Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.

Exkursion aktuell

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„Nicht mehr alle Vögel da“

Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.

„Nicht mehr alle Vögel da“

„POP-Schadstoffe – Produktion umstrittener Chlorparaffine steigt“

Der Deutschlandfunk berichtet über Ergebnisse von Untersuchungen im Auftrag der WHO – demnach sind Chlorparaffine sind die häufigsten langlebigen organischen Schadstoffe in der Muttermilch. Sie gelten als gesundheitlich bedenklich. Warum sie dennoch so vielfältig eingesetzt werden, wird im Beitrag nicht ausreichend deutlich.


„Bitte Folie, aber kein Plastik“

Forschung zu alternativen Verpackungsmaterialien für Lebensmittel in Deutschland könne dazu beitragen, den Plastikstrudel im Pazifik zu verringern – das legt ein Beitrag in der Sächsischen Zeitung nahe. Genauere Belege für diesen Zusammenhang fehlen indes in dem Artikel. Es werden Forschungsarbeiten eines Dresdener Fraunhofer-Instituts vorgestellt, ohne eine Einschätzung durch eine weitere, unabhängige Quelle einzuholen.


„Holz oder Stein?“

Gebäude mit einem Tragwerk aus Holz sind für die Klimabilanz günstiger als solche aus Stein, erläutert ein informativer und gut lesbarer Beitrag in den Stuttgarter Nachrichten. Er beleuchtet viele, auch regionale Aspekte. Warum die Holzbauten trotz der geschilderten Vorteile hierzulande immer noch weitaus seltener sind als beispielweise in Skandinavien, wird am Ende nicht ganz klar.


„Rasante Erderwärmung war Grund für weltgrößtes Massenaussterben“

Eine Studie hat untersucht, warum vor rund 250 Millionen Jahren ein Großteil aller Arten ausstarb. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die rasche Erwärmung und der damit einhergehende Sauerstoffmangel im Meer die Hauptursachen des Massenaussterbens waren; sie sehen Parallelen zum heutigen Klimawandel. Das Vorgehen der Wissenschaftler stellt der Beitrag nicht in allen Punkten korrekt dar.