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Der Zeckenhorror geht weiter

Die Zahl der FSME-Erkrankungen in Deutschland ist um 63 Prozent gestiegen, meldet das RKI. Diese Aussage könnte man für besorgniserregend und berichtenswert halten, wenn man tatsächlich nur die Jahre 2010 und 2011 betrachtet – so wie es eine Vielzahl der Medien in den letzten Tagen getan hat. Die Besorgnis verschwindet, sobald man sich einfach ein paar mehr Jahre anschaut.

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Mittel gegen den Zecken-Horror (Nachtrag 14.5.)

Es hat schon Tradition, dass alljährlich mit Einzug des Frühlings sämtliche Medien der Republik ihre Leser, Zuhörer und Zuschauer eindringlich vor dem Gefahren der Zecken warnen. Zuletzt wurde es dank gelungener PR-Arbeit für den ersten süddeutschen Zeckenkongress zum „gefährlichsten Tier“ der Republik erklärt. Die Redaktionen nahmen den Ball bereitwillig auf: Die Begründung für die Panikmache lautet: „Keine andere Kreatur verursache hierzulande so viele Krankheitsfälle wie die kleinen Blutsauger.“ Das mag stimmen. Aber sollte man dies nicht auch in Relation zur Anzahl der Zeckenstiche sehen? Und was mag wohl das zweitgefährlichste Tier sein? Wie auch immer. Wenn Medien sich dazu entschließen ihre Nutzer…

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Ein-Quellen-Journalismus

Sich nur auf eine Pressemitteilung oder einen Mediziner für seinen Artikel oder Beitrag zu verlassen, hat wenig mit Journalismus zu tun. Diese Form der Berichterstattung hilft Konsumenten nicht weiter – und schadet dem Journalismus selbst.

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Brokkoli, schwerverdaulich

Eine Meldung des Gesundheitsportals „Netdoktor“ gibt formal korrekt eine dubiose Pressemitteilung einer US-Universität wieder. Grund genug für das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin, den Missstand anzuprangern – allerdings nur den journalistischen.

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Das Problem der DAK-Raucherstudie

Wir (z.B. hier) und vor allem unsere US-Kollegen haben immer wieder auf das Problem der Berichterstattung über Beobachtungsstudien hingewiesen. In den Artikeln und Beiträgen werden sprachlich meist kausale Zusammenhänge hergestellt („X führt zu Y“), obwohl dies mit dieser Art von Studie so direkt nicht möglich ist. Eine zurückhaltender Sprache wäre angebracht.   Grafik aus dem Pressematerial der DAK: Mit Streuung der Messwerte. Ein besonders prominentes Beispiel gab es zuletzt im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Raucherstudie der DAK, die bundesweit zu einem großen Medienecho führte. Es gab eine weitgehend einheitlich unkritische Berichterstattung mit dem Fazit: Rauchverbote in Kneipen und Restaurants…

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Mit Schlaftabletten Leser erschrecken

„Wer Schlaftabletten nimmt, stirbt früher.“ So in etwa kündigten viele Medien die Berichterstattung über eine Studie in einem medizinischen Fachmagazin an. Was nach klarer Aussage klingt, überfordert indes das Design der Studie, über die berichtet wurde. Bei Beobachtungsstudien ist sprachliche Zurückhaltung gefragt.

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Lesetipp: Promis, Mäuse und fehlende Nebenwirkungen

Eine Lesetipp zur Wochenmitte: Kai Kupferschmidt schreibt auf gehirn-info.de über die Rolle von erkrankten Prominenten in den Medien. Anlass ist der aktuelle Fall des ehemaligen Fußball-Managers Rudi Assauer, der an Alzheimer erkrankt ist. Im Artikel beklagt der Autor, dass sich Medien zu sehr auf solche prominenten Fälle stürzen und wichtige Forschungsergebnisse zu wenig beachten. Dabei habe es gerade im Zusammenhang mit Alzheimer zuletzt zwei wichtige und interessante Veröffentlichungen gegeben. Über das eine Ergebnis wurde zu wenig berichtet; über das zweite Ergebnis zwar häufiger, dafür fehlten wichtige Informationen: „Eine andere Studie wurde häufiger aufgegriffen. Forscher haben gezeigt, dass das Krebsmittel Bexaroten…

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Medizinberichterstattung: Die Rolle der Pressemitteilungen

Eine Studie liefert Hinweise darauf, wie medizinische Pressemitteilungen die Qualität der resultierenden journalistischen Artikel beeinflussen – im Guten wie im Schlechten. Die Medien-Doktor-Kriterien können helfen, bessere Pressemitteilungen zu verfassen.

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Ein Kasten, um über Studien zu informieren

Manche Autoren verzichten auf die Beschreibung einer Studie und deren Einordnung, weil sie finden, dass die komplizierte Materie nur den Lesefluss stört. Spiegel Online hat eine einfache Lösung für dieses Problem …

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Von Sesamstraße, Selbstbewusstsein und Selbstkritik

Eine Diskussionsrunde auf dem „World Health Summit“ in Berlin bescheinigte dem Journalismus mehr als eine wichtige Rolle beim Thema Gesundheitsinformationen. Lob und Kritik wie sie der Medien-Doktor betreibt, wurde dabei als hilfreich und notwendig erachtet.

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