Dein Medien-Doktor Gesundheit

Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung

Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.

Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.

Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit

Medien-Doktor Gesundheit

„Hoffnung bei Multipler Sklerose Erste Patienten werden in Hamburg und Tübingen mit neuer Therapie behandelt“

Veröffentlicht von:

tagesspiegel.de

Bewertet am:

13. März 2026

Bewertung:

Der journalistische Beitrag im TAGESSPIEGEL berichtet über einzelne Patienten mit Multipler Sklerose, die eine experimentelle CAR-T-Zelltherapie erhalten haben. Die Hoffnung dabei ist, dass diese Behandlung besser wirken könnte als bisherige Standardtherapien mit Antikörpern. Insgesamt enthält der Artikel alle wichtigen Elemente und Erklärungen, etwa, wie die CAR-T-Zelltherapie funktioniert, wie sie helfen soll, was man bisher weiß und dass noch klinische Studien nötig sind. Allerdings werden keine unabhängigen Expert*innen im Text zitiert, auch ist der Aufbau des Artikels verwirrend.

Der journalistische Beitrag im TAGESSPIEGEL berichtet über einzelne Patienten mit Multipler Sklerose, die eine experimentelle CAR-T-Zelltherapie erhalten haben. Die Hoffnung dabei ist, dass diese Behandlung besser wirken könnte als bisherige Standardtherapien mit Antikörpern. Insgesamt enthält der Artikel alle wichtigen Elemente und Erklärungen, etwa, wie die CAR-T-Zelltherapie funktioniert, wie sie helfen soll, was man bisher weiß und dass noch klinische Studien nötig sind. Allerdings werden keine unabhängigen Expert*innen im Text zitiert, auch ist der Aufbau des Artikels verwirrend.

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tagesspiegel.de

Bewertet am:

13. März 2026

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Medien-Doktor Gesundheit

„Endlich die Revolution, die Herzinfarkte verhindert?: „Dieses Medikament senkt Cholesterin viel besser als Statine““

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Tagesspiegel

Bewertet am:

19. November 2025

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Der journalistische Artikel im Tagesspiegel berichtet über den Cholesterinsenker Enlicitide, der in einer Studie in Tablettenform getestet wurde. Bislang gab es Medikamente dieser Wirkstoffgruppe nur als Injektion. Im ersten Drittel des Textes kommt die Frage auf, ob es sich hierbei um einen Durchbruch bei der Therapie von Blutgefäßerkrankungen handle. Auch wenn dies als Frage formuliert wird, werden hier doch große Hoffnungen zum Nutzen des Medikaments geweckt, die aus den bislang bekannten Studienergebnissen nicht erfüllt werden können. Zudem ist der Text an mancher Stelle schwer verständlich geschrieben, ein Anlass für die Berichterstattung erschließt sich nicht.

Der journalistische Artikel im Tagesspiegel berichtet über den Cholesterinsenker Enlicitide, der in einer Studie in Tablettenform getestet wurde. Bislang gab es Medikamente dieser Wirkstoffgruppe nur als Injektion. Im ersten Drittel des Textes kommt die Frage auf, ob es sich hierbei um einen Durchbruch bei der Therapie von Blutgefäßerkrankungen handle. Auch wenn dies als Frage formuliert wird, werden hier doch große Hoffnungen zum Nutzen des Medikaments geweckt, die aus den bislang bekannten Studienergebnissen nicht erfüllt werden können. Zudem ist der Text an mancher Stelle schwer verständlich geschrieben, ein Anlass für die Berichterstattung erschließt sich nicht.

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Tagesspiegel

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19. November 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Neue Studie: Cannabis-Arznei lindert chronischen Rückenschmerz“

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Der Standard

Bewertet am:

29. Oktober 2025

Bewertung:

Der journalistische Beitrag der Tageszeitung Der Standard (online) beleuchtet ein für viele Menschen relevantes und aktuelles Thema verständlich und routiniert: den Einsatz eines Cannabis-Extrakts gegen chronische Rückenschmerzen. Die Ergebnisse der vorgestellten Studie werden nicht übertrieben dargestellt, allerdings fehlt der direkte Vergleich mit den Alternativen, und auch die Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo werden nicht ausreichend genannt.

Der journalistische Beitrag der Tageszeitung Der Standard (online) beleuchtet ein für viele Menschen relevantes und aktuelles Thema verständlich und routiniert: den Einsatz eines Cannabis-Extrakts gegen chronische Rückenschmerzen. Die Ergebnisse der vorgestellten Studie werden nicht übertrieben dargestellt, allerdings fehlt der direkte Vergleich mit den Alternativen, und auch die Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo werden nicht ausreichend genannt.

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Der Standard

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29. Oktober 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Postpartale Depression: Was bringt neue Pille Zuranolon?“

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Hamburger Abendblatt (online)

Bewertet am:

26. September 2025

Bewertung:

In der EU ist ein neues Medikament zugelassen worden: Das Präparat Zuranolon, das Wochenbettdepressionen wirksam und rasch mildern soll. Der journalistische Beitrag im Hamburger Abendblatt (online) stellt die Arznei kurz vor und lässt ihre Wirksamkeit vom Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe einordnen. Sein Fazit: Eine postpartale Depression ist eine Erkrankung, die unbedingt behandlungsbedürftig ist; ob Zuranolon dabei ein Mittel der Wahl ist, bleibt jedoch abzuwarten, und in einem ganzheitlichen Therapieansatz gehört zu einer medikamentösen Unterstützung immer auch eine psychotherapeutische Behandlung. Auf die Ergebnisse der für die Zulassung relevanten Studien geht der Artikel leider nicht ein.

In der EU ist ein neues Medikament zugelassen worden: Das Präparat Zuranolon, das Wochenbettdepressionen wirksam und rasch mildern soll. Der journalistische Beitrag im Hamburger Abendblatt (online) stellt die Arznei kurz vor und lässt ihre Wirksamkeit vom Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe einordnen. Sein Fazit: Eine postpartale Depression ist eine Erkrankung, die unbedingt behandlungsbedürftig ist; ob Zuranolon dabei ein Mittel der Wahl ist, bleibt jedoch abzuwarten, und in einem ganzheitlichen Therapieansatz gehört zu einer medikamentösen Unterstützung immer auch eine psychotherapeutische Behandlung. Auf die Ergebnisse der für die Zulassung relevanten Studien geht der Artikel leider nicht ein.

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Hamburger Abendblatt (online)

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26. September 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Kindern mit drei genetischen Eltern geht es gut“

Veröffentlicht von:

tagesschau.de

Bewertet am:

17. September 2025

Bewertung:

Der Artikel auf Tagesschau (online) berichtet über eine Studie, in der Forschende mitochondriale Spenden erfolgreich durchgeführt haben. Daraus sind acht gesunde Kinder entstanden. Leider finden sich keine Details dazu, wie der Gesundheitszustand der Kinder ermittelt wurde, was für die Nutzendarstellung hilfreich gewesen wäre. Es werden jedoch die Risiken thematisiert sowie Alternativen besprochen. Hervorzuheben ist, dass im Text die Euphorie der Studienautoren nicht ungefiltert zur Sprache kommt. Stattdessen wird Optimismus mit einer Prise Vorsicht vermittelt. Dies ist bei schwerwiegenden Krankheiten besonders wichtig, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.

Der Artikel auf Tagesschau (online) berichtet über eine Studie, in der Forschende mitochondriale Spenden erfolgreich durchgeführt haben. Daraus sind acht gesunde Kinder entstanden. Leider finden sich keine Details dazu, wie der Gesundheitszustand der Kinder ermittelt wurde, was für die Nutzendarstellung hilfreich gewesen wäre. Es werden jedoch die Risiken thematisiert sowie Alternativen besprochen. Hervorzuheben ist, dass im Text die Euphorie der Studienautoren nicht ungefiltert zur Sprache kommt. Stattdessen wird Optimismus mit einer Prise Vorsicht vermittelt. Dies ist bei schwerwiegenden Krankheiten besonders wichtig, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.

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tagesschau.de

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17. September 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Fitnesspulver für die Psyche“

Veröffentlicht von:

FAZ.net

Bewertet am:

11. Juli 2025

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Taugt Kreatin als Wundermittel gegen Depression und Alzheimer? Ein Artikel der FAZ (online) greift Heilsversprechen auf Tiktok und anderswo im Netz auf und setzt ihnen Studienergebnisse und vorsichtige Abwägungen von Experten entgegen. Die Wirkungsweise von Kreatin wird anschaulich erklärt, eine Pilotstudie wird ausführlich vorgestellt, in der die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie in Kombination mit Kreatin untersucht wurde. Das angenehm zurückhaltende Fazit des Artikels: „Dass Kreatin etablierte Therapien ergänzen oder im Einzelfall ersetzen kann, ist nicht ausgeschlossen. Dass es allerdings gleich einen Strauß an Leiden lindern wird, ist wohl nicht zu erwarten.“

Taugt Kreatin als Wundermittel gegen Depression und Alzheimer? Ein Artikel der FAZ (online) greift Heilsversprechen auf Tiktok und anderswo im Netz auf und setzt ihnen Studienergebnisse und vorsichtige Abwägungen von Experten entgegen. Die Wirkungsweise von Kreatin wird anschaulich erklärt, eine Pilotstudie wird ausführlich vorgestellt, in der die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie in Kombination mit Kreatin untersucht wurde. Das angenehm zurückhaltende Fazit des Artikels: „Dass Kreatin etablierte Therapien ergänzen oder im Einzelfall ersetzen kann, ist nicht ausgeschlossen. Dass es allerdings gleich einen Strauß an Leiden lindern wird, ist wohl nicht zu erwarten.“

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FAZ.net

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11. Juli 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Mund zu Mouth Taping: Studie warnt vor Risiken von zugeklebtem Mund“

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dpa

Bewertet am:

21. Juni 2025

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Ein Artikel der dpa berichtet über eine Übersichtsstudie, die den Social-Media-Trend „Mouth Taping“ untersucht hat – eine Methode, die angeblich gegen Schnarchen, aber auch Schlafapnoe helfen soll. Das Thema ist aktuell und interessant, doch werden die Ergebnisse der Studie nicht in konkreten Zahlen wiedergegeben, stattdessen werden floskelartig Sätze zu „fehlender Evidenz“ wiederholt. Das Ganze klingt wie eine Übersetzung (aus dem Englischen), da einige Formulierungen ungelenk sind. Zudem fehlt eine Einordnung der Untersuchung in die bisherige Studienlage, wobei die Studienautoren die Limitationen ihrer Übersichtsarbeit in der Fachpublikation durchaus diskutieren. Auch kommen keine Wissenschaftler*innen zu Wort, die nicht an der Studie beteiligt waren.

Ein Artikel der dpa berichtet über eine Übersichtsstudie, die den Social-Media-Trend „Mouth Taping“ untersucht hat – eine Methode, die angeblich gegen Schnarchen, aber auch Schlafapnoe helfen soll. Das Thema ist aktuell und interessant, doch werden die Ergebnisse der Studie nicht in konkreten Zahlen wiedergegeben, stattdessen werden floskelartig Sätze zu „fehlender Evidenz“ wiederholt. Das Ganze klingt wie eine Übersetzung (aus dem Englischen), da einige Formulierungen ungelenk sind. Zudem fehlt eine Einordnung der Untersuchung in die bisherige Studienlage, wobei die Studienautoren die Limitationen ihrer Übersichtsarbeit in der Fachpublikation durchaus diskutieren. Auch kommen keine Wissenschaftler*innen zu Wort, die nicht an der Studie beteiligt waren.

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dpa

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21. Juni 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Die Rettung des Knorpels“

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FAZ.net

Bewertet am:

29. April 2025

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Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (online) berichtet über die Behandlung von Kniearthrose. Der Text räumt mit dem Dogma auf, dass Knorpelgewebe nach Zerstörung nicht wieder nachwachsen kann und stellt die Distraktionstherapie als neue Therapieform vor. Dafür wird eine niederländische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 zitiert, auch werden zwei Wissenschaftler befragt. Es werden auch detailreich andere mögliche Therapien ebenso wie Präventionsmaßnamen für die Knie-Arthrose dargestellt. Leider werden mögliche Nebenwirkungen der Distraktionsbehandlung nicht erwähnt. So entsteht leider ein verzerrtes Bild dieser Behandlung, Formulierungen wie „kleine Sensation“ oder „wundersames Knorpelwachstum“ tragen zu dieser zu positiven Darstellung bei.

Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (online) berichtet über die Behandlung von Kniearthrose. Der Text räumt mit dem Dogma auf, dass Knorpelgewebe nach Zerstörung nicht wieder nachwachsen kann und stellt die Distraktionstherapie als neue Therapieform vor. Dafür wird eine niederländische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 zitiert, auch werden zwei Wissenschaftler befragt. Es werden auch detailreich andere mögliche Therapien ebenso wie Präventionsmaßnamen für die Knie-Arthrose dargestellt. Leider werden mögliche Nebenwirkungen der Distraktionsbehandlung nicht erwähnt. So entsteht leider ein verzerrtes Bild dieser Behandlung, Formulierungen wie „kleine Sensation“ oder „wundersames Knorpelwachstum“ tragen zu dieser zu positiven Darstellung bei.

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FAZ.net

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29. April 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Die Gürtelrose-Impfung könnte vor Demenz schützen“

Veröffentlicht von:

Zeit Online

Bewertet am:

16. April 2025

Bewertung:

Der journalistische Beitrag von ZEIT online berichtet über eine aktuelle Studie im Fachjournal „Nature“, die darauf hinweist, dass eine Impfung gegen Gürtelrose das Risiko senken könnte, an Demenz zu erkranken, zumindest bei Frauen. Es fehlen jedoch absolute Zahlen zum Nutzen; Nebenwirkungen der Impfung werden nicht erwähnt. Mehrere Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, ordnen die Ergebnisse ein. Es wird noch ausreichend erklärt, wie die Studie aufgebaut war, und dass sie trotz vielversprechender Ergebnisse keinen kausalen Zusammenhang nachweisen kann. Der Beitrag macht deutlich, dass die Wissenschaftler noch nicht wissen, worauf der schützende Effekt beruhen könnte, und stellt verschiedene Hypothesen dazu vor.

Der journalistische Beitrag von ZEIT online berichtet über eine aktuelle Studie im Fachjournal „Nature“, die darauf hinweist, dass eine Impfung gegen Gürtelrose das Risiko senken könnte, an Demenz zu erkranken, zumindest bei Frauen. Es fehlen jedoch absolute Zahlen zum Nutzen; Nebenwirkungen der Impfung werden nicht erwähnt. Mehrere Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, ordnen die Ergebnisse ein. Es wird noch ausreichend erklärt, wie die Studie aufgebaut war, und dass sie trotz vielversprechender Ergebnisse keinen kausalen Zusammenhang nachweisen kann. Der Beitrag macht deutlich, dass die Wissenschaftler noch nicht wissen, worauf der schützende Effekt beruhen könnte, und stellt verschiedene Hypothesen dazu vor.

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Zeit Online

Bewertet am:

16. April 2025

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Medien-Doktor Gesundheit

„Erstmals Daten zur Wirksamkeit der MPox-Impfung: Schon eine Impfdosis schützt – aber nicht alle“

Veröffentlicht von:

Tagesspiegel

Bewertet am:

4. April 2025

Bewertung:

Der journalistische Beitrag des „Tagesspiegel“ (online) berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit des Pockenimpfstoffs Imvanex gegen MPox, eine Erkrankung, die früher als „Affenpocken“ bezeichnet wurde. Bereits nach einer einzelnen Impfdosis ist ein deutlicher Nutzen nachweisbar. Es fehlen allerdings absolute Zahlen im Text, zur Anzahl der Infektionen mit und ohne Impfschutz. Es wird jedoch erläutert, dass der Impfschutz nach nur einer Injektion für Menschen mit HIV nicht gegeben ist. Ob eine zweite Impfdosis für Menschen mit HIV dann einen ausreichenden Schutz schaffen kann, ist der vorliegenden Studie nicht zu entnehmen, dies wird im Beitrag klar dargestellt. Ebenso wird erwähnt, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Nebenwirkungen werden benannt und grob quantifiziert. Der Artikel lehnt sich allerdings an die Pressemitteilung der Charité an und bezieht keine unabhängigen Expert*innen ein, die die Studie einordnen könnten.

Der journalistische Beitrag des „Tagesspiegel“ (online) berichtet über eine Studie zur Wirksamkeit des Pockenimpfstoffs Imvanex gegen MPox, eine Erkrankung, die früher als „Affenpocken“ bezeichnet wurde. Bereits nach einer einzelnen Impfdosis ist ein deutlicher Nutzen nachweisbar. Es fehlen allerdings absolute Zahlen im Text, zur Anzahl der Infektionen mit und ohne Impfschutz. Es wird jedoch erläutert, dass der Impfschutz nach nur einer Injektion für Menschen mit HIV nicht gegeben ist. Ob eine zweite Impfdosis für Menschen mit HIV dann einen ausreichenden Schutz schaffen kann, ist der vorliegenden Studie nicht zu entnehmen, dies wird im Beitrag klar dargestellt. Ebenso wird erwähnt, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Nebenwirkungen werden benannt und grob quantifiziert. Der Artikel lehnt sich allerdings an die Pressemitteilung der Charité an und bezieht keine unabhängigen Expert*innen ein, die die Studie einordnen könnten.

Veröffentlicht von:

Tagesspiegel

Bewertet am:

4. April 2025

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