Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.

Exkursion aktuell

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„Strahlung: So groß sind Ängste – und so groß die Gefahren“

Ein Artikel in der WAZ berichtet über eine aktuelle Umfrage des Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung. Die Ergebnisse werden korrekt wiedergegeben, jedoch fehlt eine zweite Quelle und auch sonst eine Einordnung der vielen angeführten Zahlen.

„Strahlung: So groß sind Ängste – und so groß die Gefahren“

„Umweltschutzprogramm – Chinas Luft wird besser“

Der Schadstoffausstoß chinesischer Kraftwerke ging in den letzten Jahren zurück, ergab die Auswertung eines neu aufgebauten Messnetzes. Ein Spiegel Online-Beitrag berichtet über eine aktuell dazu publizierte Studie, verwirrt aber mit Aussagen zu Treibhausgasen, die in der Fachpublikation gar nicht vorkommen.


„Nicht mehr alle Vögel da“

Die taz berichtet über eine Langzeitstudie, die feststellt, dass immer weniger Vögel in der Bodenseeregion brüten. Die interessanten regionalen Ergebnisse werden in die gesamtdeutsche Entwicklung eingeordnet, doch nur sehr einseitig ausgewählt wiedergegeben.


„POP-Schadstoffe – Produktion umstrittener Chlorparaffine steigt“

Der Deutschlandfunk berichtet über Ergebnisse von Untersuchungen im Auftrag der WHO – demnach sind Chlorparaffine sind die häufigsten langlebigen organischen Schadstoffe in der Muttermilch. Sie gelten als gesundheitlich bedenklich. Warum sie dennoch so vielfältig eingesetzt werden, wird im Beitrag nicht ausreichend deutlich.


„Bitte Folie, aber kein Plastik“

Forschung zu alternativen Verpackungsmaterialien für Lebensmittel in Deutschland könne dazu beitragen, den Plastikstrudel im Pazifik zu verringern – das legt ein Beitrag in der Sächsischen Zeitung nahe. Genauere Belege für diesen Zusammenhang fehlen indes in dem Artikel. Es werden Forschungsarbeiten eines Dresdener Fraunhofer-Instituts vorgestellt, ohne eine Einschätzung durch eine weitere, unabhängige Quelle einzuholen.