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Exkursion

Wenig Umwelt im Fernsehen

Es sei eine Mär, dass Deutschland beim Umweltschutz im internationalen Vergleich besonders gut abschneide, schreibt Christian Schwägerl von den Riffreportern anlässlich des weltweiten „Erdüberlastungstags“ („Earth Overshoot Day“) am 1. August 2018. Mobilität, CO2-Ausstoß, Verpackungsmüll – in vielen Punkten sind die Deutschen bei weitem nicht so umweltfreundlich, wie sie selbst oft vermuten. Das trifft nicht zuletzt auch auf die Präsenz von Umweltthemen in den Medien zu: Nur ein bescheidener Bruchteil der Gebühreneinnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werde für die Berichterstattung über Natur und Umwelt ausgegeben, berichtet Schwägerl. Er verweist auf die Programmanalyse der Medienanstalten der Länder 2016, die ergab, dass nur jeweils rund 1 Prozent der Gesamtsendezeit in der Fernsehpublizistik bei ARD und ZDF auf Umweltthemen verwendet wird. Bei den Privatsendern sieht es noch kümmerlicher aus – RTL beispielsweise bringt gerade mal in 0,2 Prozent dieser Sendezeit Themen aus Natur und Umwelt. Für den Bericht 2017 wurden Daten zur Umweltberichterstattung der Fernsehsender nicht erhoben.


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