Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.

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„Agrarindustrie bedroht die Artenvielfalt“

Viele Vögel, Insekten und andere Arten sind immer seltener auf Wiesen und Feldern zu sehen, berichtet ein Artikel in der WAZ. Er nennt zahlreiche Beispiele, diskutiert aber keine Handlungsoptionen. Da der Beitrag der WAZ nicht frei online verfügbar ist, verlinken wir zum fast gleichlautenden Artikel in der Berliner Morgenpost.

„Agrarindustrie bedroht die Artenvielfalt“

„Müllhalde auf tiefstem Grund“

Über unerwartet hohe Schadstoffkonzentrationen in Tiefsee-Krebsen berichtet die Frankfurter Rundschau. Es wird vermutet, dass die Gifte aus dem Plastikstrudel im Nordpazifik stammen könnten, doch macht der Beitrag auch deutlich, dass dies Spekulation ist und es hier noch Wissenslücken gibt.


„Lastwagen mit E-Motor: Dick, aber nicht mehr durstig“

Über Laster, die mit Strom statt Diesel fahren, berichten die Nürnberger Nachrichten. Dabei entsteht der falsche Eindruck, das Fahrzeug sei ganz neu auf der Straße. Dass der zitierte Wissenschaftler neben wissenschaftlichen auch wirtschaftliche Interessen verfolgt, verschweigt der Beitrag.


„Fischzucht im Trinkwasserspeicher“

Bodenseefischer fangen weniger Felchen, seit der See sauberer geworden ist. Wissenschaftler haben untersucht, ob Fischzucht in Aquakulturen ein Ausweg sein könnte – die taz berichtet über das Für und Wider. Die genannten Zahlen, etwa zur Entwicklung der Fischereierträge, sind dabei wenig aussagekräftig.


„Greenpeace sieht im Fleischverzicht die Lösung der Umweltprobleme“

[Originalbeitrag nicht frei online] Ein Artikel in der FAZ berichtet über das „Kursbuch Agrarwende 2050″ – eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft. Zu den Umweltproblemen, um die es in den verschiedenen Szenarien geht, erfährt man kaum etwas, ebenso wenig zur Vorgehensweise der Wissenschaftler.