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„Schlafstörung als Vorbote von Parkinson?“

„Schlafstörung als Vorbote von Parkinson?“

Das ZDF heute journal berichtet über Ansätze, eine Parkinson-Erkrankung lange vor dem Ausbruch zu erkennen. Die Unsicherheiten bleiben dabei neben vielen anderen Aspekten völlig offen. Die Pressemitteilung zweier Fachgesellschaften macht viel besser deutlich, dass die Parkinson-Früherkennung noch in den Kinderschuhen steckt.

Zusammenfassung

Journalistischer Beitrag

Ein TV-Beitrag im ZDF heute journal berichtet sehr positiv über mögliche frühzeitige Anzeichen für eine spätere Parkinson-Erkrankung: Schlafverhaltensstörungen während der REM-Phase (REM=Rapid Eye Movement) und spezielle Bewegungen des Magens.

Wie sicher diese Anzeichen Parkinson vorhersagen können, wird nicht ausreichend erklärt, auch wird nicht deutlich, wie hoch die Rate der Fehlprognosen ist. Offen bleibt, wie gut diese Anzeichen in Studien untersucht sind. Es kommen nur ein Mediziner und ein Patient zu Wort. Der Artikel geht über eine ältere Pressemitteilung hinaus, macht aber nicht deutlich, wie neu die Erkenntnisse eigentlich sind. Es bleibt unklar, welche anderen Parameter genutzt werden, um eine drohende Parkinsonerkrankung frühzeitig zu erkennen. Inwieweit die beschriebenen Anzeichen bereits eine realistische Option für die Früherkennung sind, wird nicht erklärt, ebenso wenig die entstehenden Kosten. Parkinson wird in diesem insgesamt unkritischen und zu diesem Zeitpunkt auch nicht aktuellen und wenig relevanten Beitrag in einer Hauptnachrichtensendung nicht übertrieben dargestellt.

Pressemitteilung

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages und einer Konferenz berichten die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson-Gesellschaft (DPG) in einer gemeinsamen Pressemitteilung („Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag: Früherkennung als Schlüssel zu neuen Therapien“) über mögliche Parameter für die Früherkennung einer Parkinsonerkrankung, darunter Schlafverhaltensstörungen während der REM-Phase (REM=Rapid Eye Movement).

Der Text macht deutlich, dass diese Parameter noch nicht geeignet sind, das Auftreten von Parkinson verlässlich vorherzusagen. Negative Aspekte der Früherkennung werden nicht thematisiert. Wie gut die Aussagekraft der Studien ist, wird ebenfalls nicht deutlich. Es kommen verschiedene Mediziner zu Wort und der Text macht deutlich, dass die Phänomene schon einige Zeit untersucht werden, aber noch nicht abschließend erforscht sind. Der Text macht klar, dass verschiedene Möglichkeiten zur Früherkennung im Fokus der Forschung stehen, dass diese aber noch nicht breit für eine Früherkennung eingesetzt werden. Parkinson wird in dieser informativen und mit wichtigen Zusatzinformationen für Journalisten gespickten Pressemitteilung nicht übertrieben dargestellt. Widersprüche in der dargestellten Forschung werden indes nicht deutlich.

Medizinjournalistische Kriterien

1. Im journalistischen Beitrag ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Es werden Symptome beschrieben, die einer manifesten Parkinsonerkrankung vorausgehen können (REM-Schlafverhaltensstörungen, veränderte Magenbewegungen). Im Beitrag wird erklärt, früh erkannt ließe sich Parkinson „mit Medikamenten sehr weit eindämmen“. Doch weder wird der realistische Nutzen der diagnostischen Verfahren deutlich (Wie gut kann die Parkinsonerkrankung tatsächlich vorausgesagt werden?), noch wird Konkretes zum Nutzen einer frühzeitigen Behandlung gesagt (Wie gut kann die Krankheit eingedämmt werden?). Für diagnostische Tests sind zudem verschiedene Parameter wichtig in der Berichterstattung: Es braucht Angaben zur Sensitivität (Richtig-Positiv-Rate, also die Rate, mit der eine vorhandene Parkinsonerkrankung korrekt erkannt wird) und Spezifität (Richtig-Negativ-Rate, also die Rate, mit der ein Test korrekt nicht anschlägt, wenn keine Parkinsonerkrankung vorhanden ist). Ob es dazu überhaupt schon verlässliche Daten gibt, erklärt der Beitrag nicht.

1. In der Pressemitteilung ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Die Pressemitteilung nennt eine Reihe von Symptomen, die auf eine spätere Parkinson-Erkrankung hinweisen könnten und gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese bei Personen auftreten, bei denen später eine Parkinson-Erkrankung diagnostiziert wird (im Vergleich zu Gesunden). Es wird dabei nicht der Eindruck erweckt, es handele sich bereits um etablierte diagnostische Verfahren, was insbesondere im einleitenden Absatz explizit erklärt wird. Daher halten wir es für noch akzeptabel, dass genauere Angaben zum Nutzen solcher Tests (Sensibilität, Spezifität) fehlen.

Es werden außerdem im letzten Absatz Angaben zu Therapiefortschritten gemacht, die nicht näher mit Zahlen beschrieben sind. Da die Pressemitteilung im Wesentlichen über Früherkennung informiert, wären beispielhafte Zahlenangaben zum Nutzen der angesprochenen Bewegungstherapie und des Gehirntrainings zwar hilfreich gewesen, aber nicht unbedingt erforderlich.

2. Im journalistischen Beitrag sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Das Risiko falsch positiver bzw. falsch negativer Diagnosen spricht der Beitrag nicht an. Hinzu kommt: Es wird leider nicht darauf eingegangen, welche Risiken eine solche Früherkennung mit sich bringen kann, beispielsweise in psychologischer Hinsicht: wie geht ein Mensch damit um, wenn er weiß, dass er wahrscheinlich später an Parkinson erkranken wird? Auch bleibt unklar, welche möglichen Folgen diese Prognose für das Berufsleben hat, für die Krankenversicherung, für das Privatleben etc. Dies sind ganz wesentliche Aspekte in der Diskussion um Früherkennung, die unerwähnt bleiben.

2. In der Pressemitteilung sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Auf das Thema der falschen Vorhersagen wird nicht eingegangen. Auch Aspekte wie z.B. ein Verlust an Lebensqualität durch das Wissen um die drohende Erkrankung spricht die Pressemitteilung nicht an, sondern stellt nur den Nutzen einer früheren Therapie heraus.

3. Im journalistischen Beitrag ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Wie gut die Verfahren in Studien untersucht sind, wie sicher also die Aussagen zum Vorhersagewert der Tests sind, bleibt offen. Einzige wissenschaftliche Quelle ist der Mediziner, der selbst zum Thema forscht.

3. In der Pressemitteilung ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Unter der Zwischenüberschrift „Was die Wissenschaft weiß“ wird erläutert, wie Forscher vorgegangen sind, um frühe Anzeichen der Erkrankung aufzuspüren: durch die Analyse von Hausarztaufzeichnungen. Auf die Schwachpunkte einer solchen retrospektiven Analyse geht der Text allerdings nicht ein.

Für die zusätzliche Angabe zu REM-Schlafverhaltensstörungen (REM sleep behaviour disorder, RBD) fehlt jede Information zum Vorgehen. Auch weicht die Angabe in der am Ende der aufgeführten Quelle (Oertel et al. 2014) von der Zahl (bis zu 85-prozentige Wahrscheinlichkeit zu erkranken) im Pressetext ab: In der Fachpublikation heißt es dazu: „dass Betroffene mit einer idiopathischen RBD ein auf bis zu 80 % erhöhtes spezifisches Risiko haben, in 10 bis 20 Jahren eine neurodegenerative Erkrankung (…) (Parkinson-Krankheit, Demenz vom Lewy-Körper-Typ, Multisystematrophie) zu entwickeln.“

Solche „bis zu“-Angaben halten wir generell für problematisch, weil sie einen Extremwert beschreiben und nicht einen Durchschnittswert.

Zu den kurz angesprochenen Therapieformen wird ebenfalls nicht erklärt, worauf die Angaben beruhen.

4. Im journalistischen Beitrag werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert und es wird auf INTERESSENSKONFLIKTE hingewiesen.

Es werden nur ein Mediziner und ein Patient herangezogen, jede Einordnung durch weitere Experten oder ein Bezug auf andere Quellen fehlt. Mögliche Interessenkonflikte werden nicht angesprochen.

4. In der Pressemitteilung wird auf INTERESSENSKONFLIKTE und die FINANZIERUNG hingewiesen und es werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert.

Es werden drei Experten unterschiedlicher Einrichtungen zitiert, allerdings ohne etwaige Interessenkonflikte zu thematisieren, daher werten wir nur knapp „erfüllt“.

Widersprüche zwischen den zitierten Wissenschaftlern werden leider nicht thematisiert (siehe Kriterium Darstellung).

5. Der journalistischen Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Eine Pressemitteilung, auf die der Beitrag sich unmittelbar aktuell beziehen könnte, haben wir nicht gefunden. Über den Text einer schon im April 2015 veröffentlichten Pressemitteilung geht der Beitrag hinaus, etwa durch das ausführlich vorgestellte Patientenbeispiel.

5. Der Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Dieses Kriterium ist bei Pressemitteilungen nicht anwendbar, wir beschreiben dennoch die über den reinen Pressetext hinausgehenden Zusatzinformationen.

Die Pressemitteilung stellt Links und bibliographische Angaben zu den angesprochenen Studien bereit, ergänzt zu Kontaktdaten zu den Medizinern und zur Pressestelle einer der Fachgesellschaften.

6. Der journalistische Beitrag macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Der Beitrag macht keine Aussagen dazu, wie lange die vorgestellten Frühzeichen/Diagnoseverfahren schon untersucht werden. Die Anmoderation suggeriert, dass es sich um neue Ergebnisse aus 2015 handele: Nach der Aussage, dass 2015 insgesamt kein gutes Nachrichtenjahr gewesen sei, heißt es: „Gutes kam aus der Forschung“. Tatsächlich wird die REM-Schlafverhaltensstörung schon länger als mögliches Frühzeichen von Parkinson untersucht (siehe z.B. hier aus dem Jahr 2007); zur veränderten Magenbeweglichkeit bei Parkinsonpatienten wurde bereits 2010 publiziert.

6. Die Pressemitteilung macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Aus dem Text wird deutlich, dass die dargestellten Forschungsarbeiten noch laufen, langfristig angelegt sind und bislang nicht zu abschließenden Ergebnissen geführt haben.

7. Im journalistischen Beitrag werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Welche anderen Symptome oder Ansätze – neben den REM-Schlafstörungen und den veränderten Magenbewegungen – als Frühzeichen von Parkinson angesehen werden und möglicherweise der Frühdiagnostik dienen könnten, erwähnt der Beitrag nicht. Tatsächlich wird hier eine Vielzahl von Anzeichen untersucht, siehe z.B. hier. In diesem Fachartikel wurden übrigens die REM-Schlafverhaltensstörungen aus der näheren Untersuchung ausgeschlossen, da sie zu selten vorkamen.

7. In der Pressemitteilung werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Es wird klar, dass viele verschiedene Anzeichen für eine spätere Parkinson-Erkrankung untersucht wurden und werden. Auch bei den kurz angesprochenen Therapien werden neben Medikamenten Bewegungstherapie und Gehirntraining genannt.

8. Im journalistischen Beitrag wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Ob die beschriebenen Tests schon allgemein verfügbar sind, oder nur im Rahmen von Studien eingesetzt werden, erfahren Zuschauerinnen und Zuschauer nicht. Somit bleibt zum Beispiel offen an wen sich von solchen Schlafstörungen Betroffene wenden können.

8. In der Pressemitteilung wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Die Pressemitteilung macht deutlich, dass sich die Parkinson-Früherkennung noch im Forschungsstadium befindet und nicht etwa schon breit verfügbar ist. Wichtig finden wir einordnende Hinweise wie diesen: „Als Vorsorgemaßnahme für den Einzelnen bringt die Früherkennung allerdings noch wenig. ‚Die Frühsymptome sind lediglich ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko – es gibt bisher aber weder ein verlässliches Kriterium, das mit Sicherheit anzeigt, dass ein Mensch im Laufe der nächsten Jahre Parkinson entwickeln wird, noch Medikamente, die die Entstehung verhindern können‘, betont Professor Daniela Berg von der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG).“

Hilfreich wäre noch ein Hinweis gewesen, ob es eine Möglichkeit gibt, sich an den laufenden Studien als Proband zu beteiligen.

9. Der journalistische Beitrag geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Der Beitrag macht keinerlei Aussagen zu den Kosten, etwa zur Kostenübernahme der Untersuchungen der Magenbewegungen oder des Besuchs im Schlaflabor durch die Krankenkassen.

9. Die Pressemitteilung geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Da der Artikel Lesern deutlich macht, dass die Früherkennung anhand der vorgestellten Parameter noch im Forschungsstadium ist, sind Angaben zu späteren Kosten der Frühdiagnostik noch nicht zu erwarten. Daher wenden wir das Kriterium nicht an.

10. Der journalistische Beitrag vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING).

Die Parkinson-Erkrankung wird nicht übertrieben dargestellt.

10. Die Pressemitteilung vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING).

Die Parkinson-Erkrankung wird nicht übertrieben dargestellt.

Allgemeinjournalistische Kriterien

1. Das THEMA des journalistischen Beitrags ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Das Thema Parkinson-Diagnostik bz. Früherkennung ist zwar allgemein relevant, doch ist kein Anlass erkennbar, zu diesem Zeitpunkt in einer Hauptnachrichtesendung darüber zu berichten. Die Ankündigung als positive Nachricht aus 2015 lässt Zuschauer vermuten, dass hierzu eine bedeutende Studie o.ä. erschienen sei, eine solche wird aber nicht präsentiert. Zum Parkinsontag im April 2015 hieß es in einer Pressemitteilung „Als Vorsorgemaßnahme für den Einzelnen bringt die Früherkennung allerdings noch wenig. (…) Die Frühsymptome sind lediglich ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko – es gibt bisher aber weder ein verlässliches Kriterium, das mit Sicherheit anzeigt, dass ein Mensch im Laufe der nächsten Jahre Parkinson entwickeln wird, noch Medikamente, die die Entstehung verhindern können“, betont Professor Daniela Berg von der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG). Dass sich hier Bedeutendes geändert hat, über das in einer täglichen Hauptnachrichtensendung zu berichten wäre, ist für uns nicht erkennbar.

1. Das THEMA der Pressemitteilung ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Die Presseerklärung wird zum Welt-Parkinson-Tag herausgegeben – ein bedingt aktueller Anlass. Zusätzliche Aktualität verleiht jedoch der kurz danach stattfindende Parkinson-Kongress. Das Thema Parkinson-Forschung ist außerdem dauerhaft relevant.

2. Die Darstellung des Themas ist im journalistischen Beitrag gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Mit dem Patientenbeispiel und der Befragung eines renommierten Parkinsonforschers ist der Beitrag gut gemacht. Aufnahmen aus dem Schlaflabor und eine grafische Darstellung des angenommenen Krankheitsverlaufs machen den Beitrag optisch abwechslungsreich und interessant. Es fehlt jedoch jede kritische Nachfrage zu den Aussagen des befragten Wissenschaftlers. Auch die äußerst optimistische Anmoderation trägt dazu bei, dass letztlich eher der Eindruck von Hofberichterstattung aus der Wissenschaft entsteht. Alles in allem werten wir daher – wenn auch knapp – „nicht erfüllt“.

2. Die Darstellung des Themas ist in der Pressemitteilung gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Das Thema wird verständlich dargelegt, der Text ist logisch aufgebaut und laienverständlich geschrieben.

Der Pressetext beginnt mit einem Absatz, der einen Überblick gibt und zugleich auch schon auf den begrenzten Wissensstand hinweist. Dann wird klar gegliedert berichtet: Warum wird an der Früherkennung geforscht, wie ist der  Kenntnisstand (anhand aktueller Studien), am Ende steht ein Ausblick auf Therapiefortschritte. Es folgt ein gelungener „Service“-Abschnitt mit Kurzinfos zur Erkrankung, Kontaktdaten und Publikationen. Damit lädt die Pressemitteilung förmlich zur weiteren Recherche ein, was auch notwendig erscheint, denn auf Widersprüche zwischen den zitierten Medizinern weist der Text nicht hin: So setzt der Forscher Oertel auf die REM-Schlafstörungen als das „spezifischste und geeignetste Frühzeichen“, , während die Mediziner Schrag und seine Ko-Autoren in der angeführten Publikation schreiben: „REM sleep behaviour disorder, anosmia, hypersalivation, and cognitive decline were all reported in less than 1% of people per 1000 person-years and were excluded from further analyses.“

Für Laien wie fachfremde Journalisten, die nicht die Möglichkeiten einer spezifischen Recherche wie Fachjournalisten besitzen, wäre dies eine wichtige Information gewesen.

3. Die Fakten im journalistischen Beitrag stimmen.

Im Beitrag erklärt der Mediziner, dass Menschen mit REM-Schlafverhaltensstörungen „mit etwa 85 Prozent in 15 Jahren an der Parkinsonerkrankung erkranken“. Dies erscheint übertrieben angesichts der Aussage aus einem Übersichtsartikel des Mediziners, in dem es heißt, dass Menschen mit dieser Schlafstörung in „bis zu 80 Prozent“ der Fälle Parkinson oder eine andere neurodegenerative Erkrankung entwickeln. Ansonsten haben wir keine weiteren Faktenfehler gefunden, indes gibt es auch wenig überprüfbare Information. Wir werten „knapp erfüllt“.

3. Die Fakten in der Pressemitteilung stimmen.

Mit Ausnahme der bereits unter Kriterium Evidenz genannten Ungenauigkeit zum Vorhersagewert der REM-Schlafstörungen sind uns keine Fehler aufgefallen.

Journalistischer Beitrag
Pressemitteilung
Medizinjournalistische Kriterien
2 von 10 erfüllt
6 von 8 erfüllt
Allgemeinjournalistische Kriterien
1 von 3 erfüllt
3 von 3 erfüllt
Gesamtbewertung

Kriterium erfüllt Kriterium erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht anwendbar


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