Sprechstunde

Recherche-Tipp: Leitlinienwatch

Von Astrid Viciano

Wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Erkrankung geht, orientieren sich Ärztinnen und Ärzte meist an den aktuellen medizinischen Leitlinien. Je nach Studienlage, sind diese Empfehlungen mehr oder weniger gut durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert. Verfasst werden die Leitlinien meist durch Expertinnen und Experten des jeweiligen Fachgebiets bzw. der jeweiligen Fachgesellschaften. Doch wie unabhängig sind die Autoren und Autorinnen von wirtschaftlichen Interessen? Wie transparent werden Interessenskonflikte dargestellt? Und wie viele der Verfasserinnen und Verfasser haben einen Interessenskonflikt angegeben? Diesen wichtigen Fragen widmet sich der Leitlinienwatch, eine gemeinsame Initiative von Mezis, NeurologyFirst und Transparency International Deutschland. Insgesamt hat Leitlinienwatch bereits 168 Leitlinien bewertet, zuletzt zur Therapie des Schlaganfalls, zur hormonellen Empfängnisverhütung und zu Komplikationen der Leberzirrhose.


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