Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.

Exkursion aktuell

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„Beifang landet trotz Verbot im Meer“

Der Beitrag in der Rhein-Zeitung befasst sich mit dem Rückwurfverbot für Fische, die nur versehentlich ins Netz gehen. Trotz des von der EU beschlossenen Verbots werden sie vielfach noch ins Meer zurückgeworfen, wo sie oft nicht überleben, berichtet der Text und zieht dafür verschiedene Quellen heran. Doch wird am Ende nicht ganz klar, was Fischer beispielsweise davon abhält, die im Beitrag als Lösungsansatz erwähnten selektiveren Netze zu verwenden, die das Ausmaß des unerwünschten Beifangs verringern sollen.

„Beifang landet trotz Verbot im Meer“

„Nasse Moore brennen nicht“

Anlässlich des Moorbrands in Meppen greift ein Artikel in der Frankfurter Rundschau einen wichtigen Aspekt auf, über den in den Medien vergleichsweise wenig berichtet wurde: die Bedeutung intakter Moore für den Klimaschutz. Der Artikel enthält einen groben Faktenfehler sowie Mängel bei den Belegen und Quellenangaben. Den gleichen Beitrag haben auch Laien-Gutachter des Medien-Doktor CITIZEN bewertet.


„Ja, das ist der Klimawandel“

Die heftigen Regenfälle dieses Sommers führten nicht nur vielerorts zu überschwemmten Kellern, sondern auch zu der Frage, ob sich hier schon der Klimawandel bemerkbar macht. Ein Beitrag von Zeit Online erläutert, warum klare Antworten schwierig sind. Indes dürften die vielen Zahlen und die unpassende Überschrift manche Leserinnen und Leser verwirren.


„Bestimmte Insektizide gefährden Bienen“

Die Stuttgarter Zeitung berichtet über zwei Studien, die bestätigen, dass bestimmte Insektenvernichtungsmittel – Neonicotinoide – auch Bienen und Hummeln schaden. Dies ist insbesondere bemerkenswert, weil eine der Studien von Herstellern dieser Insektizide finanziert wurde. Der Artikel zieht verschiedene Quellen heran und ordnet die Ergebnisse in die seit Jahren andauernden Diskussionen ein. Es fehlt indes ein Hinweis auf den wirtschaftlichen Kontext. Das Gutachten bezieht sich auf den Artikel in der Druckausgabe, die hier verlinkte Online-Fassung ist länger und detailreicher, noch ausführlicher ist der zugrunde liegende dpa-Text.


„Notwehr gegen Donald Trump“

Wie sich die Welt klimapolitisch auf die veränderte US-Politik unter Donald Trump einstellt, berichtet die taz in einem informativen Beitrag, der viele Aspekte beleuchtet.  Die beiden Studien, auf die er sich bezieht, kommen dabei allerdings ein wenig zu kurz.