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Medien-Doktor CITIZEN

 

Seriöse Wissenschaft, eher Marketing, oder gar Fake-News? Wer in Radio, Fernsehen, in Printmedien oder online nach wissenschaftlich fundierten Informationen über Umweltthemen sucht, steht oft vor dieser Frage. Aber wie lässt sich die Zuverlässigkeit und Qualität der Beiträge beurteilen?

Nachdem wir im Medien-Doktor UMWELT des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund mit erfahrenen Wissenschafts- und Umweltjournalisten Kriterien dafür entwickelt haben, was Umweltjournalismus leisten soll, und was dessen Qualität aus journalistischer Sicht ausmacht, geht es im Projekt Medien-Doktor CITIZEN nun um die Sicht der Rezipienten: Was erwarten LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen von der Umweltberichterstattung? Was macht aus ihrer Sicht „guten Umweltjournalismus“ aus? Welche inhaltlichen Fragen sind ihnen wichtig? Wie können Medienbeiträge Interesse für Umweltthemen wecken? Welche Beiträge sind gut verständlich?

In einem Pilotprojekt haben wir mit einem Team interessierter Bürgerinnen und Bürger aus Münster, die sich für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen engagieren, einen ersten Kriterienkatalog entwickelt, den wir nun erproben. Anhand dieser Bürger-Kriterien begutachten die Teilnehmenden des Projekts als „Citizen-Scientists“ ab dem Herbst 2018 Medienbeiträge und gelegentlich auch Pressemitteilungen. Das Projekt ist offen für weitere Interessierte – wer mitmachen möchte, kann hier Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns über neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Parallel werden die gleichen Beiträge im Medien-Doktor UMWELT nach den bewährten journalistischen Kriterien begutachtet. Wir sind gespannt auf den Vergleich.

Neben speziell zu Umweltfragen engagierten Menschen beziehen wir auch Schülerinnen und Schüler in das Projekt ein. Wir wollen in Erfahrung bringen, was jungen Rezipienten bei Beiträgen zu Umweltthemen wichtig ist, Qualitätsmaßstäbe mit Ihnen diskutieren und so auch einen Beitrag zur Stärkung der Medienkompetenz leisten.