Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.

Exkursion aktuell

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„Holz oder Stein?“

Gebäude mit einem Tragwerk aus Holz sind für die Klimabilanz günstiger als solche aus Stein, erläutert ein informativer und gut lesbarer Beitrag in den Stuttgarter Nachrichten. Er beleuchtet viele, auch regionale Aspekte. Warum die Holzbauten trotz der geschilderten Vorteile hierzulande immer noch weitaus seltener sind als beispielweise in Skandinavien, wird am Ende nicht ganz klar.

„Holz oder Stein?“

„Rasante Erderwärmung war Grund für weltgrößtes Massenaussterben“

Eine Studie hat untersucht, warum vor rund 250 Millionen Jahren ein Großteil aller Arten ausstarb. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die rasche Erwärmung und der damit einhergehende Sauerstoffmangel im Meer die Hauptursachen des Massenaussterbens waren; sie sehen Parallelen zum heutigen Klimawandel. Das Vorgehen der Wissenschaftler stellt der Beitrag nicht in allen Punkten korrekt dar.


„Besser, nicht gut“

Wie sieht die Feinstaub-Belastung in Stuttgart im Vergleich zu San Francisco aus? Ein Beitrag in der ZEIT informiert über die Entwicklungen in beiden Gebieten. Die komplizierten Sachverhalte – es geht um unterschiedliche Feinstaubkategorien und Grenzwerte – sind nicht immer ausreichend durch Belege und Quellenangaben nachvollziehbar dargestellt .


„Beifang landet trotz Verbot im Meer“

Der Beitrag in der Rhein-Zeitung befasst sich mit dem Rückwurfverbot für Fische, die nur versehentlich ins Netz gehen. Trotz des von der EU beschlossenen Verbots werden sie vielfach noch ins Meer zurückgeworfen, wo sie oft nicht überleben, berichtet der Text und zieht dafür verschiedene Quellen heran. Doch wird am Ende nicht ganz klar, was Fischer beispielsweise davon abhält, die im Beitrag als Lösungsansatz erwähnten selektiveren Netze zu verwenden, die das Ausmaß des unerwünschten Beifangs verringern sollen.


„Nasse Moore brennen nicht“

Anlässlich des Moorbrands in Meppen greift ein Artikel in der Frankfurter Rundschau einen wichtigen Aspekt auf, über den in den Medien vergleichsweise wenig berichtet wurde: die Bedeutung intakter Moore für den Klimaschutz. Der Artikel enthält einen groben Faktenfehler sowie Mängel bei den Belegen und Quellenangaben. Den gleichen Beitrag haben auch Laien-Gutachter des Medien-Doktor CITIZEN bewertet.