Was macht Medien-Doktor Medizin?

Wir beurteilen die Qualität medizin- journalistischer Beiträge in Publikums- medien nach festgelegten Kriterien und geben Tipps für das journalistische Handwerk. So hoffen wir, die Berichterstattung über neue Therapien, Arzneimittel, Tests und Behandlungsarten besser und verständlicher zu machen.
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„Vitamin G! Wie Grün“

Sich im „im Grünen“ aufzuhalten, auch im Rahmen von Therapien, könnte helfen, gesundheitliche Probleme zu verbessern, berichtet die Welt, und verweist auf verschiedene Studien, die dies belegen sollen. Viele wichtige Infos werden nur oberflächlich oder gar nicht angesprochen, ob es Studien gibt, die dagegen sprechen, bleibt offen. Die Pressemitteilung zu einer der Studien bleibt ähnlich oberflächlich.  

„Vitamin G! Wie Grün“

„Ein Neustart für das Nervensystem“

Eine Stammzelltherapie könnte nach den Ergebnissen einer kleinen Studie, Menschen mit einer schweren Multiplen Sklerose möglicherweise helfen, berichtet die F.A.Z. Leser bekommen die meisten notwendigen Informationen, insbesondere den Hinweis, wie vorsichtig man diese Ergebnisse betrachten muss. Die Pressemitteilung des Fachmagazins informiert die Leser ebenso gut.


„Boomerang-Effekt“

Der Tagesspiegel berichtet über eine Studie, nach der der derzeit einzige Impfstoff gegen Malaria bei Kindern kein gutes Ergebnis zeigt. Der Text erklärt verständlich, was die Ursache dafür ist, hätte aber bei einigen anderen Aspekten Lesern mehr Informationen geben können. Die Pressemitteilung bietet auch nicht wesentlich mehr.


„Die Pille davor“

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in einem interessant geschriebenen Artikel über zwei Studien, in denen ein Aidsmedikament getestet wurde, dass das Risiko einer Ansteckung senken könnte. Auch wenn die Nebenwirkungen nicht erklärt werden, bekommen Leser viele weitere wichtige Informationen zu dem Mittel. Die Pressemitteilung zu einer der Studien informiert weniger gut.  


„Kognitive Leistungsfähigkeit: Schwitz dich schlau“

Wissenschaftler empfehlen auf Grundlage der Studienlage, mehr Möglichkeiten für Sport und Bewegung für Schüler und Schülerinnen zu schaffen. Spiegel Online fasst den Artikel verständlich zusammen, auch wenn einzelne Aspekte etwas ausführlicher hätten erklärt werden können, wie auch bei der Pressemitteilung des Fachmagazins.