Dein Medien-Doktor Gesundheit

Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung

Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.

Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.

Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit

Medien-Doktor Gesundheit

„Kreuzbandriss ohne OP heilen“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

Lisa

Bewertet am:

16. November 2022

Bewertung:

In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.

In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.

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Lisa

Bewertet am:

16. November 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Künstliche Kniegelenke – Immer mehr junge Patienten“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Bild der Frau

Bewertet am:

28. Oktober 2022

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In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.

In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.

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Bild der Frau

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28. Oktober 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Jahrelang Kopfweh und dann stoppte eine Spritze den Schmerz“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Bild der Frau

Bewertet am:

20. Oktober 2022

Bewertung:

Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.

Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.

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Bild der Frau

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20. Oktober 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Der Rich-Woman-Effekt: Das passiert, wenn du dreimal die Woche Sport machst“ (Frauenzeitschriften-Special)

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brigitte.de

Bewertet am:

7. Oktober 2022

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In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.

In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.

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brigitte.de

Bewertet am:

7. Oktober 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Neues Medikament gegen Tierhaar-Allergie: Doch noch ein Haustier?!“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Bild der Frau

Bewertet am:

14. September 2022

Bewertung:

In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Bild der Frau“ wird über einen neuen Therapieansatz gegen eine Katzenallergie berichtet. Der Artikel ist optisch attraktiv gestaltet, ansprechend und verständlich geschrieben. Es wird im Text deutlich, dass sich die Behandlung in der derzeit laufenden, weltweiten Studie noch bewähren muss. Allerdings wird kaum auf mögliche Nebenwirkungen eingegangen und es kommen keine unabhängigen Expert*innen im Text zu Wort.

In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Bild der Frau“ wird über einen neuen Therapieansatz gegen eine Katzenallergie berichtet. Der Artikel ist optisch attraktiv gestaltet, ansprechend und verständlich geschrieben. Es wird im Text deutlich, dass sich die Behandlung in der derzeit laufenden, weltweiten Studie noch bewähren muss. Allerdings wird kaum auf mögliche Nebenwirkungen eingegangen und es kommen keine unabhängigen Expert*innen im Text zu Wort.

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Bild der Frau

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14. September 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Wie Globuli bei Arthrose die Heilung aktivieren“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Tina

Bewertet am:

2. September 2022

Bewertung:

In einem Beitrag der Zeitschrift „Tina“ berichtet ein Arzt, wie er die Beschwerden einer Patientin mit Kniearthrose mit Hilfe von Homöopathie angeblich lindern konnte. Wissenschaftliche Belege für diese scheinbare Wirksamkeit werden im Artikel nicht erwähnt, auch keine unabhängigen Expert*innen dazu zitiert. Mögliche Risiken der Therapie werden nicht angesprochen. Auch wird die Kontroverse um homöopathische Behandlungen nicht erläutert.

In einem Beitrag der Zeitschrift „Tina“ berichtet ein Arzt, wie er die Beschwerden einer Patientin mit Kniearthrose mit Hilfe von Homöopathie angeblich lindern konnte. Wissenschaftliche Belege für diese scheinbare Wirksamkeit werden im Artikel nicht erwähnt, auch keine unabhängigen Expert*innen dazu zitiert. Mögliche Risiken der Therapie werden nicht angesprochen. Auch wird die Kontroverse um homöopathische Behandlungen nicht erläutert.

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Tina

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2. September 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Brille? Ohne mich!“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Laura

Bewertet am:

9. August 2022

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In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Laura“ wird über die persönliche Erfahrung einer Redakteurin bei einer Augen-Operation berichtet. Da die Journalistin keine Gleitsichtbrille tragen möchte, entscheidet sie, sich multifokale Kunstlinsen einsetzen zu lassen. Leider erwähnt der Artikel jedoch nicht in konkreten Zahlen, welche Vorteile diese Operation für die Patientin bietet, auch auf mögliche Risiken geht der Text nicht ein. Zu Wort kommt nur der behandelnde Arzt, unabhängige Expert*innen werden leider nicht zitiert.

In einem journalistischen Beitrag der Zeitschrift „Laura“ wird über die persönliche Erfahrung einer Redakteurin bei einer Augen-Operation berichtet. Da die Journalistin keine Gleitsichtbrille tragen möchte, entscheidet sie, sich multifokale Kunstlinsen einsetzen zu lassen. Leider erwähnt der Artikel jedoch nicht in konkreten Zahlen, welche Vorteile diese Operation für die Patientin bietet, auch auf mögliche Risiken geht der Text nicht ein. Zu Wort kommt nur der behandelnde Arzt, unabhängige Expert*innen werden leider nicht zitiert.

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Laura

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9. August 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Medikament HEILT Darmkrebs“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Neues für die Frau

Bewertet am:

28. Juli 2022

Bewertung:

Einen Durchbruch in der Krebstherapie kündigt ein Artikel in der Monatszeitschrift „Neues für die Frau“ an: Patient*innen mit Darmkrebs seien von ihrer Erkrankung geheilt worden, ohne Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie. Dass nur eine kleine Gruppe von Darmkrebspatienten bislang für diese spezielle Behandlung in Frage kommt, wird erst spät im Text erklärt, Nebenwirkungen und Kosten der Therapie gar nicht erwähnt. Auch kommt kein*e unabhängig*e Expert*in zu Wort, um die Studienergebnisse einzuordnen.

Einen Durchbruch in der Krebstherapie kündigt ein Artikel in der Monatszeitschrift „Neues für die Frau“ an: Patient*innen mit Darmkrebs seien von ihrer Erkrankung geheilt worden, ohne Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie. Dass nur eine kleine Gruppe von Darmkrebspatienten bislang für diese spezielle Behandlung in Frage kommt, wird erst spät im Text erklärt, Nebenwirkungen und Kosten der Therapie gar nicht erwähnt. Auch kommt kein*e unabhängig*e Expert*in zu Wort, um die Studienergebnisse einzuordnen.

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Neues für die Frau

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28. Juli 2022

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„Nie mehr Knieschmerzen“ (Frauenzeitschriften-Special)

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Bild der Frau

Bewertet am:

15. Juli 2022

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Ein journalistischer Beitrag aus „Bild der Frau“ berichtet über eine neue Behandlungsmöglichkeit gegen Arthrose. Allerdings wird die Therapie übertrieben positiv dargestellt, eine Einordnung – etwa durch unabhängige Expert*innen – findet nicht statt. Da es bislang keine effektive Behandlung gegen Arthrose gibt und die Betroffenen oft unter großem Leidensdruck stehen, werden hier Hoffnungen geschürt, von denen unklar ist, ob sie erfüllt werden können.

Ein journalistischer Beitrag aus „Bild der Frau“ berichtet über eine neue Behandlungsmöglichkeit gegen Arthrose. Allerdings wird die Therapie übertrieben positiv dargestellt, eine Einordnung – etwa durch unabhängige Expert*innen – findet nicht statt. Da es bislang keine effektive Behandlung gegen Arthrose gibt und die Betroffenen oft unter großem Leidensdruck stehen, werden hier Hoffnungen geschürt, von denen unklar ist, ob sie erfüllt werden können.

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Bild der Frau

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15. Juli 2022

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Medien-Doktor Gesundheit

„Neue Therapie gegen Haarausfall“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

Tina

Bewertet am:

4. Juli 2022

Bewertung:

Kreisrunder Haarausfall ist zweifellos eine Erkrankung, die psychisch belastet. Da erscheint es wichtig und sinnvoll, über eine mögliche neue Therapie dagegen zu berichten, wie im vorliegenden Artikel der Zeitschrift „Tina“. Leider werden die im Text erläuterten Studien jedoch nicht durch unabhängige Expert*innen eingeordnet, auch auf Risiken oder Nebenwirkungen geht der Text nicht ein.

Kreisrunder Haarausfall ist zweifellos eine Erkrankung, die psychisch belastet. Da erscheint es wichtig und sinnvoll, über eine mögliche neue Therapie dagegen zu berichten, wie im vorliegenden Artikel der Zeitschrift „Tina“. Leider werden die im Text erläuterten Studien jedoch nicht durch unabhängige Expert*innen eingeordnet, auch auf Risiken oder Nebenwirkungen geht der Text nicht ein.

Veröffentlicht von:

Tina

Bewertet am:

4. Juli 2022

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