Was macht Medien-Doktor PR-Watch?

Pressemitteilungen aus der Wissenschafts-PR richten sich nicht nur an Journalisten, die diese Informationen einordnen und prüfen, sondern immer häufiger auch direkt an die breite Öffentlichkeit. Wir begutachten daher auch Pressemitteilungen aus dem Medizin- und Umweltbereich anhand der Kriterien, die wir für die Begutachtung journalistischer Beiträge nutzen. Im Rahmen unseres von der Thyssen-Stiftung geförderten Projekts „Bewertung und Sicherung der Qualität von Wissenschaftskommunikation“ veröffentlichen wir hier in den folgenden Wochen (ab Septmeber 2018) Gutachten zu Pressemitteilungen, die zuvor schon von Seiten des Informationsdienstes Wissenschaft 2017 in zwei „Wochen der Qualitätssicherung“ bewertet wurden Link: https://idw-online.de/en/news?print=1&id=678188. Diese Pressemitteilungen werden außerdem einer Inhaltsanalyse unterzogen, deren Ergebnisse wir demnächst auf unserer Webseite Medien-Doktor Forschung zugänglich machen.

Unsere Bewertungen

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„Stabilität von Stromnetzen: Aus Sackgassen Durchfahrtsstraßen machen“

Wissenschaftler des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersuchten, wie sich verhindern lässt, dass Stromnetze durch viele neue Solar- und Windkraftanlagen instabiler werden. Aus Simulationen mit einem mathematischen Verfahren leiten sie Lösungsstrategien ab. Der Versuch, dieses Verfahren für Laien verständlich zu erläutern, gelingt dabei nur in Ansätzen.


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„Neue Studie: Große Bäume sind die besten Kohlendioxid-Speicher“

Die Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung berichtet darüber, wie sich jüngere und ältere Bäume in ihrer Aufnahmefähigkeit für Kohlendioxid unterscheiden. Dass es bei dem Thema um eine alte Kontroverse handelt und wie die Ergebnisse im Hinblick auf den Klimawandel einzuordnen sind, wird nur angedeutet.


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„Tonminerale helfen chronisch Nierenkranken“

Die Pressemitteilung der Fraunhofer-Gesellschaft verspricht Nierenkranken anlässlich einer Patentanmeldung heilende Wirkungen eines Wirkstoffs aus Tonmineralien, zu dem bisher erst Tierversuche vorliegen – eine Nachricht, die in dieser Form bestenfalls noch in einen Wirtschaftsticker gehören würde, kaum aber in einen Informationsdienst Wissenschaft.


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„Schwerkranke Patienten mit undichter Herzklappe profitieren von Katheter-Behandlung“

Die Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg preist ein neues Katheter-Verfahren zur Therapie undichter Herzklappen bei Hochrisikopatienten an. Die Unsicherheiten der kleinen Studie werden nicht ausreichend deutlich gemacht, Aspekte wie Finanzierung und mögliche Interessenkonflikte werden nicht thematisiert.


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Wetterextreme heizen Klimawandel an

Die Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena berichtet über Forschungsarbeiten, die darauf hindeuten, dass extreme Wetterereignisse und der Klimawandel einander verstärken könnten.  Es wird klar, dass dem Messungen und Modellrechnungen zugrunde liegen, doch weist der Text  nicht immer ausreichend auf Unsicherheiten hin, und  nicht alle Zahlenangaben sind unmittelbar nachzuvollziehen.


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„Heilung für bestimmte Leukämieform ohne Chemotherapie möglich“

Die Pressemitteilung berichtet über eine erfolgreiche Therapie gegen eine besondere Form von Leukämie. Der Nutzen wird indes übertrieben dargestellt, auf Risiken und Nebenwirkungen gar nicht eingegangen. Dafür wird die Art der Studie angesprochen.


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„Bodenfeuchterekorde im Mai haben das Juni-Hochwasser noch verstärkt“

Die Pressemitteilung berichtet über eine Analyse des aktuellen Hochwasserverlaufs in Deutschland, der demnach zum Teil auf „Bodenfeuchterekorde“ im Mai zurückzuführen ist. Dabei wird nicht deutlich, wie diese Analyse aussieht und worin genau der „Rekord“ besteht. Stattdessen werden Forscher der beteiligten Institutionen mit Vergleichen zu früheren Hochwasserereignissen zitiert und weitere Forschungsprojekte aufgezählt.


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„Rettung bei plötzlichem Herzstillstand“

Die Pressemitteilung berichtet über eine „App“ für Mobiltelefone, die im Falle eines plötzlichen Herzstillstands den Weg zum nächsten Defibrillator weist, sowie zeigen soll, was zu tun ist. Die Pressemitteilung ohne erkennbaren Anlass suggeriert dabei einen lebensrettenden Nutzen, der aber wohl noch gar nicht nachgewiesen ist.


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