Sprechstunde

Die Autoren

Holger Wormer

Marcus Anhäuser


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Kaffee schützt vor erneutem Darmkrebs – oder auch nicht

Weil ich gerade auf Twitter darauf aufmerksam gemacht wurde: Derzeit kursiert eine Meldung, laut der Kaffee vor einem Darmkrebsrezidiv (also erneutem Auftreten von Darmkrebs) schützen soll. Im konkreten Fall steht bei RP-Online:  Später im Vorspann heißt es dann gleich: „Jetzt zeigt eine neue Studie, zumindest das Rückfallrisiko kann ganz leicht um bis zu 42 Prozent verringert werden. Patienten müssen dafür lediglich Kaffee trinken.“ Das ist, um es einfach auszudrücken, erst einmal Quatsch. RP-Online (basierend auf einer AFP-Meldung) behauptet damit mehr als es die Wissenschaftler tun. Die schreiben eher zurückhaltend: „Higher coffee intake may be associated with significantly reduced cancer recurrence and…


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Wissenschaftsjournalisten wehren sich gegen WDR

Honorarkürzungen, Sendungskürzungen, Geringschätzung – Wissenschaftsjournalisten haben es derzeit (auch) nicht leicht, insbesondere seit der WDR bekannt gegeben hat, an welchen Stellen er in der Wissenschaftsberichterstattung kürzen will. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen und die Solidarität von Kollegen und anderen Freunden und Fans der Wissenschaftsberichterstattung aufmerksam zu machen, hat die „WPK – Die Wissenschaftsjournalisten“, der größte deutsche Verband von Wissenschafts- und Medizinjournalisten, unter www.keine-nische.de eine „Unterschriften“-Liste gestartet, auf der sich jeder, der Wissenschaftsjournalismus notwendig und wichtig findet, eintragen kann. Begleitet wird die Aktion mit einem offenen Brief an den Intendanten des WDR, Tom Buhrow, der an dieser Stelle im Volltext zu…


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Die Gewinner des Peter Hans Hofschneider Recherchepreises 2014

Bekanntgabe der diesjährigen Gewinner des Peter Hans Hofschneider Recherchepreisesfür Wissenschafts- und Medizinjournalismus auf der Jahrestagung des netzwerk recherche in Hamburg Bereits zum 8. Mal wurden auf der Jahrestagung des netzwerk recherche in Hamburg die Preisträger für den Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus bekannt gegeben. Der Preis, ausgeschrieben von der Stiftung Experimentelle Biomedizin in Zürich in Kooperation mit dem netzwerk recherche, will kompetenten Wissenschaftsjournalismus fördern und Reporter und Reporterinnen ermuntern, nicht nur Jubelberichterstattung zu betreiben, sondern Themen aus Wissenschaft und Medizin kritisch zu hinterfragen und in den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontext einzuordnen. In diesem Jahr wurde der…


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Mehr als 19.000 Euro für die Recherche gewinnen

Noch bis zum 30. November 15. Dezember 2015 kann man sich mit Beiträgen aus dem Medizin- oder Wissenschaftsjournalismus für den Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus bewerben, um das Recherchestipendium der Stiftung experimentelle Biomedizin (Schweiz) in Höhe von 20.000 CHF (mehr als 19.000 Euro) zu ergattern. Das Preisgeld ist zur Finanzierung eines künftigen Rechercheprojektes vorgesehen (Reise- und sonstige Recherchekosten + eigenes Honorar). Ausgezeichnet werden journalistische Arbeiten und der Entwurf eines solchen künftigen Rechercheprojekts zu Themen aus Wissenschaft und Forschung. Die eingereichten Beiträge sollten sowohl durch eine saubere Darstellung wissenschaftlicher Fakten als auch durch die Recherche politischer, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Hintergründe überzeugen. Ausdrücklich erwünscht…


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Journalismus und Wissenschafts-PR nun im Direktvergleich auf medien-doktor.de

Pressemitteilungen aus der Wissenschaft beeinflussen erheblich die Qualität der Berichterstattung in journalistischen Medien – und sie sind im Netz für Patienten und andere Endnutzer auch direkt zugänglich. Von Juni 2015 an liefert das Medien-Doktor-Team daher nun Bewertungen von journalistischen Beiträgen im direkten Vergleich mit entsprechenden Pressemitteilungen. Im Teilprojekt Medien-Doktor PR-Watch sowie im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes INKA hatten wir zuvor anhand von mehreren Dutzend Fallbeispielen (zumeist aus dem Jahr 2013) untersucht, ob und wie sich wesentliche Kriterien des Medien-Doktor Medizin auch auf Wissenschafts-Pressemitteilungen anwenden lassen. Das Vorgehen ist u.a. in einer im Mai erschienenen Fachpublikation in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und…


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Streit über Interessenkonflikte

Bei der Bewertung eines medizin- oder umweltjournalistischen Beitrags oder einer Pressemitteilung achten wir vom Medien-Doktor auch darauf, ob dem Thema „Interessenkonflikte/Finanzierung“ Platz eingeräumt wird (Kriterium 4 beim Medien-Doktor Medizin, Kriterium 3 beim Medien-Doktor Umwelt) Es ist bekannt, dass solche Aspekte einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Studienergebnisse haben können. Die Informationen dazu finden sich bei immer mehr Fachjournalen meist am Ende des Artikels (und damit leider nur im oft kostenpflichtigen Volltext). 1984 hatte das „New England Journal of Medicine“ (NEJM) diese Praxis eingeführt. Jetzt bringt ausgerechnet dieses Magazin eine Artikelserie, die das Vorgehen infrage stellt. Im „British Medical Journal“…


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Das Debakel (?) des wissenschaftlich-medialen Komplexes und zwei fahle Lichtblicke (Update 9.6.)

Wichtig: Bitte die laufenden Updates beachten. Die Dokumentation „Schlank durch Schokolade“ ist in der ZDF-Mediathek zu sehen. Ein Team aus zwei deutschen TV-Journalisten (Peter Onneken und Diana Löbl) und einem US-Journalisten (John Bohannon) hat einen Teil der Medien ziemlich hinter’s Licht geführt und einen Scoop gelandet. Sie inszenierten eine Ernährungsstudie in einem nur virtuell existenten Institut, veröffentlichten die Ergebnisse in einem realen Fachmagazin, gaben eine Pressemitteilung („Schoko statt JoJo“) heraus und bewarben das ganze auch noch mit Video und mit Facebookseite. Bild, Focus Online, Huffington Post und diverse internationale Publikationen stiegen auf die Geschichte ein und meldeten, dass man mit einer Schokoladendiät schlank wird,…


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Seminare plus Recherchestipendien zum Thema Infektionskrankheiten

Masern in Deutschland, Ebola in Westafrika, multiresistente Keime im Krankenhaus. Leben die alten Infektionskrankheiten wieder auf? Und breiten sich neue aus? Fakt ist: die Erreger haben nicht an Aggressivität verloren. Gleichzeitig drängen Antibiotikaresistenzen, Krebs durch Infektionen und die saisonale Influenza auf Lösungen. Doch wie gefährlich ist die Situation? Wie weit sind neue Impfstoffe und welche neuen Methoden und Werkzeuge hat die Forschung? Was leisten Synthetische Biologie, Big Data oder E-Health in Diagnostik, Therapie und Prävention? Viele Themen aus der Welt der Wissenschaft haben gesellschaftliche Relevanz. Das spiegelt sich auch in den Medien wider: Über Antibiotikaresistenzen oder Infektionsgefahren im Krankenhaus wird…


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Recherchestipendien im Medizinjournalismus

Zum dritten Mal bietet die TU Dortmund die WISSENSWERTE-Recherchestipendien für Medizinjournalisten an. Die Stipendien sollen dazu beitragen, das Wissen und die Recherchetiefe von jüngeren Freien Medizinjournalisten in ausgewählten journalistisch relevanten Themenfeldern zu stärken. Dazu werden 2x Recherchestipendien in Höhe von jeweils bis zu 5.500,- Euro vergeben. Ziel des Stipendiums ist es, mit einer dreimonatigen Recherche komplexe Themen durch eine innovative journalistische Herangehensweise und Umsetzung für ein breites Publikum transparent zu machen. Die Projektmittel stammen von der Robert Bosch Stiftung, die damit die Recherchekompetenzen im Medizinjournalismus fördern will.  Thema: Profitdruck im Gesundheitswesen – wo Patienten auf der Strecke bleiben  Gesucht werden Recherche-Ideen, die die Auswirkungen der zunehmenden Ökonomisierung…


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Medien-Doktor bei ZAPP

Warum die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft oft überschätzt wird, wie der Wissenschaftsbetrieb selbst zu Übertreibungen und Fehlinterpretationen in den Medien beiträgt, wie Pressemitteilungen die Berichterstattung beeinflussen, und wie mit dem Instrumentarium des Medien-Doktors Mängel in journalistischen Beiträgen – und auch in Pressemitteilungen – aufgespürt werden können, darüber berichtete der NDR am 25 März 2015 im Medienmagazin ZAPP.      


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