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„Grippe-Saison gestartet: Wie gut wirkt der Impfstoff?“

„Grippe-Saison gestartet: Wie gut wirkt der Impfstoff?“

Die dpa versucht die Frage zur Wirksamkeit des Grippeimpfstoffs der diesjährigen Saison zu klären, verdeutlicht Unsicherheiten dazu, geht aber von einer falschen Prämisse aus. Die gemeinsame Pressemitteilung dreier Gesundheitsinstitutionen zur Grippeimpfung spricht zwar viele Aspekte an, manches kommt dadurch indes zu kurz.

Zusammenfassung

Journalistischer Beitrag

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet in einem Hauptartikel und einem kurzen Hintergrundtext über den aktuellen Grippeimpfstoff zu Beginn der Grippesaison. Anlass sind u.a. Lieferschwierigkeiten bei einem Vierfachimpfstoff.

Die Informationen zum mögliche Nutzen sind nicht ausreichend konkret dargestellt und gehen zudem von einer falschen Prämisse aus. Risiken und Nebenwirkungen der Impfstoffe werden gar nicht erklärt. Wie gut die Aussagen zur Wirksamkeit der Impfstoffe (insbesondere des Vierfachimpfstoffs) in Studien untersucht sind, wird nicht deutlich. Es kommen mehrere Experten zu Wort, der Artikel geht klar über eine gemeinsame Pressemitteilung von RKI, PEI und BzgA hinaus. Es wird klar, dass jährlich neue Grippeimpfstoffe zusammengestellt werden müssen. Die Verfügbarkeit wird deutlich, es wird indes nicht auf Alternativen zur Vorbeugung oder Behandlung der Grippe eingegangen. Der Kostenaspekt wird nicht hinreichend erläutert. Grippe wird nicht übertrieben dargestellt. Der weitgehend gut lesbare und meist verständliche Text, hätte an einigen Stellen Aussagen von Experten noch etwas besser einordnen können. Der kurze Hintergrundtext liefert einige wenige weitere Informationen zur Grippe, eine Linkliste führt zu tiefergehenden Informationen. Beide werden indes von verschiedenen Medien, die die Meldung aufgreifen, nur teilweise oder gar nicht an die Leser weitergeben.

Pressemitteilung

In einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten das Robert Koch Institut (RKI), das Paul Ehrlich Institut (PEI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich der bevorstehenden Grippe-Saison über unterschiedliche Aspekte zum Thema Grippe, Impfung und Impfstoffe. Dabei kommen aufgrund der Vielzahl der Aspekte einige wichtige Informationen zu kurz.

Der mögliche Nutzen der Impfstoffe wird ausreichend deutlich, Informationen zu Risiken und Nebenwirkungen fallen indes zu knapp aus. Wie gut die Aussagen in der Pressemitteilung belegt sind, wie aussagekräftig etwa die Studien sind, erfahren Leser nicht. Es kommen mehrere Experten zu Wort und es wird auf die WHO als externe Quelle verwiesen, der Aspekt möglicher Interessenkonflikte wird indes nicht thematisiert. Es wird nicht immer ausreichend deutlich, was das jeweils Neue an den Informationen ist. Auf Alternativen geht die Pressemitteilung ein, die Verfügbarkeit der beiden Impfstoffe wird nur knapp beschrieben. Auf Kosten geht der Text nicht ein. Grippe wird nicht übertrieben dargestellt.

Der insgesamt sachlich gehaltene Text spricht viele interessante Aspekte an, manche jedoch zu knapp, ergänzt wird der Hauptbeitrag durch einen kurzen verbrauchernahen Text und weiterführende Links.

Medizinjournalistische Kriterien

1. Im journalistischen Beitrag ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Der Nutzen einer Grippeimpfung wird nicht ausreichend beschrieben. Zwar ist es zu begrüßen, dass Unsicherheiten deutlich gemacht werden – Mediziner seien uneinig darüber, ob es einen erhöhten Nutzen von sogenannten Vierfach-Impfstoffen gegenüber Dreifach-Impfstoffen gibt, heißt es. Irreführend ist jedoch der Satz: „Ob der Impfstoff aber immer wirkt, diese Frage treibt Experten schon seit Wochen um“. Tatsächlich wirkt kein Grippeimpfstoff „immer“. Laut Angaben des RKI, die der von uns bewerteten Pressemitteilung zu entnehmen sind, betrug die Impfeffektivität in der vergangenen Grippesaison 27 Prozent, sonst in der Regel zwischen 40 und 60 Prozent. Diese entscheidenden Informationen fehlen. Weitere Angabe zur Effektivität von Grippe-Impfungen wären z.B. hier zu finden gewesen.

Auch auf den Seiten von Gesundheitsinformation.de finden sich hilfreiche Angaben zur Wirksamkeit von Grippe-Impfstoffen.

1. In der Pressemitteilung ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Der mögliche Nutzen einer Grippeimpfung wird zwar erst gegen Ende des Textes angesprochen, dort aber in Zahlen angegeben (Wirksamkeit in der Regel zwischen 40 und 60 Prozent, im Vorjahr nur 27 Prozent, da der Erreger mutierte, nachdem die Impfstoffproduktion bereits begonnen hatte). Zusätzlich interessant wären Angaben zum Nutzen für verschiedene Risikogruppen gewesen, oder die Anzahl der Personen, die geimpft werden muss, um eine Erkrankung zu verhindern (siehe dazu z.B. http://www.cochrane.org/CD001269/ARI_vaccines-to-prevent-influenza-in-healthy-adults).

2. Im journalistischen Beitrag sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Risiken und Nebenwirkungen der Grippeimpfung spricht der Beitrag nicht konkret an. Es ist nur allgemein von „Misstrauen in die Impfung die Rede“. Ob dieses sich auf die Wirksamkeit bezieht oder auf eventuelle Nebenwirkungen, wird dabei nicht erläutert.

2. In der Pressemitteilung sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Die  Pressemitteilung geht auf mögliche Risiken folgendermaßen ein: „Die zugelassenen mpfstoffe sind gut verträglich. Auch für Schwangere und das ungeborene Kind konnte in verschiedenen Studien die Sicherheit der Grippeimpfung nachgewiesen werden. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.“ Wir finden – auch angesichts des Misstrauens gegenüber Impfungen – dass dazu insbesondere von einer offiziellen Stelle genauere Angaben vonnöten wären. Welche Nebenwirkungen genau treten auf, was bedeutet „selten“?

3. Im journalistischen Beitrag ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Zur Frage, die der Artikel ins Zentrum stellt: „Ist der Vierfach-Impfstoff besser?“ bezieht sich der Text ausschließlich auf Expertenmeinungen. Allerdings existiert eine vom Hersteller eines Vierfach-Impfstoffs finanzierte Simulation, (siehe Arzneitelegramm Oktober 2015), die einen eher bescheidenen Zusatznutzen errechnet. Auf diese hätte man Bezug nehmen können. Insgesamt fehlt die klare Aussage, dass es zu dieser Frage keine Studien gibt und ein zusätzlicher Nutzen nicht nachgewiesen ist.

Der Beitrag bezieht sich im Wesentlichen nicht auf eine Studie, sondern auf Hochrechnungen und Erfahrungswerte aus den letzten Jahren, wie im Text deutlich wird. Dabei wird auch klar, dass diese mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind („Wie viele Grippefälle es gab, ist schwer zu sagen. Ärzte lassen nur einen Bruchteil der Patienten labordiagnostisch untersuchen.“).

Bei der Angabe „6,2 Millionen zusätzliche Arztbesuche“ handelt es sich um einen Schätzwert – das wird nicht deutlich. Insgesamt werten wir knapp „nicht erfüllt“. 

3. In der Pressemitteilung ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Zur Effektivität des Impfstoffs heißt es lediglich „nach Berechnungen des RKI“ – hier hätte man gerne Näheres erfahren. Zu der zitierten RKI-Studie „Influenza-Impfquoten, Wissen und Einstellungen bei Risikogruppen“ fehlen alle Angaben zum Vorgehen. Dass die Angaben auf Telefoninterviews mit rund 1500 Personen beruhen, berichtet die Pressemitteilung nicht. Es fehlt die Literaturangabe zu dieser online frei zugänglichen Studie (BMC Public Health 2015, 15:618) und sie ist in der online-Version der Pressemitteilung auch nicht verlinkt, was es Journalisten und anderen interessierten Lesern bzw. Journalisten erschwert, Informationen zur Evidenz einzuholen.

4. Im journalistischen Beitrag werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert und es wird auf INTERESSENSKONFLIKTE hingewiesen.

Der Beitrag lässt verschiedene Experten zu Wort kommen, bei denen jeweils deutlich wird, zu welcher Institution (RKI, Charité) sie gehören. Besondere Interessenkonflikte sind für uns nicht erkennbar. Ohne Namensnennung werden eine Krankenkasse sowie ein Impfstoffhersteller zitiert, bei denen die Interessenlagen offensichtlich sind.

4. In der Pressemitteilung wird auf INTERESSENSKONFLIKTE und die FINANZIERUNG hingewiesen und es werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert.

Die Pressemitteilung zitiert Experten der drei beteiligten Institutionen, zusätzlich wird auf Empfehlungen der WHO Bezug genommen. Wir werten nur knapp „erfüllt“, weil es keine Angaben dazu gibt, ob mögliche Interessenkonflikte vorliegen.

5. Der journalistischen Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Der Beitrag finden sich Informationen aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Robert Koch Institut (RKI), Paul Ehrlich Institut (PEI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Der Artikel geht jedoch deutlich darüber hinaus, indem er z.B. weitere Experten zitiert, die nicht in der Pressemitteilung angeführt werden. 

5. Der Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Dieses Kriterium ist bei Pressemitteilungen nicht anwendbar, wir beschreiben dennoch die über den reinen Pressetext hinausgehenden Zusatzinformationen.

Es sind keine Kontaktdaten in der Online-Version des RKI angeben. Wie schon unter dem Kriterium Belege angemerkt, gibt es keine Literaturangaben oder einen Link zur Studie des RKI. In der Online-Version des PEI gibt es Kontaktdaten zur Pressestelle. In einer pdf-Version ebenso wie in der idw-Version gibt es Kontaktdaten zu den Pressestellen aller drei Institutionen.

6. Der journalistische Beitrag macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Es wird implizit klar, bzw. kann auch als bekannt vorausgesetzt werden, dass es Grippeimpfungen seit langem gibt. Der Beitrag beschreibt, dass diese Impfstoffe von Jahr zu Jahr an die aktuell kursierenden Erregerstämme angepasst werden. Es wird deutlich, dass es eine aktuelle Diskussion um die Qualität verschiedener Impfstoffe gibt.

6. Die Pressemitteilung macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Dass die Grippeimpfung nicht neu ist, dürfte bekannt sein, zugleich macht der Text klar, dass es jede Saison eine neue, angepasste Variante gibt. Außerdem macht der Text auf eine Umfrage zum Impfwissen aufmerksam und weist auf einen neuen Internetauftritt hin, bei dem indes nicht klar wird, ob es neben dem neuen Design auch neue Inhalte gibt. Bei der vorgestellten Studie zu Influenza-Impfquoten wird erklärt dass sie „neu“ sei – allerdings ist sie bei Erscheinen der Pressemitteilung im Oktober 2015 schon einige Monate alt, publiziert im Juli 2015. Was zu den Ursachen der geringen Grippeimpfquoten schon zuvor bekannt war, und was die Studie zudem grundlegend Neues ergab, wird nicht ausreichend erläutert. Daher werten wir alles in allem nur knapp „erfüllt“.

7. Im journalistischen Beitrag werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Es wird zwar klar, dass nicht für alle Gruppen eine Impfung empfohlen wird, dass Nicht-Impfen für die anderen also eine Alternative darstellt. Ob es jedoch andere Möglichkeiten gibt, einer Grippeinfektion vorzubeugen (z.B. hygienische Maßnahmen), oder diese zu behandeln (antivirale Mittel), erwähnt der Beitrag nicht. Im begleitenden Hintergrund-Text heißt es nur, dass Antibiotika keine Option sind, weil diese nur gegen bakterielle Erkrankungen helfen.

7. In der Pressemitteilung werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Es wird auf weitere Möglichkeiten hingewiesen, einer Grippeimpfung vorzubeugen (Hygienemaßnahmen). Auch die Behandlungsmöglichkeit durch antivirale Arzneimittel wird kurz erwähnt.

8. Im journalistischen Beitrag wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Es wird klar, dass das Produkt – die Impfung also – bereits verfügbar ist bzw. dass der Vierfachimpfstoff schon nicht mehr verfügbar ist.

8. In der Pressemitteilung wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Es wird klar, dass neue, aktualisierte Impfstoffe zur Verfügung stehen. Dass der Vierfachimpfstoff bereits knapp geworden ist, erfährt man indes nicht. Daher werten wir nur knapp „erfüllt“.

9. Der journalistische Beitrag geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Der Beitrag berichtet zwar, dass der von den Kassen nicht erstattete Vierfachimpfstoff „deutlich teurer“ sei als der Dreifachimpfstoff, der nach Angaben einer Krankenkasse „weniger als ein Drittel“ koste. Doch wird nicht klar, wie hoch die absoluten Kosten für eine solche Impfung sind, und dass es zu den Unterschieden offenbar widersprüchliche Angaben gibt (nach Angaben des Arznei-Telegramms rund 7 Euro für den Dreifach-, rund 13 Euro für den Vierfach-Impfstoff (jeweils für 10 Fertigspritzen). Bei einem Text, der sich in wesentlichen Teilen mit finanziellen Aspekten – einer möglichen Benachteiligung von Kassenpatienten – befasst, wäre eine solche Angabe jedoch notwendig gewesen.

Zudem fehlen Angaben dazu, für welche Gruppen die Kosten einer Impfung von den Kassen übernommen werden.

9. Die Pressemitteilung geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Die Pressemitteilung enthält keine Angaben zu den Kosten und dazu, für welche Impfstoffe und welche Risikogruppen die Krankenkassen die Kosten übernehmen.

10. Der journalistische Beitrag vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING).

Grippe wird weder übertrieben dargestellt noch verharmlost.

10. Die Pressemitteilung vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING). 

Das Krankheitsbild wird nicht übertrieben dargestellt.

 

Allgemeinjournalistische Kriterien

1. Das THEMA des journalistischen Beitrags ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Das Thema Grippeimpfung ist jährlich wiederkehrend zu Beginn der Grippesaison aktuell und relevant; einen zusätzlichen aktuellen Anlass gibt es mit der Diskussion um den Vierfach-Impfstoff.

1. Das THEMA der Pressemitteilung ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Das Thema Grippeimpfung ist zu Beginn der Grippesaison alljährlich wiederkehrend relevant. Die Aktualität der vorgestellten Studie wirkt allerdings ein wenig übertrieben dargestellt, da diese bereit mehr als ein Vierteljahr alt ist.

2. Die Darstellung des Themas ist im journalistischen Beitrag gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Der Text ist in weiten Teilen verständlich geschrieben. Allerdings bleiben manche Fachbegriffe wie „Antigene“ unerklärt. Insgesamt werden die beiden „Lager“ schon skizziert, die Sorgen dargestellt. Stilistisch ist der Text nicht immer gelungen, etwa, wenn auf ein Zitat eines Arztes direkt das Zitat des anderen folgt.

Nebulös bleiben die Ausführungen zur „Ausschreibungspraxis der gesetzlichen Krankenkassen“. Unklar bleibt, warum eventuelle Unterschiede in der Effektivität eines Impfstoffs für den Einzelnen irrelevant sein sollen, wie einer der Zitierten erklärt. Aussagen wie „vielleicht hat man etwas mehr Glück mit dem Vierfach-Impfstoff“ tragen eher zur Verwirrung bei. Hier hätte man bei der Expertin genauer nachfragen müssen. Unglücklich erscheint es auch, dass erst gegen Ende des Textes die Risikogruppen benannt werden. Der Hintergrundtext nennt weitere interessante Informationen, etwa zur Unterscheidung einer Grippe von einer Erkältung oder besser einem „grippalen Infekt“. Positiv finden wir auch, dass weiterführende Links mitgeliefert werden, die indes (wie auch der Hintergrundtext) nur von einigen Medien an die Leser weitergegeben werden.

Alles in allem werten wir nur knapp „erfüllt“.

2. Die Darstellung des Themas ist in der Pressemitteilung gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Die Pressemitteilung enthält eine Vielzahl von Informationen, die recht dicht gedrängt erscheinen. Die Sprache ist nüchtern gehalten, einzelne Sätze sind etwas lang geraten (z.B. der zweite. Satz). Einige Formulierungen sind fachsprachlich („tetravalente Impfstoffe“). Durch die klare und informative Darstellung bleibt der Text jedoch insgesamt verständlich. Positiv sind die „Tipps für den Alltag“ am Schluss zu bewerten. Auch Links zu weiterführenden Seiten sind eine sinnvolle Ergänzung, ein kurzer Text zu Verhaltensweisen, um eine Ansteckung zu verhindern, rundet das Paket ab.

3. Die Fakten im journalistischen Beitrag stimmen.

Anders als im Beitrag behauptet gibt es unter Experten keine Diskussion darüber, ob der Grippeimpfstoff „immer wirkt“, sondern nur darüber, ob der Vierfachimpfstoff effektiver ist (siehe Kriterium Nutzen). Da es sich um einen ganz grundlegenden Fehler handelt, der Leser in dem Glauben unterstützt, normalerweise schütze die Impfung immer vor einer Grippe, werten wir das Kriterium „nicht erfüllt“.

3. Die Fakten in der Pressemitteilung stimmen. 

Faktenfehler haben wir keine gefunden.


Wir werten aufgrund der drei nur knapp erfüllten medizinjournalistischen Kriterien um einen Stern ab.

Journalistischer Beitrag
Pressemitteilung
Medizinjournalistische Kriterien
5 von 10 erfüllt
6 von 9 erfüllt
Allgemeinjournalistische Kriterien
2 von 3 erfüllt
3 von 3 erfüllt
Gesamtbewertung

Kriterium erfüllt Kriterium erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht anwendbar


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