Was macht Medien-Doktor Ernährung?

Wir beurteilen die Qualität ernährungs- journalistischer Beiträge in Publikums- medien nach festgelegten Kriterien und geben Tipps für das journalistische Handwerk. So hoffen wir, die Berichterstattung über Nahrungs- und Lebensmittel, Ernährungsformen, Diäten und einzelne Substanzen besser und verständlicher zu machen.

„Zimt in der Schwangerschaft: Was du unbedingt beachten solltest“

Zimt ist ein beliebtes Weihnachtsgewürz, könnte aber unter Umständen auch gesundheitliche Probleme bereiten, berichtet gofeminin.de. Der zu Beginn warnende Grundton erweist sich im Laufe des Artikels als etwas zu alarmistisch.

„Zimt in der Schwangerschaft: Was du unbedingt beachten solltest“

„Für einen gesunden Darm: Sauerkrautsaft!“

Statt auf Sauerkraut nur auf den Saft zu setzen, ist ein interessanter Vorschlag für die kalten Tage. Der Text bietet sogar ein Rezept, um ihn selbst herzustellen. Gesundheitliche Effekte werden zwar mehrfach beschrieben, woher indes die Informationen stammen, bleibt völlig offen.


„Regionale Superfoods – es muss nicht immer exotisch sein“

Die „Allgemeine Zeitung“ empfiehlt ihren Leserinnen und Lesern heimische „Superfoods“ als Alternative zu den bekannten Exoten. Belege für die behaupteten Gesundheitseffekte oder eine Einordnung durch Experten bietet der Text indes keine.


Bittertropfen & Co: Helfen Bitterstoffe beim Abnehmen?

Bittertropfen sollen beim Abnehmen helfen, behauptet das Lifestyle-Magazin Ajouré. Belege liefert das Magazin keine, es gibt auch keine Expertinnen oder Experten, die das Thema einordnen. Dafür gibt’s Links zu Amazon-Produktseiten eines Bittertropfen-Anbieters.


„Flavonoide Lebensmittel können als Diät den Bluthochdruck senken“

Eine Ernährungsweise, die reich an Flavonoiden ist, soll den Blutdruck senken können, berichtet Deavita.de, hat dazu aber einfach nur eine englische Pressemitteilung wenig überzeugend übersetzt, und wichtige Informationen zu Interessenkonflikten weggelassen.