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„Mit Urinproben Brustkrebs nachweisen“

„Mit Urinproben Brustkrebs nachweisen“

Freiburger Mediziner berichten in einer kleinen Studie, dass bestimmte Mikro-RNA-Muster im Urin geeignet sein könnten, Brustkrebs zu erkennen. Deutlich verspätet berichtet die Pressestelle der Uniklinik und die Frankfurter Rundschau, die zudem lediglich die Pressemitteilung zusammenfasst. Die für diagnostische Tests typischen und wichtigen Informationen lassen beide vermissen.

Zusammenfassung

Journalistischer Beitrag

An der Uniklinik Freiburg haben Mediziner getestet, ob bestimmte Muster von so genannter Mikro-RNA (spezielle Ribonukleinsäure) im Urin geeignet sind, Brustkrebstumoren zu erkennen. Die Frankfurter Rundschau fasst die Pressemitteilung in einem vergleichsweise kürzeren Text zusammen. Nutzen und Risiken werden im Artikel nicht ausreichend erklärt, die Schwächen der Studie ebenfalls nicht. Es kommt lediglich ein beteiligter Mediziner zu Wort. Der Text macht deutlich, dass dies ein neuer Test ist. Leser können indirekt aus dem Text schließen, dass der Test noch nicht breit verfügbar ist. Die etablierten Alternativen werden kurz erwähnt, Brustkrebs wird nicht übertrieben dargestellt. Im Hinblick auf den Fachartikel ist der Text nicht aktuell, auch die Relevanz erscheint uns angesichts des sehr frühen Stadiums der Testentwicklung fraglich.

Pressemitteilung

Die Uniklinik Freiburg weist mit einer Pressemitteilung („Brustkrebs-Diagnostik: Neue Methode weist Tumor über Urin nach“) mehr als zwei Monate nach Erscheinen des zugehörigen Fachartikels auf eine Studie hin, nach der Mediziner anhand von Mustern verschiedener so genannter Mikro-RNA (bestimmte Ribonukleinsäuren) im Urin , Brustkrebstumoren erkennen wollen. Nutzen und Risiken werden dabei nicht ausreichend erläutert. Leser können aus verschiedenen Formulierungen schließen, dass die Ergebnisse noch unsicher sind. Es kommt lediglich ein beteiligter Mediziner zu Wort, der Aspekt Interessenkonflikte und Finanzierung wird nicht ausreichend thematisiert. Der Text macht die Neuheit des Verfahrens deutlich und spricht zumindest die etablierten Verfahren kurz an. Dass der Test nicht breit verfügbar ist, wird deutlich. Insgesamt halten wir die Relevanz und insbesondere die Aktualität des insgesamt gut lesbaren Textes für gering, angesichts der noch sehr frühen Phase der Entwicklung und der deutlich verspäteten Berichterstattung.


Hinweis: In einer vorherigen Version der Bewertung hatten wir für das Gesamtergebnis aufgrund eines Fehlers 2 Sterne angegeben. Dies haben wir korrigiert. Die Einzelbewertungen der Kriterien sind davon nicht betroffen.

Medizinjournalistische Kriterien

1. Im journalistischen Beitrag ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Es wird zwar allgemein deutlich, was der Test leisten soll. Die Beschreibung, dass er Brustkrebs mit 91-prozentiger Sicherheit vorher sagen könne, suggeriert eine hohe Treffsicherheit, ist indes nicht ausreichend, bei der Beschreibung eines diagnostischen Tests. Dazu bedarf es der Angaben zur Sensitivität (Richtig-Positiv-Rate, also die Rate, mit der ein vorhandener Tumor korrekt erkannt wird) und Spezifität (Richtig-Negativ-Rate, also die Rate, mit der ein Test korrekt nicht anschlägt, wenn kein Tumor vorhanden ist). Vor allem aber sind auf Grundlage von Versuchen mit zwei Gruppen mit jeweils nur 24 Probanden gar keine sicheren Aussagen dazu möglich; trotzdem suggeriert der Artikel hier eine hohe Zuverlässigkeit: „Das in Freiburg entwickelte Verfahren spürt im Test mit mehr als 90-prozentiger Sicherheit Tumorzellen auf.“

1. In der Pressemitteilung ist der NUTZEN ausreichend und verständlich dargestellt.

Zum möglichen Nutzen des Tests heißt es im ersten Absatz zwar: „Anhand der Mikro-RNA-Zusammensetzung im Urin konnten die Wissenschaftler mit einer Sicherheit von 91 Prozent feststellen, ob eine Probandin gesund oder krank war.“ Indes ist diese Angabe für einen diagnostischen Test nicht ausreichend. Dazu sind mindestens zwei Werte erforderlich, die als Sensitivität (Richtig-Positiv-Rate, also die Rate, mit der ein vorhandener Tumor korrekt erkannt wird) und Spezifität des Tests (Richtig-Negativ-Rate, also die Rate, mit der der Test korrekt nicht anschlägt, wenn tatsächlich kein Tumor vorhanden ist) bezeichnet werden.

2. Im journalistischen Beitrag sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Die möglichen Folgen eines fehlerhaften Tests werden nicht erwähnt. Zwar wird angedeutet, dass infolge einer falsch-positiven Mammographie oder Ultraschalluntersuchung unnötige Biopsien durchgeführt werden könnten („Doch Strahlenbelastung, falsch-positive Befunde und die Belastung durch einen Eingriff bringen diese Methoden immer wieder in die Kritik.“). Eben diese Risiken gibt aber es auch beim vorgestellten Urintest, schließlich liegt dessen Vorhersage-„Sicherheit“ nur bei 91 Prozent (s.o.). Das hier wegzulassen, stellt den neuen Test in ein unangemessen besseres Licht im Vergleich zum Konkurrenzverfahren Mammographie.

Einzig der Hinweis des Mediziners: „Der große Vorteil ist es, dass wir nur ein paar Milliliter Urin benötigen und kein Blut oder gar Gewebe (…).“ weist indirekt darauf hin (ohne es explizit zu erklären), dass die Probennahme mit einem geringeren Risiko für Probleme verbunden sein könnte.

2. In der Pressemitteilung sind RISIKEN und Nebenwirkungen angemessen berücksichtigt.

Die Folgen eines fehlerhaften Tests werden nicht erwähnt. Für Mammographie oder Ultraschalluntersuchung wird erklärt, dass in Folge eines falsch-positiven Testergebnisses unnötige Biopsien durchgeführt werden könnten („Doch Strahlenbelastung, falsch-positive Befunde und die Belastung durch einen Eingriff bringen diese Methoden immer wieder in die Kritik.“). Doch eben dieses Risiko gibt es auch beim vorgestellten Urintest, schließlich liegt auch dessen Vorhersage-„Sicherheit“ – wie bei allen diagnostischen Tests – nicht bei 100 Prozent (s.o.). Das hier wegzulassen, stellt den neuen Test in ein unangemessen besseres Licht im Vergleich zum Beispiel von Konkurrenzverfahren wie der Mammographie u.a..

Nur indirekt wird angedeutet, dass die Probennahme weniger Risiken hat als eine Blutentnahme oder gar Gewebeentnahme, wenn es heißt: „Der große Vorteil unserer Methode ist, dass wir nur ein paar Milliliter Urin benötigen und kein Blut oder gar Gewebe“, sagt Prof. Stickeler. Das macht das Diagnose-Verfahren sehr attraktiv für kontinuierliche Messungen, etwa zur Kontrolle des Therapieerfolgs.“

3. Im journalistischen Beitrag ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Es wird zwar berichtet, dass es in der Studie zwei Gruppen mit jeweils 24 Probandinnen gab. Dass dies aber für konkrete Aussagen zur Sensitivität und Spezifität nicht ausreicht, um verlässliche Aussagen zur Aussagekraft des Test zu machen, wird nicht ausreichend deutlich gemacht. Stattdessen heißt es etwa im Vorspann: „Das in Freiburg entwickelte Verfahren spürt im Test mit mehr als 90-prozentiger Sicherheit Tumorzellen auf.“

Lediglich der Hinweis, dass dies „nun mit größeren Patientinnengruppen bestätigt werden“ müsse, suggeriert, dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist und das Ergebnis, eigentlich kaum zu bezweifeln ist. Hier hätten wir insgesamt eine angemessenere Sprache für wichtig gehalten, die die Unsicherheiten im jetzigen Stadium einer Pilotstudie ausdrückt (in der Pressemitteilung ist von einem experimentellem Test die Rede). Auch dass in der Untersuchung unterschiedliche Brustkrebsstadien mit einbezogen wurden, was die Ergebnisse zusätzlich unsicher macht, erfahren Leser nicht. Einfach zu schreiben, dass mehr Patienten nötig sind, halten wir nicht für hinreichend.

3. In der Pressemitteilung ist die Qualität der Evidenz (STUDIEN etc.) richtig eingeordnet.

Es wird deutlich, dass es sich um eine kleine Studie handelt (jeweils 24 Probandinnen in Untersuchungs- und Kontrollgruppe). Zumindest im Vorspann wird erklärt, dass es sich um eine Pilotstudie handelt (auch wenn nicht erklärt wird, was dies konkret bedeutet). In einer Zwischenüberschrift wird der Test als experimentell bezeichnet. Diese Information zusammen mit dem Hinweis, dass die Ergebnisse erst noch in Studien mit größeren  Probandenzahlen bestätigt werden müsse, vermittelt Lesern zumindest ansatzweise, dass die Ergebnisse noch nicht besonders sicher sind, auch wenn wir noch genauere Informationen insbesondere zu den Schwächen der Studie sinnvoll fänden. Wir werten knapp „erfüllt“.

4. Im journalistischen Beitrag werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert und es wird auf INTERESSENSKONFLIKTE hingewiesen.

Der einzige Experte, der zitiert wird, ist gleichzeitig der Studienleiter. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass der Test zum Patent angemeldet ist. Daraus den journalistischen Schluss zu ziehen, dass der Studienleiter befangen sein könnte, und somit eine Einordnung durch einen unbeteiligten Mediziner vonnöten wäre, gelang leider nicht.

4. In der Pressemitteilung wird auf INTERESSENSKONFLIKTE und die FINANZIERUNG hingewiesen und es werden weitere EXPERTEN/Quellen zitiert.

Die Pressemitteilung liefertt keine Informationen zur Finanzierung der Studie, nur indirekt wird deutlich, dass Interessenkonflikte auch dadurch vorhanden sind, dass das Verfahren zum Patent angemeldet wurde (was im Text jedoch eher als „Qualitätsmerkmal“ betrachtet wird, das zudem gleich zwei Mal erwähnt wird.). Einschätzungen von unbeteiligten Experten oder Verweise auf andere Quellen gibt es nicht. Wir werten „nicht erfüllt“.

5. Der journalistischen Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Der Beitrag geht nicht über die Pressemitteilung hinaus, im Gegenteil, teils sind die Sätze Wort für Wort übernommen, ohne dass darauf hingewiesen würde. Einige durchaus hilfreiche Informationen aus der Pressemitteilung tauchen im Text hingegen nicht auf.

5. Der Beitrag geht über die PRESSEMITTEILUNG hinaus.

Dieses Kriterium ist bei Pressemitteilungen nicht anwendbar, wir beschreiben dennoch die über den reinen Pressetext hinausgehenden Zusatzinformationen.

Kontaktdaten des Seniorautors sind vorhanden, nicht aber die des Erstautors, es gibt auch einen Hinweis auf den Fachartikel mit Titel und Magazin. Allerdings fehlt ein Link zum Artikel, obwohl dieser sogar frei zugänglich ist, da er in einem Open Access-Magazin erschienen ist.

6. Der journalistische Beitrag macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Der Text macht deutlich, dass das Verfahren tatsächlich neu ist. So wird der Studienleiter zitiert: „Wir konnten erstmals zeigen, dass bei Brustkrebs das Mikro-RNA-Profil im Urin charakteristisch verändert ist.“

6. Die Pressemitteilung macht klar, wie NEU der Ansatz/das Mittel wirklich ist.

Im Vorspann ist von einer Pilotstudie die Rede, später heißt es: „Wir konnten erstmals zeigen, dass bei Brustkrebs das Mikro-RNA-Profil im Urin charakteristisch verändert ist, (…)“. Auch der Hinweis auf die Patentanmeldung macht Lesern klar, dass es sich hierbei um etwas Neues handelt.

7. Im journalistischen Beitrag werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Die Hauptalternativen Mammografie (Röntgen) und Ultraschall werden genannt, zudem werden deren mögliche Probleme angesprochen. Allerdings wird der Eindruck erweckt, „falsch-positive“ Befunde wären nur ein Schwachpunkt dieser etablierten Verfahren, obwohl dies auch bei diesem neuen Test möglich ist (siehe Kriterien Nutzen und Risiken). Es wird auch nicht deutlich gemacht, dass es auch andere (möglicherweise der Anwendung nähere) Urintests gibt, die Proteine oder andere Biomarker im Urin nachweisen, um eine Brustkrebserkrankung anzuzeigen oder auszuschließen (siehe etwa hier oder hier). Alles in allem werten wir nur knapp „erfüllt“.

7. In der Pressemitteilung werden ALTERNATIVE Behandlungsarten/Produkte/Tests vorgestellt.

Es werden die etablierten Früherkennungsmethoden (Mammographie per Röntgen/Ultraschall) genannt, dann wird indes nur auf mögliche Nachteile dieser Verfahren verwiesen (von denen zum Beispiel der Kritikpunkt „falsch-positive“ auch auf das neue Verfahren zutrifft). Über andere ähnliche Testverfahren, die Proteine oder andere Biomarker im Urin oder Blut hinweisen, wird nicht informiert. Wir werten alles in allem nur knapp „erfüllt“.

8. Im journalistischen Beitrag wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Auch wenn wir uns eindeutigere Angaben gewünscht hätte, können Leser durchaus schließen, dass der Test noch nicht verfügbar ist. So heißt es etwa: „Das neue Verfahren könnte möglicherweise künftig zur Kontrolle des Behandlungserfolgs bei Brustkrebs ebenso wie in der Früherkennung eingesetzt werden.“ Auch der Hinweis, dass der Test bereits als Patent angemeldet sei, und er „nun mit größeren Patientengruppen bestätigt werden“ soll, vermittelt, dass der Test sich noch nicht im regulären Einsatz mit Patientinnen befindet. Wir werten knapp „erfüllt“.

8. In der Pressemitteilung wird klar, ob oder wann ein(e) Therapie/Produkt/Test VERFÜGBAR ist.

Da an verschiedenen Stellen deutlich wird, dass es sich um die erste Studie dazu handelt, die zudem erst noch durch größere Studien bestätigt werden müssten, können Leser zumindest vermuten, dass der Test noch nicht verfügbar ist. In einer Zwischenüberschrift wird der Test als „experimentell“ beschrieben. Ob er zumindest im benannten Klinikum genutzt wird (im Rahmen von Studien) etwa, wird nicht recht deutlich. Dazu wären eindeutige Informationen wichtig gewesen. Wir werten nur knapp „erfüllt“.

9. Der journalistische Beitrag geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Der Test befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium, sodass Aussagen zu dessen Kosten noch nicht sinnvoll erscheinen. Daher wenden wir dieses Kriterium nicht an.

9. Die Pressemitteilung geht (angemessen) auf die KOSTEN ein.

Der Test befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium, in dem fundierte Aussagen zu den Kosten noch schwierig sind. Daher wenden wir dieses Kriterium nicht an.

10. Der journalistische Beitrag vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING).

Der Artikel nennt (zitiert aus der Pressemitteilung) relevante Zahlen über Brustkrebs und stellt die Erkrankung nicht übermäßig dramatisch vor.

10. Die Pressemitteilung vermeidet Krankheitsübertreibungen/-erfindungen (DISEASE MONGERING). 

Brustkrebs wird nicht übertrieben dargestellt.

 

Allgemeinjournalistische Kriterien

1. Das THEMA des journalistischen Beitrags ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Zwar ist das Thema Brustkrebs latent aktuell und auch ein bedeutende Erkrankung, ob dies indes ausreichend Anlass für diesen Artikel bietet, bezweifeln wir. Der Test befindet sich noch in einem frühen Stadium, ob und ab wann er tatsächlich verfügbar sein wird, bleibt völlig offen, die Ergebnisse sind noch unsicher angesichts der geringen Teilnehmerzahl der Studie. Letztlich steht auch die Aktualität infrage, denn der konkrete Anlass für den journalistischen Artikel ist offenbar die Pressemitteilung der Uniklinik Freiburg. Der Fachartikel erschien aber schon im März 2015, also fast drei Monate zuvor. Angesichts regelmäßiger Berichte über neue Diagnosetests zu unterschiedlichen Erkrankungen erscheint der Ansatz auch nicht mehr so ungewöhnlich, wie noch vor einigen Jahren. Alles in allem werten wir daher knapp „nicht erfüllt“.

1. Das THEMA der Pressemitteilung ist aktuell, relevant oder ungewöhnlich.

Aus der Sicht einer Uniklinik mag es zwar nachvollziehbar, dass ein solches Thema relevant ist („erster Nachweis“), indes befindet sich der Test noch in einem sehr frühen Stadium. Zudem ist die Studie bereits mehr als zwei Monate zuvor erschienen, sodass man nicht mehr von einem aktuellen Thema sprechen kann. Wir werten daher knapp „nicht erfüllt”.

2. Die Darstellung des Themas ist im journalistischen Beitrag gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Eine journalistische Umsetzung können wir bis auf das Zusammenfassen eines Textes nicht erkennen. Insgesamt bleit der Text zwar sachlich und gut lesbar, schafft es aber zum Beispiel nicht, ausreichend zu erklären, warum ausgerechnet die Mikro-RNA überhaupt zur Vorhersage geeignet sein können. Ein Begriff wie Senologie (Lehre von der weiblichen Brust) wird nicht erklärt. Alles in allem werten wir „nicht erfüllt“. Anstatt über eine Anwendung in der Früherkennung zu spekulieren, wären konkrete Informationen zum Test wichtiger gewesen.

2. Die Darstellung des Themas ist in der Pressemitteilung gelungen (VERSTÄNDLICHKEIT/VERMITTLUNG).

Die Pressemitteilung ist allgemeinverständlich formuliert und verwendet kaum Fachbegriffe, auch wenn vereinzelte Aspekte durchaus etwas mehr Erklärung bedurft hätten (etwa eine genauere Erklärung der Brustkrebsstadien 1,2 und 3.). Manche Redundanz hätte man sich sparen können und auch die weitergehenden Informationen zur anschließenden Therapie von Brustkrebs hätten durch genauere Informationen zur Studie und dem diagnostischen Test genutzt werden können. Alles in allem werten wir knapp „erfüllt“.

3. Die Fakten im journalistischen Beitrag stimmen.

Faktenfehler sind uns keine aufgefallen.


Wir werten wegen der Mängel in den allgemeinjournalistischen Kriterien und mehrerer nur knapp erfüllter Kriterien um einen Stern ab.

3. Die Fakten in der Pressemitteilung stimmen. 

Faktenfehler haben wir keine gefunden.


Wir werten wegen insgesamt vier knapp erfüllter Kriterien um einen Stern ab.

Journalistischer Beitrag
Pressemitteilung
Medizinjournalistische Kriterien
4 von 9 erfüllt
5 von 8 erfüllt
Allgemeinjournalistische Kriterien
1 von 3 erfüllt
2 von 3 erfüllt
Gesamtbewertung

Kriterium erfüllt Kriterium erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht erfüllt | Kriterium erfüllt Kriterium nicht anwendbar


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