Dein Medien-Doktor
Was zeichnet gute und zuverlässige Informationen aus der Wissenschaft aus - und wie lassen sie sich erkennen?
Der Medien-Doktor entwickelt systematisch Qualitätskriterien und bewertet mit seinem Gutachterteam wissenschaftsjournalistischer Profis Beispiele aus dem Journalismus und der übrigen Wissenschaftskommunikation.
Hinzu kommen Handreichungen, Analysen und Hintergrundartikel sowie Link- und Materialsammlungen für Redaktionen, Forschende, Kommunikatoren oder für Lehrkräfte im Klassenzimmer.
Das mehrfach ausgezeichnete und international bekannte Projekt am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus ist mit seinen Standards vielerorts fester Bestandteil der journalistischen Ausbildung und deckt als eine Art Selbstlernzentrum verschiedene Disziplinen ab: von Gesundheits- und Ernährungsforschung über die Kommunikation von Kl bis hin zu umwelt- und sozialwissenschaftlichen Themen.

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Medien Doktor Umwelt
„Trinkwasser bereitet Naturschützern Kopfzerbrechen“
Veröffentlicht von:
Nürnberger Nachrichten
Veröffentlicht am:
2. Oktober 2014
Bewertung:
Ein Artikel im Lokalteil der Nürnberger Nachrichten greift aktuelle Untersuchungen zu Arzneimittelrückständen im Trinkwasser auf und berichtet insbesondere über die im Verbreitungsgebiet der Zeitung erhobenen Werte. Allerdings wird nicht recht klar, was wann genau gemessen wurde. Die eher verharmlosenden Stellungnahmen der kommunalen Versorger hinterfragt der Beitrag nicht.
Ein Artikel im Lokalteil der Nürnberger Nachrichten greift aktuelle Untersuchungen zu Arzneimittelrückständen im Trinkwasser auf und berichtet insbesondere über die im Verbreitungsgebiet der Zeitung erhobenen Werte. Allerdings wird nicht recht klar, was wann genau gemessen wurde. Die eher verharmlosenden Stellungnahmen der kommunalen Versorger hinterfragt der Beitrag nicht.
Medien Doktor Umwelt
„Ozonschicht der Erde erholt sich“
Veröffentlicht von:
ARD
Veröffentlicht am:
26. September 2014
Bewertung:
Die Tagesschau informiert über eine erfreuliche Entwicklung: die Ozonschicht beginne sich zu erholen und das Ozonloch über der Antarktis könnte sich wieder schließen. Der Beitrag bezieht sich dabei auf einen aktuellen Report von „Wissenschaftlern der Vereinten Nationen“. Ungenauigkeiten und Faktenfehler schmälern indes den Informationswert.
Die Tagesschau informiert über eine erfreuliche Entwicklung: die Ozonschicht beginne sich zu erholen und das Ozonloch über der Antarktis könnte sich wieder schließen. Der Beitrag bezieht sich dabei auf einen aktuellen Report von „Wissenschaftlern der Vereinten Nationen“. Ungenauigkeiten und Faktenfehler schmälern indes den Informationswert.
Medien Doktor Umwelt
„Energie-Studie: China überholt Öko-Spitzenreiter Deutschland“
Veröffentlicht von:
Spiegel Online
Veröffentlicht am:
24. September 2014
Bewertung:
Spiegel-Online berichtet über den raschen Ausbau erneuerbarer Energien in China. Deren Anteil habe fast das deutsche Niveau erreicht. Die Annahme im zugrunde liegenden Fachartikel, der globale freie Handel mit Solarmodulen und anderen Techniken für erneuerbare Energien werde das Klimaproblem lösen, wird nur sehr zurückhaltend in Frage gestellt.
Spiegel-Online berichtet über den raschen Ausbau erneuerbarer Energien in China. Deren Anteil habe fast das deutsche Niveau erreicht. Die Annahme im zugrunde liegenden Fachartikel, der globale freie Handel mit Solarmodulen und anderen Techniken für erneuerbare Energien werde das Klimaproblem lösen, wird nur sehr zurückhaltend in Frage gestellt.
Medien Doktor Umwelt
„Mehr Hitzetage im Weißeritztal“
Veröffentlicht von:
Sächsische Zeitung
Veröffentlicht am:
11. September 2014
Bewertung:
Die Sächsische Zeitung berichtet über Folgen des Klimawandels und beleuchtet viele Facetten des Themas, vor allem bezogen auf die Region östliches Erzgebirge und Sächsische Schweiz. Die regional differenzierten Daten werden auf dem Portal KlimafolgenOnline.com vom Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) bereitgestellt. Die journalistische Umsetzung weicht von dieser Quelle allerdings mehrfach ab und enthält eine Reihe von fehlerhaften oder übertriebenen Angaben.
Die Sächsische Zeitung berichtet über Folgen des Klimawandels und beleuchtet viele Facetten des Themas, vor allem bezogen auf die Region östliches Erzgebirge und Sächsische Schweiz. Die regional differenzierten Daten werden auf dem Portal KlimafolgenOnline.com vom Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) bereitgestellt. Die journalistische Umsetzung weicht von dieser Quelle allerdings mehrfach ab und enthält eine Reihe von fehlerhaften oder übertriebenen Angaben.
Medien Doktor Umwelt
„Klimaschutz mit sechs Beinen“
Veröffentlicht von:
Süddeutsche Zeitung
Veröffentlicht am:
11. August 2014
Bewertung:
Ein Beitrag in der Süddeutschen Zeitung berichtet, dass Ameisen die Verwitterung von Gestein beschleunigen können. Bei diesem Prozess wird CO2 gebunden, und so spekulieren Wissenschaftler darüber, das Verfahren für den Klimaschutz einzusetzen. Das Vorgehen der Forscher wird gut beschrieben, doch macht der Beitrag nicht ausreichend deutlich, ob dies eine realistische Option sein könnte, der Atmosphäre CO2 zu entziehen.
Ein Beitrag in der Süddeutschen Zeitung berichtet, dass Ameisen die Verwitterung von Gestein beschleunigen können. Bei diesem Prozess wird CO2 gebunden, und so spekulieren Wissenschaftler darüber, das Verfahren für den Klimaschutz einzusetzen. Das Vorgehen der Forscher wird gut beschrieben, doch macht der Beitrag nicht ausreichend deutlich, ob dies eine realistische Option sein könnte, der Atmosphäre CO2 zu entziehen.
Medien Doktor Umwelt
„Klimawandel macht dem Antarktischen Seebären zu schaffen“
Veröffentlicht von:
Deutschlandfunk
Veröffentlicht am:
8. August 2014
Bewertung:
In einem Beitrag des Deutschlandfunks wird berichtet, dass sich die Zahl der Seebären an den Küsten einer Insel im Südatlantik verringere. Die Forscher sehen den Klimawandel als Ursache: Er dezimiere den Krill, von dem sich die Robben ernähren. Der Nahrungsmangel führe zu einer schärferen Auslese, sodass nur noch besonders kräftige Weibchen das Fortpflanzungsalter erreichen und Junge aufziehen könnten. Die komplexen biologischen Zusammenhänge werden jedoch im Beitrag nicht ausreichend erklärt.
In einem Beitrag des Deutschlandfunks wird berichtet, dass sich die Zahl der Seebären an den Küsten einer Insel im Südatlantik verringere. Die Forscher sehen den Klimawandel als Ursache: Er dezimiere den Krill, von dem sich die Robben ernähren. Der Nahrungsmangel führe zu einer schärferen Auslese, sodass nur noch besonders kräftige Weibchen das Fortpflanzungsalter erreichen und Junge aufziehen könnten. Die komplexen biologischen Zusammenhänge werden jedoch im Beitrag nicht ausreichend erklärt.
Medien Doktor Umwelt
„Im Mittelmeer gehen die Fischbestände zurück“
Veröffentlicht von:
Rhein-Zeitung
Veröffentlicht am:
28. Juli 2014
Bewertung:
Ein Artikel, der in der Rhein-Zeitung erschienen ist, und fast hundertprozentig einen Text der dpa übernimmt, stellt eine Studie zur Überfischung im Mittelmeer vor. Die Probleme werden, wenn auch mit wenigen konkreten Zahlen, sachlich dargestellt. Handlungsoptionen zeigt der Beitrag nicht auf. Eine Einordnung der Ergebnisse durch Wissenschaftler, die nicht an der Studie beteiligt waren, fehlt.
Ein Artikel, der in der Rhein-Zeitung erschienen ist, und fast hundertprozentig einen Text der dpa übernimmt, stellt eine Studie zur Überfischung im Mittelmeer vor. Die Probleme werden, wenn auch mit wenigen konkreten Zahlen, sachlich dargestellt. Handlungsoptionen zeigt der Beitrag nicht auf. Eine Einordnung der Ergebnisse durch Wissenschaftler, die nicht an der Studie beteiligt waren, fehlt.
Medien Doktor Umwelt
Sofort raus aus der Kohle (Klima-Special)
Veröffentlicht von:
taz - die tageszeitung
Veröffentlicht am:
25. Juli 2014
Bewertung:
Ein Artikel in der taz stellt anlässlich des jüngsten Berichts der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats IPCC fest, dass die Emissionen von Treibhausgasen in den letzten Jahren dramatisch zugenommen haben. Er konstatiert, dass eine Vielzahl von möglichen Gegenmaßnahmen ergriffen werden müsse, um die zusätzliche Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Ein Artikel in der taz stellt anlässlich des jüngsten Berichts der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats IPCC fest, dass die Emissionen von Treibhausgasen in den letzten Jahren dramatisch zugenommen haben. Er konstatiert, dass eine Vielzahl von möglichen Gegenmaßnahmen ergriffen werden müsse, um die zusätzliche Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Medien Doktor Umwelt
„Unwillkommene Exoten“
Veröffentlicht von:
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Veröffentlicht am:
23. Juli 2014
Bewertung:
Ein Artikel in der FAZ beschäftigt sich mit der Problematik exotischer Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten und einheimische Arten in freier Natur verdrängen, so genannter invasiver Neophyten. Der Internethandel trage zu deren Ausbreitung bei, heißt es. Die zugrunde liegende Studie ist jedoch nicht geeignet, dies nachzuweisen.
Ein Artikel in der FAZ beschäftigt sich mit der Problematik exotischer Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten und einheimische Arten in freier Natur verdrängen, so genannter invasiver Neophyten. Der Internethandel trage zu deren Ausbreitung bei, heißt es. Die zugrunde liegende Studie ist jedoch nicht geeignet, dies nachzuweisen.
Medien Doktor Umwelt
„Die Klimawende – möglich und bezahlbar“ (Klima-Special)
Veröffentlicht von:
Stuttgarter Zeitung
Veröffentlicht am:
21. Juli 2014
Bewertung:
Am Tag nach der Veröffentlichung des 3. Teilberichts des Weltklimarats IPCC berichtet die Stuttgarter Zeitung über dessen Ergebnisse. Der Beitrag stellt die Aussagen des Reports weitgehend korrekt dar, verzichtet jedoch auf eigene Hintergrundrecherche und findet auch keinen eigenständigen Ansatz in der Vermittlung.
Am Tag nach der Veröffentlichung des 3. Teilberichts des Weltklimarats IPCC berichtet die Stuttgarter Zeitung über dessen Ergebnisse. Der Beitrag stellt die Aussagen des Reports weitgehend korrekt dar, verzichtet jedoch auf eigene Hintergrundrecherche und findet auch keinen eigenständigen Ansatz in der Vermittlung.















