Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.
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„Was macht der Klimawandel mit der Nordsee?“

Regionale Folgen des Klimawandels im Nordseeraum sind das Thema eines Hörfunkbeitrags in der Sendung Leonardo (WDR5). Die räumlichen Unterschiede sind differenziert dargestellt; dagegen werden die relativ neuen Effekte des menschengemachten Klimawandels, etwa auf den Landverlust an den Nordseeküsten, nicht klar vom schon länger bestehenden Problem der Küstenerosion abgegrenzt.

„Was macht der Klimawandel mit der Nordsee?“

„Die Menschheit lebt deutlich über ihre Verhältnisse“

Die Sächsische Zeitung druckt einen dpa-Text über den jüngsten „Living Planet Report“, der vom WWF herausgegeben wird. Der Artikel spricht viele wichtige Punkte an, doch nicht alle Fakten sind korrekt dargestellt.


„Globale Bilanz: Weltwirtschaft wächst – CO2-Ausstoß bleibt trotzdem stabil“

Die globalen Kohlendioxidemissionen seien in den letzten drei Jahren kaum angestiegen, berichtet Spiegel Online mit Bezug auf eine Publikation des „Global Carbon Project“. Der Beitrag nennt die  wichtigsten Fakten, geht aber nicht über die Pressemitteilungen zur Studie hinaus und informiert nicht darüber, wie die Daten erhoben wurden.


„Grüne Lunge schwächelt“

Je höher die Temperatur, desto weniger CO2 speichern die Bäume in der Stadt – über dieses Ergebnis einer Studie in Raleigh, der Hauptstadt von North Carolina, berichtet „Die Welt“. Die Übertragbarkeit auf andere Regionen wird dabei übertrieben dargestellt, weitere Quellen fehlen.


„Der mühsame Weg zum Mülleimer 2.0“

Besser organisierte Müllabfuhr dank Chip an der Tonne – darüber berichtet die Stuttgarter Zeitung. Es werden dabei vor allem technisch-organisatorische Aspekte dargestellt, bezüglich des ökologischen Nutzens kann ein falscher Eindruck entstehen.