aufzubereiten.
Medien Doktor Gesundheit
„Schutz gegen Kurzsichtigkeit“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Veröffentlicht am:
17. Oktober 2019
Bewertung:
Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.
Ein Gift der Tollkirsche soll es richten: Atropin-Tropfen sollen das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit ausbremsen – angesichts der stark ansteigenden Anzahl kurzsichtiger Kinder wäre das eine hoffnungsvolle Aussicht. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie haben Augenärzte den neuesten Stand dieses Forschungsansatzes vorgestellt, wie ein Beitrag des Deutschlandfunks auf weitgehend verständliche Art und Weise berichtet.
Medien Doktor Gesundheit
„Rotes Fleisch und Würste sind laut Forschern doch nicht so ungesund“
Veröffentlicht von:
NZZ (online)
Veröffentlicht am:
10. Oktober 2019
Bewertung:
Seit Jahren warnen Mediziner vor dem Konsum von rotem Fleisch. Bratwurst, Schweinebraten, Rindsroulade waren als gesundheitsschädlich verfemt. Doch nun behaupten Forscher eines internationalen Konsortiums, dass alles anders sei: Man könne jenes Fleisch getrost essen, relevante gesundheitliche Nachteile seien nicht zu erwarten. Wie diese überraschende Schlussfolgerung zustande kommt, erklärt ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung auf sehr fundierte Art und Weise.
Seit Jahren warnen Mediziner vor dem Konsum von rotem Fleisch. Bratwurst, Schweinebraten, Rindsroulade waren als gesundheitsschädlich verfemt. Doch nun behaupten Forscher eines internationalen Konsortiums, dass alles anders sei: Man könne jenes Fleisch getrost essen, relevante gesundheitliche Nachteile seien nicht zu erwarten. Wie diese überraschende Schlussfolgerung zustande kommt, erklärt ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung auf sehr fundierte Art und Weise.
Medien Doktor Gesundheit
„Käse schützt die Gefäße vor Schäden durch zu viel Salz“
Veröffentlicht von:
t-online.de
Veröffentlicht am:
30. September 2019
Bewertung:
Genuss und Gesundheitsprävention lässt sich auf einfache Weise kombinieren, suggeriert ein Bericht auf der Internetseite von t-online: Der Konsum von Käse soll demnach angeblich dabei helfen, die Nachteile einer salzreichen Ernährung zu neutralisieren. Untersuchungen der Blutgefäße, Blutdruckmessungen und Urinproben hätten gezeigt, dass dies möglich sei. Der Beitrag ordnet die Studienergebnisse jedoch zu wenig ein, etwa wie klein die Aussagekraft einer so kleinen und kurzen Ernährungsstudie hat; es waren insgesamt nur elf Probanden.
Genuss und Gesundheitsprävention lässt sich auf einfache Weise kombinieren, suggeriert ein Bericht auf der Internetseite von t-online: Der Konsum von Käse soll demnach angeblich dabei helfen, die Nachteile einer salzreichen Ernährung zu neutralisieren. Untersuchungen der Blutgefäße, Blutdruckmessungen und Urinproben hätten gezeigt, dass dies möglich sei. Der Beitrag ordnet die Studienergebnisse jedoch zu wenig ein, etwa wie klein die Aussagekraft einer so kleinen und kurzen Ernährungsstudie hat; es waren insgesamt nur elf Probanden.
Medien Doktor Umwelt
„Nicht mehr alle Vögel da“
Veröffentlicht von:
Die Tageszeitung
Veröffentlicht am:
27. September 2019
Bewertung:
Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.
Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.

























