Dein Medien-Doktor

Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?

Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.

Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.

Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

Gutachten

Fachressorts

Spezialist:innen

Die Medien-Doktor Ressorts

Medien-Doktor Gesundheit

„Pflanzengift könnte Tausende Menschen retten: Neues Antibiotikum aus Berlin“ (Regionalmedien-Special)

Veröffentlicht von:

Berliner Zeitung

Veröffentlicht am:

6. Februar 2023

Bewertung:

In Laborexperimenten haben Forschende den Wirkstoff Albicidin als mögliches neues Antibiotikum ausgemacht, auch gegen multiresistente Bakterien, berichtet die Berliner Zeitung. Allerdings wurde im journalistischen Beitrag weitgehend der Text einer Pressemitteilung übernommen. Sprachlich und in seinen Erklärungen ist der Artikel leider nur schwer verständlich.

In Laborexperimenten haben Forschende den Wirkstoff Albicidin als mögliches neues Antibiotikum ausgemacht, auch gegen multiresistente Bakterien, berichtet die Berliner Zeitung. Allerdings wurde im journalistischen Beitrag weitgehend der Text einer Pressemitteilung übernommen. Sprachlich und in seinen Erklärungen ist der Artikel leider nur schwer verständlich.

Veröffentlicht von:

Berliner Zeitung

Bewertet am:

6. Februar 2023

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Mythos im Check: Hilft Baden wirklich bei Erkältung? Die Antwort überrascht“ (Regionalmedien-Special)

Veröffentlicht von:

www.nordbayern.de

Veröffentlicht am:

23. Januar 2023

Bewertung:

Ob ein altes Hausmittel gegen Erkältungen hilft, darüber möchte ein Artikel der Nordbayern-Redaktion aufklären. Ein heißes Bad könne helfen, besser zu atmen und die Symptome einer beginnenden Erkältung zu lindern, sollte aber bei Fieber oder starker Erkältung gemieden werden, heißt es. In diesem Ratgeber-Text wird zwar anschaulich über das Thema berichtet, doch werden keinerlei wissenschaftliche Belege für die Behauptungen aufgeführt.

Ob ein altes Hausmittel gegen Erkältungen hilft, darüber möchte ein Artikel der Nordbayern-Redaktion aufklären. Ein heißes Bad könne helfen, besser zu atmen und die Symptome einer beginnenden Erkältung zu lindern, sollte aber bei Fieber oder starker Erkältung gemieden werden, heißt es. In diesem Ratgeber-Text wird zwar anschaulich über das Thema berichtet, doch werden keinerlei wissenschaftliche Belege für die Behauptungen aufgeführt.

Veröffentlicht von:

www.nordbayern.de

Bewertet am:

23. Januar 2023

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Kein Lifestylemedikament. Semaglutid: Ist dieses Medikament der ersehnte „Gamechanger“ bei Adipositas? (Regionalmedien-Special)“

Veröffentlicht von:

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Veröffentlicht am:

16. Januar 2023

Bewertung:

Ob sich das neue Medikament Semaglutid als Lifestyle-Medikament gegen Übergewicht eignet, wird im vorliegenden journalistischen Beitrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung diskutiert. Im Artikel werden zwei wissenschaftliche Studien erwähnt und die Therapie von zwei Experten eingeordnet, die nicht an den Studien beteiligt waren. Der Artikel ist attraktiv geschrieben, gut verständlich, allein der Nutzen etwas irreführend dargestellt. Der Aspekt der Interessenkonflikte wird leider nicht hinreichend dargestellt.

Ob sich das neue Medikament Semaglutid als Lifestyle-Medikament gegen Übergewicht eignet, wird im vorliegenden journalistischen Beitrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung diskutiert. Im Artikel werden zwei wissenschaftliche Studien erwähnt und die Therapie von zwei Experten eingeordnet, die nicht an den Studien beteiligt waren. Der Artikel ist attraktiv geschrieben, gut verständlich, allein der Nutzen etwas irreführend dargestellt. Der Aspekt der Interessenkonflikte wird leider nicht hinreichend dargestellt.

Veröffentlicht von:

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bewertet am:

16. Januar 2023

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Neues Alzheimer-Medikament: So funktioniert Lecanemab“ (Regionalmedien-Special)

Veröffentlicht von:

Berliner Morgenpost

Veröffentlicht am:

17. Dezember 2022

Bewertung:

In einem medizinischen Fachjournal wurden hoffnungsvolle Studienergebnisse zu einem Wirkstoff gegen die Alzheimer-Demenz präsentiert. Darüber berichtet ein Artikel in der Berliner Morgenpost ausführlich in einem Frage-Antwort-Format. Zahlreiche Zitate mehrerer Experten ordnen die vorliegenden Studiendaten ein, sowohl der Nutzen wie auch die möglichen Risiken der Therapie werden im journalistischen Beitrag ausführlich erläutert.

In einem medizinischen Fachjournal wurden hoffnungsvolle Studienergebnisse zu einem Wirkstoff gegen die Alzheimer-Demenz präsentiert. Darüber berichtet ein Artikel in der Berliner Morgenpost ausführlich in einem Frage-Antwort-Format. Zahlreiche Zitate mehrerer Experten ordnen die vorliegenden Studiendaten ein, sowohl der Nutzen wie auch die möglichen Risiken der Therapie werden im journalistischen Beitrag ausführlich erläutert.

Veröffentlicht von:

Berliner Morgenpost

Bewertet am:

17. Dezember 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Mediziner warnt vor Überdosierung: Hilfreicher Hype oder Humbug: Ist die zusätzliche Einnahme von Vitamin D3 wirklich nötig?“ (Regionalmedien-Special)

Veröffentlicht von:

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Veröffentlicht am:

8. Dezember 2022

Bewertung:

Ein Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nimmt Postings von Influencern und Sportlerinnen zum Anlass, über die Folgen eines Vitamin-D-Mangels zu informieren. Es wird klar, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel im Körper eine wichtige Rolle spielt. Allerdings wird der konkrete Nutzen nicht genau beschrieben. Der Text stützt sich in großen Teilen auf die Aussagen eines Experten, der zwar Präsident einer Fachgesellschaft ist, selbst aber seit Jahrzehnten nicht mehr zu forschen scheint. Auch wird er mit einer Aussage zum täglichen Vitamin-D-Bedarf zitiert, die so nicht korrekt ist.

Ein Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nimmt Postings von Influencern und Sportlerinnen zum Anlass, über die Folgen eines Vitamin-D-Mangels zu informieren. Es wird klar, dass Vitamin D für den Knochenstoffwechsel im Körper eine wichtige Rolle spielt. Allerdings wird der konkrete Nutzen nicht genau beschrieben. Der Text stützt sich in großen Teilen auf die Aussagen eines Experten, der zwar Präsident einer Fachgesellschaft ist, selbst aber seit Jahrzehnten nicht mehr zu forschen scheint. Auch wird er mit einer Aussage zum täglichen Vitamin-D-Bedarf zitiert, die so nicht korrekt ist.

Veröffentlicht von:

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bewertet am:

8. Dezember 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Neue Studie: Verblüffende Entdeckung von Forschern: Schützt Kaffee wirklich vor einer Corona-Infektion?“ (Regionalmedien-Special)

Veröffentlicht von:

Nürnberger Nachrichten

Veröffentlicht am:

23. November 2022

Bewertung:

Inhaltsstoffe aus Kaffee sollen vor einer Corona-Infektion schützen, so berichtet die Regionalzeitung „Nürnberger Nachrichten“ in Bezug auf eine aktuelle Studie. Im journalistischen Beitrag finden sich allerdings sachliche Fehler, die teilweise bereits in der Pressemitteilung zur Studie enthalten sind. Obwohl es sich um Studienergebnisse aus Laborexperimenten handelt, wird im ersten Teil des Artikels behauptet, dass Kaffeekonsum „somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen“ kann. Eine Aussage, die sich aus dieser wissenschaftlichen Untersuchung nicht seriös ableiten lässt. Immerhin ordnet ein unabhängiger Experte die Studienergebnisse am Ende des Artikels ein, relativiert damit jedoch die insgesamt zu positive Gesamtdarstellung des Beitrags nur wenig.

Inhaltsstoffe aus Kaffee sollen vor einer Corona-Infektion schützen, so berichtet die Regionalzeitung „Nürnberger Nachrichten“ in Bezug auf eine aktuelle Studie. Im journalistischen Beitrag finden sich allerdings sachliche Fehler, die teilweise bereits in der Pressemitteilung zur Studie enthalten sind. Obwohl es sich um Studienergebnisse aus Laborexperimenten handelt, wird im ersten Teil des Artikels behauptet, dass Kaffeekonsum „somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen“ kann. Eine Aussage, die sich aus dieser wissenschaftlichen Untersuchung nicht seriös ableiten lässt. Immerhin ordnet ein unabhängiger Experte die Studienergebnisse am Ende des Artikels ein, relativiert damit jedoch die insgesamt zu positive Gesamtdarstellung des Beitrags nur wenig.

Veröffentlicht von:

Nürnberger Nachrichten

Bewertet am:

23. November 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Kreuzbandriss ohne OP heilen“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

Lisa

Veröffentlicht am:

16. November 2022

Bewertung:

In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.

In einem Artikel der Zeitschrift „Lisa“ wird über die Therapie von Kreuzbandrissen im Kniegelenk berichtet – und über eine angeblich neue Studie, die den Erfolg einer konservativen Behandlung mit dem eines chirurgischen Eingriffs verglich. Auch wenn der Begriff Studie sehr weitläufig verwendet werden kann, entsteht so der Eindruck, die Forscher hätten selbst neue klinische Studiendaten erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei der Fachpublikation um eine Meta-Analyse von Publikationen zu drei bereits abgeschlossenen Studien zum Thema. Vor allem aber ging es auch nicht um den Vergleich der konservativen Behandlung mit chirurgischen Eingriffen im Allgemeinen. Stattdessen sahen sich die Forschenden an, ob ein sofortiger Eingriff nach Kreuzbandriss gegenüber einer konservativen Therapie mit einer möglichen späteren Operation Vorteile bringt.

Veröffentlicht von:

Lisa

Bewertet am:

16. November 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Künstliche Kniegelenke – Immer mehr junge Patienten“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

Bild der Frau

Veröffentlicht am:

28. Oktober 2022

Bewertung:

In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.

In einem journalistischen Beitrag in „Bild der Frau“ wird über den Trend berichtet, dass zunehmend jüngere Menschen ein künstliches Kniegelenk erhalten. Vor allem geht es im Text um alternative Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Operation zumindest hinauszuschieben. Der Nutzen des Kniegelenkersatzes kommt dabei jedoch zu kurz. Zudem wird als alternative Behandlungsmöglichkeit die Einnahme von Trinkampullen mit Kollagen erwähnt, das den Gelenkknorpel angeblich geschmeidig halten soll, gleich neben einer großen Anzeige für ein solches Produkt. Unabhängige Experten oder Quellen kommen im Artikel leider nicht vor.

Veröffentlicht von:

Bild der Frau

Bewertet am:

28. Oktober 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Jahrelang Kopfweh und dann stoppte eine Spritze den Schmerz“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

Bild der Frau

Veröffentlicht am:

20. Oktober 2022

Bewertung:

Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.

Ein recht neuer Antikörper soll Patient*innen mit Migräne helfen, so erklärt es ein journalistischer Beitrag in der Frauenzeitschrift „Bild der Frau“. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird interessant und anschaulich dargelegt, wie genau diese Migräne-Spritze den Betroffenen helfen soll. Mögliche Risiken oder Nebenwirkungen werden dagegen nicht erwähnt. Auch kommen keine unabhängigen Expert*innen zu Wort, die das Potenzial dieser Therapie für die Patient*innen einordnen.

Veröffentlicht von:

Bild der Frau

Bewertet am:

20. Oktober 2022

Bewertung:

Medien-Doktor Gesundheit

„Der Rich-Woman-Effekt: Das passiert, wenn du dreimal die Woche Sport machst“ (Frauenzeitschriften-Special)

Veröffentlicht von:

brigitte.de

Veröffentlicht am:

7. Oktober 2022

Bewertung:

In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.

In einem Artikel des Online-Auftritts der Zeitschrift Brigitte wird über eine Studie berichtet, die den Einfluss von Sport auf die mentale Gesundheit untersucht hat. Demnach sollen drei bis fünf Einheiten für je 30 bis 60 Minuten „ideal“ sein, längere Einheiten dagegen das psychische Befinden wieder verschlechtern. Es werden indes keine unabhängigen Expert*innen oder Quellen im journalistischen Beitrag erwähnt, auch wird nicht deutlich gemacht, dass es sich bei diesen Studienergebnissen nur um Korrelationen handelt, ein ursächlicher Zusammenhang damit also nicht belegt ist.

Veröffentlicht von:

brigitte.de

Bewertet am:

7. Oktober 2022

Bewertung: