Sprechstunde

Die Autoren

Holger Wormer

Marcus Anhäuser


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Angelina Jolie, Brustkrebs und ein Berichterstattungs-Tsunami

Wer noch daran zweifelte, wie groß der Einfluss von Prominentenschicksalen auf die Gesundheitsberichterstattung sein kann, wurde angesichts des medialen Tsunamis, den Angelina Jolies Bekanntgabe zu ihrer vorsorglichen Brustamputation in der New York Times ausgelöst hat, eines Besseren belehrt. Es war zwar abzusehen, dass diese emotionale Mischung aus besonders schwerwiegendem chirurgischem Eingriff, Brustkrebs, Hollywood-Superstar-Status und Sexsymbol eine breite Reaktion hervorrufen würde (ein Grund, warum wir versucht hatten möglichst früh Kollegen mit einer Linkliste für die Recherche zu unterstützen). Dass es dann aber gleich so fulminant wurde, zeigt einerseits, wie gut die Nachrichtenmaschinerie es versteht, auf einen solchen Fall zu reagieren (und ihn auch…


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Zwei Initiativen zur Offenlegung aller medizinischer Studiendaten

Ein kurzer Hinweis auf zwei Initiativen, in der es um medizinische Studiendaten geht: Die AllTrials-Inititiative und die „Petition im Rahmen der Berliner Erklärung 2012“ versuchen möglichst bis 20. Mai so viele Stimmen wie möglich für ihre Anliegen zu sammeln. Am 20. Mai ist International Clinical Trials Day. Am 30. Mai 2013 wird der Ausschuss für Umweltfragen, Öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit über den Entwurf und die Änderungsanträge zur Clinical Trials Regulation abstimmen. Warum sie das alles tun, erklären die Macher von AllTrials auf ihrer Webseite: „Es ist an der Zeit, dass alle Resultate klinischer Studien veröffentlicht werden. Davon werden Patientinnen und Patienten,…


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Angelina Jolie und Brustkrebs-Vorsorge: Links für die Recherche

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat einen Artikel in der New York Times veröffentlicht, in dem sie erklärt, dass sie sich beide Brüste hat vorsorglich abnehmen (und wieder aufbauen) lassen, weil sie Träger des mutierten BRCA1-Gens ist, was ihr Risiko für Brustkrebs (in dem Fall dann auch familiärer oder erblicher Brustkrebs genannt) und Eierstockkrebs stark erhöht, zudem ist ihre Mutter mit 56 an Brustkrebs Eierstockkrebs verstorben. An dieser Stelle möchte ich fortlaufend Links zu Informationsquellen sammeln, die Journalisten bei der Berichterstattung über dieses Thema behilflich sein können. Wer gute Quellen kennt, kann sie mir einfach per E-Mail schicken: marcus.anhaeuser@tu-dortmund.de  Vorsorgliche Brustentfernung Preventive…


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Medizinjournalismus: 10 Tipps, woran man gute Artikel und Beiträge erkennt

Wir beim Medien-Doktor nutzen gut definierte Kriterien, um eine Aussage über die Qualität eines medizinjournalistischen Artikels in einer Zeitung oder einen TV-Beitrag zu machen. Die Kriterien helfen, bestimmte Aspekte gezielt unter die Lupe zu nehmen. Je mehr dieser Kriterien erfüllt sind, desto besser informiert der Beitrag seine Leser, Zuhörer oder Zuschauer. Die Kriterien sind ein praktisches Werkzeug für uns, um die Qualität medizinjournalistischer Beiträge einzuschätzen. Doch sie sind mehr: Für Journalisten können sie eine Art „Geländer“, eine Richtschnur während der Recherche sein. Sie erinnern daran, was wichtig in einem Beitrag sein könnte und wie man es berichten sollte. Das ist…


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Medizinjournalismus: Ist jede Gesundheitsnews eine Meldung wert?

Zum Wochenende noch einen Lesetipp zum Thema Medizinjournalismus: Im September 2011 fand in Barcelona eine Konferenz statt, die sich mit Medizinjournalismus im Zeitalter des Web 2.0 befasste. Jetzt ist der Tagungsband dazu erschienen und erfreulicherweise sind die Vorträge auch online als pdf abrufbar. „In the new Esteve Foundation Notebook El periodismo biomédico en la era 2.0, edited in collaboration with the Pompeu Fabra University’s Observatory of Scientific Communication (OCC), ten information experts reflect on the challenges facing the biomedical journalist in this era of the Internet, probably one of the most significant changes faced by journalists in the entire history…


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Medizinjournalismus: Fokussierte Recherche erlernen

Ein kurzer Hinweis auf einen Workshop zum Thema Recherche medizinjournalistischer Themen im Vorfeld der 14. Jahrestagung des deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) in Berlin 15./16. März 2013. Am 14.3. findet ein Pre-Conference-Workshop für Journalisten statt. Titel: Der erste Überblick: fokussierte Medizinrecherche für Journalisten Im zugehörigen Flyer (pdf) heißt es zum Inhalt: „In diesem praxisnahen Einführungs-Workshop zum Thema Recherche und Quellenbewertung werden Journalisten Wege aufgezeigt, sich in knapper Zeit einen ersten Überblick über vorhandene Studien und deren Qualität zu verschaffen. Der Workshop wird verschiedene Möglichkeiten der (systematischen und fokussierten) Recherche aufzeigen. Inhalte sind: eine kurze Einführung in die Grundlagen der evidenzbasierten Medizin, insbesondere zum…


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Leselinktipp: Mehr Tipps, um gute von schlechten Studien zu unterscheiden

Zum Wochenanfang möchte ich auf einen Blog der Journalistin Julia Belluz (Science-ish, @juliaoftoronto) auf der Webseite des kanadischen Nachrichtenmagazins Maclean’s verweisen und dort im speziellen auf einen aktuellen Post mit dem Titel: „Good science vs. bad science“.


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Medien-Doktor erneut unter den Top 10

Bei der Wahl der „Journalisten des Jahres 2012“ des medium-magazins wurde das Medien-Doktor Team (vertreten durch Holger Wormer und mich) erneut in die Top 10 in der Kategorie „Wissenschaftsjournalismus“ gewählt.  Nach einem dritten Platz im vergangenen Jahr landete das Projekt dieses Mal auf Rang sieben – als einziger Vertreter jenseits der großen Medien wie FAZ , SZ, ARD oder Spiegel Online. Wir freuen uns über die Anerkennung durch die Jury (bestehend aus Journalisten und anderen Medienvertretern). Es bestärkt uns in unserer Arbeit, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau unseres Projektes mit dem Medien-Doktor Umwelt, mit dem wir die Umweltberichterstattung nach…


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Medien-Doktor PRO: 
Rechercheunterstützung für Themen aus Medizin & Gesundheit

UPDATES: Unser Projekt Medien-Doktor PRO ist nach Ende der Verlängerung bis zum 31. Juli 2014 inzwischen ausgelaufen. Wir haben 36 Rechercheanfragen bekommen, bei denen wir in der Mehrheit den Kolleginnen und Kollegen helfen konnten. Anfragen gab es aus Printredaktionen wie TV- und Radiosendern, aus Regionalzeitungen und Fachmagazinen, von Redakteuren wie freien Autoren, von Fachjournalisten, aber auch fachfremden Kollegen. Von allen haben wir positives Feedback bekommen, was uns zeigt, dass es einen Bedarf für eine kompetente, unkomplizierte Rechercheunterstützung für einen solchen komplexen Themenbereich wie Medizin gibt. Wie gut wir waren, zeigt uns neben dem Lob der Kollegen auch die Bewertung im Vergleichstest von…


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Medien-Doktor im Interview mit DRadio Ortszeit

Vergangene Woche habe ich der Ortszeit im Deutschlandradio in einem kurzen Interview den Medien-Doktor vorgestellt. Meine Stimme klingt etwas anders als sonst, da ich dank einer heraufziehenden Erkältung allmählich heiser wurde. Man könnte daher dem ganzen auch den Titel geben: „Medien-Doktor has a cold“ in Anlehnung an den Titel eines berühmten journalistischen Reportagestücks. Wer sich das etwas kratzige Interview anhören möchte, einfach auf das Logo klicken: (Dank an Myriam Weber von netdoktor.at, die uns das Interview als .mp3 zur Verfügung gestellt hat, da es bei DRadio nicht direkt verlinkbar ist).


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