Tools für Medizin-Journalisten

Auf dieser Seite präsentieren wir Artikel und Links, die Journalisten bei der Berichterstattung über Medizin- und Gesundheitsthemen weiter helfen können. Tools für Umwelt-Journalisten finden sich an dieser Stelle.

 

ARTIKEL und BÜCHER:

Qualität im GesundheitsjournalismusHolger Wormer, Marcus Anhäuser: „Gute Besserung!“ – und wie man diese erreichen könnte. Erfahrungen aus drei Jahren Qualitätsmonitoring Medizinjournalismus auf medien-doktor.de und Konsequenzen für die journalistische Praxis, Ausbildung sowie Wissenschafts-PR.“

aus: Lilienthal, Reineck, Schnedler (2014): „Qualität im Gesundheitsjournalismus / Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis„, Springer Fachmedien Wiesbaden, 412 Seiten, ISBN: 978-3-658-02427-7


Holger Wormer: „Wie seriös ist Dr. Boisselier? – Quellen und Recherchestrategien für Themen aus Wissenschaft und Medizin“ (PDF)

Gerd Antes: „Die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten – eine Bewertungshilfe für Journalisten“ (PDF)

aus: Hettwer, Lehmkuhl, Wormer, Zotta (2008): „Wissenswelten. Wissenschaftsjournalismus in Theorie und Praxis“. Verlag Bertelsmann Stiftung. Inhaltsübersicht (pdf), Bestellschein (pdf)


Better Doctors, Better Patients, Better DecisionsHolger Wormer: Improving Health Care Journalism“ (PDF)
Ein besserer Medizinjournalismus? – Erste Überlegungen zu einem deutschen Medien-Doktor.

aus: G. Gigerenzer, J.A.M. Gray (2011): Better Doctors, Better Patients, Better Decisions: Envisioning Health Care 2020. Strüngmann Forum Report, Bd. 6, MIT Press.


Marcus Anhäuser, Holger Wormer: „A question of quality: Criteria for the evaluation of science and medical reporting and testing their applicability“ Konferenzbeitrag über erste Ergebnisse des Medien-Doktor Projektes.

Aus: Quality, Honesty and Beauty in Science and Technology Communication. PCST 2012 Book of Papers.


Ray Moynihan: „Tipsheet for reporting on drugs, devices and medical technologies.“ (PDF auf der Webseite des Commonwealthfund)


Wo ist der Beweis?Ian Chalmers u.a. (2013): „Wo ist der Beweis?“ (Testing Treatment interactive), deutschsprachige Online-Version der deutschen Ausgabe (erschienen im Verlag Hans Huber) des englischen Buches „Testing treatments“.  In diesem Buch werden grundlegende Konzepte der evidenzbasierten Medizin für Laien verständlich erklärt. Mit Geleitworten von Ben Goldacre und Gerd Antes.

Das gesamte Buch kann auch als pdf  kostenlos heruntergeladen werden.


MedizinMag„MedizinMag – der Online-Leitfaden für Medizinjournalismus.“ Eine Online-Seite, die Journalisten Schritt für Schritt durch die Recherche eines Medizinthemas führt, entlang der Medien-Doktor Kriterien. (erstellt von unserer Gutachterin Nicola Kuhrt und der Redaktion „Kill Your Darlings“ mit Unterstützung des Medien-Doktor, Netzwerk Recherche und der Robert Bosch Stiftung.

 

ARTIKELSERIE:

Praxisberichte

In der Medien-Doktor-Serie „Praxisberichte“ berichten die Gutachter des Medien-Doktor über ihre alltägliche journalistische Praxis – verbunden mit Tipps, persönlichen Beobachtungen und Einschätzungen. Die Beiträge richten sich dabei insbesondere auch an jene, die eher am Rande mit Themen aus Medizin und Gesundheit zu tun haben – zum Beispiel als Lokalreporter oder in jedem anderen Ressort. Denn Medizinjournalismus geht alle an.

Eine Übersicht über alle Folgen der Serie findet sich auf unserer Specials-Seite.

 

RECHERCHE:

Zentren der Gesundheitsforschung

In den sechs Zentren der Gesundheitsforschung findet man Experten zu großen Gesundheitsthemen wie Krebs, Diabetes, Alzheimer usw. Mehr Infos dazu gibt es in diesem Blogpost.

Wir stellen eine Adressenliste als pdf der Ansprechpartner für die Presse zu Verfügung:
DZG Ansprechpartner (929)


TRIP: Die Evidenz-Suchmaschine

Eine Datenbank, die spezialisiert ist auf klinische Studien und durch ein einfaches optisches System bereits in den Suchergebnissen einen ersten Überblick über die Qualität der der Studienlage bereitstellt.

Wir stellen die Webseite kurz in der „Sprechstunde“ vor. Zur Suchmaschine direkt gelangt man über diesen Link: http://www.tripdatabase.com/


Fachartikel

Eine der Grundlagen für guten Medizinjournalismus, der auf Evidenz und nicht auf Eminenz fußt, sind medizinische Fachartikel. In zwei Beiträgen im Spechstunden-Blog geben wir Tipps, wie man kostenlos an die ansonsten teuren Fachartikel kommt:


Faktencheck

Dass die Fakten in einem Beitrag stimmen müssen, darüber sind sich alle einig. Doch wie schafft man es, einen Beitrag ohne Faktenfehler zu veröffentlichen? Eine kleine Checkliste kann da weiter helfen. Wir verraten im Blogbeitrag wo man sie findet: 


IGeL

Ärzte bieten Patienten Therapien und Verfahren an, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, so genannte IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen). Die Wirksamkeit und der Nutzen sind meist fragwürdig, von Patienten aber kaum zu beurteilen. Das Portal IGeL-Monitor liefert detaillierte Bewertungen zu den Angeboten auf streng evidenzbasierter Grundlage. Daneben gibt es zahlreiche Informationen rund um das Thema IGeL. Für Journalisten, die über Gesundheit und Medizin berichten, ist dies die erste Anlaufstelle zum Thema.

Wir haben den Redakteur der Plattform und Gutachter des Medien-Doktor Christian Weymayr für unseren Blog „Sprechstunde“ interviewt. Wir erklären auch, wie man die Seite für die Recherche nutzen kann.

 

WEITERE TIPPS AUS UNSEREM BLOG „SPRECHSTUNDE“

Zum Thema „Wie gehe ich mit Interessenkonflikten von Medizinern in meinem Beitrag um?“ gibt Klaus Koch, einer unserer Gutachter und Chefredakteur der IQWiG-Gesundheitsseite Gesundheitsinformation.de, in einem Interview und einem Artikel eine Einordnung und Tipps:


Das neue Medikament senkt die Zahl der Herzinfarkte um 50 Prozent!“ Klingt toll. Doch Journalisten sollten bei solchen Angaben wachsam sein. Nur wer den Unterschied zwischen relativen und absoluten Größenangaben kennt, weiß, wie er mit solchen Aussagen umgehen muss. Wir erklären in zwei Teilen, wie es geht:


Weitere Hinweise und Tipps aus unserem Blogangebot:

 

LINKS:

Unsere US-Schwesterseite HealthNewsReview.org hat Tipps bereitgestellt, worauf man als Journalist bei der Berichterstattung über medizinische Studien achten sollte:


Die unabhängige britische Stiftung Sense about Science stellt verschiedene Ratgeber für Journalisten als Download bereit, z. B.:


Generell lehrreich sind die Beurteilungen und Analysen medizinjournalistischer Beiträge bei folgenden Projekten:

Immer lesenswert sind auch die zusammenfassenden Rezensionen medizin- und wissenschaftsjournalistischer Beiträge in den Medien des Knight Science Journalism Fellowship Programms am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Es gibt auch eine Sektion für medizinjournalistische Beiträge und eine Sektion für deutschsprachige Beiträge.