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Exkursion

Umwelt-Kriterien renoviert

von Wiebke Rögener

Auf der Medien-Doktor Startseite ist es zu sehen – unser Projekt hat mit dem „Medien-Doktor Ernährung“ Zuwachs bekommen. Wir haben dies zum Anlass genommen, auch über die Kriterien des Medien-Doktor UMWELT noch einmal nachzudenken und unser Bewertungsraster ein wenig zu renovieren.

Gut sieben Jahre ist es nun her, dass wir gemeinsam mit Umweltjournalistinnen und –journalisten Kriterien dafür formuliert haben, was „guten Umweltjournalismus“ ausmacht. Seither begutachten wir Beiträge zu wissenschaftsbezogenen Umweltthemen nach diesem Katalog. Vieles hat sich in dieser Zeit bewährt, aber einige Punkte gaben auch immer wieder einmal Anlass zu Diskussionen. Daher haben wir nun einige Kriterien neu formuliert. So ist die wichtige Fragen nach den „Interessenkonflikten“ nun ein eigenständiges Kriterium, neben der „Experten- und Quellentransparenz“. Das alte Kriterium „Neuheit“ wurde in den allgemeiner gefassten Punkt „Zeitliche Dimension“ mit aufgenommen. Bei der Darstellung unterscheiden wir künftig zwischen der Verständlichkeit des Beitrag und dessen Attraktivität – etwa durch eine interessante Bebilderung oder gute O-Töne. Denn ein Artikel kann zwar verständlich, aber zugleich auch langweilig sein. Hier stärker zu differenzieren, war eine Anregung aus unserem bürgerwissenschaftlichen Projekt Medien-Doktor Citizen; sie steht zudem im Einklang mit der wissenschaftlichen Literatur zur journalistischen Qualitätsforschung.

Außerdem haben wir die Struktur des Kriterienkatalogs überarbeitet: Bislang hatten wir die Kriterien in drei allgemeinjournalistische und 10 umweltjournalistische Kriterien gegliedert. Dabei hatten wir uns auch an internationalen Vorbildern im Medizinjournalismus (US-amerikanischer Health News Review und Media Doctor Australia ) orientiert. Nun haben wir uns entschlossen, uns von dieser Historie ein Stück weit zu lösen. Den überarbeiteten Kriterienkatalog, nach dem wir Beiträge zu Umweltthemen ab jetzt bewerten, gliedern wir nun in umweltspezifische, wissenschaftsjournalistische und allgemeinjournalistische Kriterien. Analog verfahren wir auch in den anderen Medien-Doktor-Teilprojekten zu Medizin- und Ernährungsthemen.

Über Kommentare und Anregungen zu den neu gefassten Kriterien – und zum Medien-Doktor-Projekt insgesamt– würden wir uns freuen.


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