Sprechstunde

Journalismus und Wissenschafts-PR nun im Direktvergleich auf medien-doktor.de

Pressemitteilungen aus der Wissenschaft beeinflussen erheblich die Qualität der Berichterstattung in journalistischen Medien – und sie sind im Netz für Patienten und andere Endnutzer auch direkt zugänglich.

Von Juni 2015 an liefert das Medien-Doktor-Team daher nun Bewertungen von journalistischen Beiträgen im direkten Vergleich mit entsprechenden Pressemitteilungen. Im Teilprojekt Medien-Doktor PR-Watch sowie im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes INKA hatten wir zuvor anhand von mehreren Dutzend Fallbeispielen (zumeist aus dem Jahr 2013) untersucht, ob und wie sich wesentliche Kriterien des Medien-Doktor Medizin auch auf Wissenschafts-Pressemitteilungen anwenden lassen. Das Vorgehen ist u.a. in einer im Mai erschienenen Fachpublikation in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen beschrieben. Auf der 20-Jahr-Feier des Informationsdienst Wissenschaft (idw) im März 2015 in Berlin hatten wir die Kriterien auch mit Pressesprechern aus der Wissenschaft diskutiert.

Kombibewertung

In den kommenden Monaten setzen wir das Projekt mit aktuellen Beispielen fort. Die nun für jedermann zugängliche Analyse und Gegenüberstellung von Pressemitteilungen und medizinjournalistischen Beiträgen auf www.medien-doktor.de/medizin soll zum einen verdeutlichen, wie stark die Wissenschafts-PR auch in Deutschland den Journalismus beeinflusst (und das obwohl viele Journalisten gerne behaupten, solche Mitteilungen kaum zu nutzen). Zum anderen aber möchte das Medien-Doktor-Team konstruktive Vorschläge machen, wie Journalisten ebenso wie Mitarbeiter in der Wissenschafts-PR die Qualität ihrer Informationen verbessern könnten. Auf Anregungen und Kommentare per Mail freuen wir uns.


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