Dein Medien-Doktor Gesundheit

Förderung kritischer und verlässlicher Medizinberichterstattung

Gesundheitsthemen betreffen früher oder später jede und jeden, teilweise auf existenzielle Weise. Journalistinnen und Journalisten kommt hier eine besondere Verantwortung zu: Einerseits sollen sie über Fortschritte in der Medizin berichten, andererseits dürfen sie keine falschen Erwartungen oder unnötige Ängste bei Betroffenen wecken.

Um eine differenzierte und hochwertige Berichterstattung über Medizinthemen zu fördern, betreibt der Medien-Doktor daher seit 2010 ein konstruktives Medienmonitoring nach Vorbildern aus Australien und den USA (HealthNewsReview). Deren international etablierte Kriterien wurden dazu entlang der Qualitätsforschung im Journalismus weiterentwickelt und berücksichtigen wissenschaftliche ebenso wie allgemeinjournalistische Aspekte.

Auf dieser Basis veröffentlicht der heutige Medien-Doktor GESUNDHEIT weiterhin regelmäßig Gutachten zur Qualität aktueller Beiträge aus dem Medizin- und Gesundheitsjournalismus und gibt Empfehlungen zur Verbesserung. Zeitweise wurden auch Pressemitteilungen aus der Wissenschaft begutachtet.

Alle Gutachten Gesundheit

Medien-Doktor Gesundheit

„Erfolgsmeldung mit Lücken“

Veröffentlicht von:

Der Spiegel (online)

Bewertet am:

14. November 2020

Bewertung:

Menschen sind der Pandemie zunehmend müde, nach Monaten der Vorsicht und Einschränkungen im Alltag. Umso wichtiger ist es, keine ungerechtfertigten Hoffnungen zu wecken, ob und wann ein Impfstoff gegen das neue Coronavirus zur Verfügung stehen könnte. Einem journalistischen Beitrag auf Spiegel Online gelingt dies auf herausragende Weise: Der Artikel macht deutlich, dass die Studiendaten vielversprechend sind, erklärt jedoch auch ausführlich die eingeschränkte Aussagekraft der Zwischenergebnisse.

Menschen sind der Pandemie zunehmend müde, nach Monaten der Vorsicht und Einschränkungen im Alltag. Umso wichtiger ist es, keine ungerechtfertigten Hoffnungen zu wecken, ob und wann ein Impfstoff gegen das neue Coronavirus zur Verfügung stehen könnte. Einem journalistischen Beitrag auf Spiegel Online gelingt dies auf herausragende Weise: Der Artikel macht deutlich, dass die Studiendaten vielversprechend sind, erklärt jedoch auch ausführlich die eingeschränkte Aussagekraft der Zwischenergebnisse.

Veröffentlicht von:

Der Spiegel (online)

Bewertet am:

14. November 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Bekanntes Antidepressivum: Prozac wirkt gegen Covid-19“

Veröffentlicht von:

ntv.de

Bewertet am:

2. November 2020

Bewertung:

Um möglichst rasch einen schlagkräftigen Wirkstoff gegen Sars-CoV-2 zu finden, probieren viele Forscher momentan bereits bekannte Medikamente gegen das neue Coronavirus aus. Ein Bericht auf ntv.de berichtet nun über eine Studie unter anderem mit Fluoxetin – einem Antidepressivum, das besser unter dem Markennamen Prozac bekannt ist. Dieser Ansatz an sich ist interessant. Allerdings ist angesichts der Flut an Information zu möglichen Therapien gegen das neue Coronavirus zu bedenken, ob eine Studie in Zellkultur – mit geringer Aussagekraft über die Wirksamkeit am Menschen – tatsächlich berichtenswert ist. Zumal der journalistische Beitrag viele Textpassagen aus einer Pressemitteilung der an der Studie beteiligten Universität übernimmt.

Um möglichst rasch einen schlagkräftigen Wirkstoff gegen Sars-CoV-2 zu finden, probieren viele Forscher momentan bereits bekannte Medikamente gegen das neue Coronavirus aus. Ein Bericht auf ntv.de berichtet nun über eine Studie unter anderem mit Fluoxetin – einem Antidepressivum, das besser unter dem Markennamen Prozac bekannt ist. Dieser Ansatz an sich ist interessant. Allerdings ist angesichts der Flut an Information zu möglichen Therapien gegen das neue Coronavirus zu bedenken, ob eine Studie in Zellkultur – mit geringer Aussagekraft über die Wirksamkeit am Menschen – tatsächlich berichtenswert ist. Zumal der journalistische Beitrag viele Textpassagen aus einer Pressemitteilung der an der Studie beteiligten Universität übernimmt.

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ntv.de

Bewertet am:

2. November 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„WHO-Studie stellt Wirksamkeit von Covid-19-Medikament infrage“

Veröffentlicht von:

Tagesspiegel

Bewertet am:

22. Oktober 2020

Bewertung:

Was für eine Enttäuschung: Remdesivir galt bislang als eines der wenigen Medikamente, die etwas gegen Covid-19 auszurichten schienen. Nun aber zeigen Zwischenergebnisse einer internationalen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Remdesivir weder die Sterblichkeit der Patienten senkt, noch die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzt. Über diese wichtigen, neuen Informationen berichtet der Tagesspiegel in einem aktuellen Artikel. Doch leider werden manche Aspekte zu wenig erklärt, andere gar nicht erwähnt, wie etwa die Qualität der bisherigen Studien.

Was für eine Enttäuschung: Remdesivir galt bislang als eines der wenigen Medikamente, die etwas gegen Covid-19 auszurichten schienen. Nun aber zeigen Zwischenergebnisse einer internationalen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Remdesivir weder die Sterblichkeit der Patienten senkt, noch die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzt. Über diese wichtigen, neuen Informationen berichtet der Tagesspiegel in einem aktuellen Artikel. Doch leider werden manche Aspekte zu wenig erklärt, andere gar nicht erwähnt, wie etwa die Qualität der bisherigen Studien.

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Tagesspiegel

Bewertet am:

22. Oktober 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Trumps Antikörper-Cocktail: Virologe erklärt, warum sein Corona-Schutz nur kurz hält“

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Focus Online

Bewertet am:

19. Oktober 2020

Bewertung:

Unglaublich habe er sich nach der Behandlung gefühlt, berichtete der US-Präsident, nachdem er nach seiner Covid-19-Erkrankung das Krankenhaus verlassen hatte. Er sprach sogar von einem „Heilmittel“ gegen das neue Coronavirus. Umso wichtiger ist es, dass Focus Online zeitnah beleuchtet, was es mit der Antikörper-Therapie auf sich hat, die Donald Trump so lauthals anpreist. Schade ist allerdings, dass im journalistischen Beitrag zu wenig darauf eingegangen wird, wie viel man bislang über die Wirksamkeit der Behandlung weiß, und ob es bislang zu Nebenwirkungen gekommen ist.

Unglaublich habe er sich nach der Behandlung gefühlt, berichtete der US-Präsident, nachdem er nach seiner Covid-19-Erkrankung das Krankenhaus verlassen hatte. Er sprach sogar von einem „Heilmittel“ gegen das neue Coronavirus. Umso wichtiger ist es, dass Focus Online zeitnah beleuchtet, was es mit der Antikörper-Therapie auf sich hat, die Donald Trump so lauthals anpreist. Schade ist allerdings, dass im journalistischen Beitrag zu wenig darauf eingegangen wird, wie viel man bislang über die Wirksamkeit der Behandlung weiß, und ob es bislang zu Nebenwirkungen gekommen ist.

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Focus Online

Bewertet am:

19. Oktober 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Die Krux mit den Antigen-Tests“

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Der Spiegel (online)

Bewertet am:

9. Oktober 2020

Bewertung:

Viele Menschen dürften die Covid-19-Erkrankung Donald Trumps in den vergangenen Tagen mit großem Interesse verfolgt haben. Wie aber wurde die Infektion mit Sars-CoV-2 bei ihm nachgewiesen? Und welche Tests werden bei den Mitarbeitern im Weißen Haus überhaupt verwendet? Ein aktueller Artikel auf Spiegel Online greift diese Fragen auf, was interessant und lobenswert ist. Allerdings wären an mancher Stelle ein paar mehr Erläuterungen (besonders zum Nutzen der Tests) hilfreich gewesen. Auch wird nicht deutlich, inwiefern die Testverfahren im Weißen Haus in Rahmen der neuen Teststrategie auch in Deutschland eingesetzt werden sollen.

Viele Menschen dürften die Covid-19-Erkrankung Donald Trumps in den vergangenen Tagen mit großem Interesse verfolgt haben. Wie aber wurde die Infektion mit Sars-CoV-2 bei ihm nachgewiesen? Und welche Tests werden bei den Mitarbeitern im Weißen Haus überhaupt verwendet? Ein aktueller Artikel auf Spiegel Online greift diese Fragen auf, was interessant und lobenswert ist. Allerdings wären an mancher Stelle ein paar mehr Erläuterungen (besonders zum Nutzen der Tests) hilfreich gewesen. Auch wird nicht deutlich, inwiefern die Testverfahren im Weißen Haus in Rahmen der neuen Teststrategie auch in Deutschland eingesetzt werden sollen.

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Der Spiegel (online)

Bewertet am:

9. Oktober 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Neue Hoffnung? Mundspülung könnte die Corona-Ansteckungsgefahr verringern“

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RTL.de

Bewertet am:

2. Oktober 2020

Bewertung:

Auf den ersten Blick klingt es nach einer verblüffend einfachen Strategie: Eine Mundspüllösung soll die Anzahl der Coronaviren im Mund-Rachenraum deutlich reduzieren. Inwiefern die Ergebnisse einer Laborstudie auf den Menschen übertragbar sind, darüber berichtet ein aktueller Beitrag auf RTL.de. Dabei wird von Beginn an klargemacht, dass dieser Zusammenhang bisher nur in Zellkulturen getestet wurde. Allerdings sind die Informationen im Artikel sehr knapp dargestellt, an einigen Stellen hätte man sich auch mehr Klarheit und Einordnung gewünscht.

Auf den ersten Blick klingt es nach einer verblüffend einfachen Strategie: Eine Mundspüllösung soll die Anzahl der Coronaviren im Mund-Rachenraum deutlich reduzieren. Inwiefern die Ergebnisse einer Laborstudie auf den Menschen übertragbar sind, darüber berichtet ein aktueller Beitrag auf RTL.de. Dabei wird von Beginn an klargemacht, dass dieser Zusammenhang bisher nur in Zellkulturen getestet wurde. Allerdings sind die Informationen im Artikel sehr knapp dargestellt, an einigen Stellen hätte man sich auch mehr Klarheit und Einordnung gewünscht.

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RTL.de

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2. Oktober 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Echinacea-Extrakt kann Sars-CoV-2 in der Zellkultur inaktivieren – doch wird das helfen?“

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NZZ

Bewertet am:

17. September 2020

Bewertung:

Groß ist der Wunsch, sich in der bald anbrechenden, kalten Jahreszeit gegen das neue Coronavirus zu wappnen. Kaum verwunderlich also, dass das Naturprodukt Echinacea in Apotheken in der Schweiz zeitweilig ausverkauft war, nachdem Medien über eine mögliche Schutzwirkung des Mittels berichtet hatten. Sie bezogen sich auf eine aktuelle Studie, in der die Wirkung auf Sars-CoV-2 allerdings nur im Laborversuch getestet wurde, nicht am Menschen. Dies macht ein aktueller Bericht der Neuen Zürcher Zeitung deutlich. Leider wird im Beitrag jedoch nicht klar, dass einige der an der Studie beteiligten Wissenschaftler für die Schweizer Firma tätig sind, die das Produkt verkauft.

Groß ist der Wunsch, sich in der bald anbrechenden, kalten Jahreszeit gegen das neue Coronavirus zu wappnen. Kaum verwunderlich also, dass das Naturprodukt Echinacea in Apotheken in der Schweiz zeitweilig ausverkauft war, nachdem Medien über eine mögliche Schutzwirkung des Mittels berichtet hatten. Sie bezogen sich auf eine aktuelle Studie, in der die Wirkung auf Sars-CoV-2 allerdings nur im Laborversuch getestet wurde, nicht am Menschen. Dies macht ein aktueller Bericht der Neuen Zürcher Zeitung deutlich. Leider wird im Beitrag jedoch nicht klar, dass einige der an der Studie beteiligten Wissenschaftler für die Schweizer Firma tätig sind, die das Produkt verkauft.

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NZZ

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17. September 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Corona-Schutz: Maske oder Visier?“

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WDR

Bewertet am:

10. September 2020

Bewertung:

Selbst genäht und gut geschützt? Worauf es bei Schutzmasken ankommt und welchen Schutz Visiere gegen eine Infektion gegen das neue Coronavirus bieten, wird derzeit intensiv diskutiert. Da ist es positiv zu werten, dass sich ein Fernsehbeitrag des WDR der Thematik annimmt und versucht, verlässliche Antworten zu geben. Anschaulich und lebendig werden Zusammenhänge erklärt sowie der Aufbau einer aktuellen Studie dargestellt. Dabei wird allerdings leider versäumt, die sehr eingeschränkte Aussagekraft dieser noch unveröffentlichten Untersuchung zu thematisieren.

Selbst genäht und gut geschützt? Worauf es bei Schutzmasken ankommt und welchen Schutz Visiere gegen eine Infektion gegen das neue Coronavirus bieten, wird derzeit intensiv diskutiert. Da ist es positiv zu werten, dass sich ein Fernsehbeitrag des WDR der Thematik annimmt und versucht, verlässliche Antworten zu geben. Anschaulich und lebendig werden Zusammenhänge erklärt sowie der Aufbau einer aktuellen Studie dargestellt. Dabei wird allerdings leider versäumt, die sehr eingeschränkte Aussagekraft dieser noch unveröffentlichten Untersuchung zu thematisieren.

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WDR

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10. September 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Experte: 'Es war nicht einfach, die Schutzwirkung von Masken zu beweisen'“

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Berliner Zeitung (online)

Bewertet am:

10. August 2020

Bewertung:

Kaum ein Thema wurde in den vergangenen Monaten so intensiv diskutiert wie die Frage, ob das Tragen eines Mundschutzes vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen kann. Lange zögerten etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Robert-Koch-Institut (RKI), diese Maßnahme flächendeckend zu empfehlen. Wie aber kam es zu dieser Verzögerung? Und auf welchen Daten beruhen die Empfehlungen eigentlich? Ein Interview in der Berliner Zeitung mit einem der Studienautoren einer großen Metaanalyse zum Thema klärt viele offene Fragen und legt dar, wie schwierig es war und ist, verlässliche Daten zum Thema zu generieren.

Kaum ein Thema wurde in den vergangenen Monaten so intensiv diskutiert wie die Frage, ob das Tragen eines Mundschutzes vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen kann. Lange zögerten etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie auch das Robert-Koch-Institut (RKI), diese Maßnahme flächendeckend zu empfehlen. Wie aber kam es zu dieser Verzögerung? Und auf welchen Daten beruhen die Empfehlungen eigentlich? Ein Interview in der Berliner Zeitung mit einem der Studienautoren einer großen Metaanalyse zum Thema klärt viele offene Fragen und legt dar, wie schwierig es war und ist, verlässliche Daten zum Thema zu generieren.

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Berliner Zeitung (online)

Bewertet am:

10. August 2020

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Medien-Doktor Gesundheit

„Hat Russland den Corona-Impfstoff schon?“

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Tagesspiegel

Bewertet am:

6. August 2020

Bewertung:

Längst hat sich die Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus auch zu einem politischen Wettstreit entwickelt. In einem Beitrag des „Tagesspiegel“ wird nun der Chef eines russischen Staatsfonds zitiert, der das internationale Wettrennen um einen Impfstoff mit jenem um den ersten Satelliten im All vergleicht. Russland will auch diesmal ganz vorn mit dabei sein, im August schon sollen Ärzte, Pflegepersonal und Lehrer den noch nicht zugelassenen Impfstoff erhalten. Was über den Wirkstoff bekannt ist und warum dieses Vorgehen riskant ist, beschreibt der Artikel recht kurz und knapp.

Längst hat sich die Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus auch zu einem politischen Wettstreit entwickelt. In einem Beitrag des „Tagesspiegel“ wird nun der Chef eines russischen Staatsfonds zitiert, der das internationale Wettrennen um einen Impfstoff mit jenem um den ersten Satelliten im All vergleicht. Russland will auch diesmal ganz vorn mit dabei sein, im August schon sollen Ärzte, Pflegepersonal und Lehrer den noch nicht zugelassenen Impfstoff erhalten. Was über den Wirkstoff bekannt ist und warum dieses Vorgehen riskant ist, beschreibt der Artikel recht kurz und knapp.

Veröffentlicht von:

Tagesspiegel

Bewertet am:

6. August 2020

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