FAQ - Fragen und Antworten

Gibt der Medien-Doktor ernährungswissenschaftliche Ratschläge?

Nein. Der Medien-Doktor ist ein Medienprojekt, das ernährungsjournalistische Beiträge beurteilt. Daraus können in keinem Fall Empfehlungen für eine gesunde Ernährung oder gar eine Ernährung für die Behandlung medizinischer Probleme abgeleitet werden! Gleichwohl möchte der Medien-Doktor Mediennutzer ermuntern, die Berichterstattung über Ernährungsthemen auch selbst kritisch zu prüfen – zum Beispiel mit Hilfe unserer Qualitätskriterien.

Wie werden die Beiträge begutachtet und bewertet:

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Nach welchen Kriterien bewerten wir die Beiträge?

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Ist der Medien-Doktor fair zu Journalisten?

Alle Beteiligten des Medien-Doktors arbeiten seit vielen Jahren selbst als Journalisten (oder haben dies lange Zeit getan). Sie kennen die Zwänge und Herausforderungen des Berufes. Und sie wissen, wie schwer es einem die Arbeitsbedingungen in vielen Medien immer wieder machen, ausgewogene, möglichst genaue und möglichst vollständige Beiträge zu produzieren – die dann auch noch schön und aktuell sein sollen. Autoren und Redakteure „kämpfen“ mit Deadlines und mit anderen Redakteuren, finanziellem Druck und vielen weiteren Zwängen. Dennoch sind nicht nur wir überzeugt, dass Autoren ernährungsjournalistischer Beiträge eine besondere Verantwortung tragen. Ihre Artikel und Sendungen beeinflussen Entscheidungen von Lesern, Zuhörern und Zuschauern, die sich direkt auf ihr Leben, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirken können (vgl. z. B. Gigerenzer et al. 2009). Daher ist es wichtig, dass Mediennutzer gut und richtig informiert werden. Für den Rezipienten zählt am Schluss leider nur das journalistische Endprodukt und nicht die journalistischen Arbeitsbedingungen.

Um die Qualität der Berichterstattung nachhaltig zu verbessern, gibt der Medien-Doktor nicht nur Hilfestellung durch die regelmäßige Bewertung ernährungsjournalistischer Beiträge. Wir stellen unseren Kollegen auch Tipps und Hinweise zur Verfügung, wie man richtig und angemessen über Ernährungs- und Gesundheitsthemen informieren kann. Wenn Sie sich dafür interessieren, nutzen Sie doch unsere Tools für Journalisten.

Übrigens: Im Sinne einer konstruktiven Kritik wird jeder Autor (bzw. seine Redaktion) darüber unterrichtet, wenn sein Beitrag von uns bewertet wurde.

Woher stammt die Idee eines Medien-Doktors?

Der ursprüngliche Anlass für die Entwicklung eines „Medien-Doktors“ für Deutschland war die Beobachtung großer Unterschiede in der Berichterstattung über Medizinthemen in Deutschland. Während auf der einen Seite hervorragend recherchierte Beiträge stehen, scheint andernorts oft jedes Bewusstsein dafür zu fehlen, welche irreführenden oder sogar Patienten gefährdenden medizinischen Botschaften mitunter berichtet werden. Über medien-doktor.de sollen nun Maßstäbe für Qualität insbesondere im Patienten-orientierten Medizinjournalismus aber auch im Umwelt- wie auch dem Ernährungsjournalismus transparent gemacht und zur Diskussion gestellt werden. Die Ansiedlung an der TU Dortmund garantiert dabei eine größtmögliche Unabhängigkeit für die Bewertung von Beiträgen und ermöglicht eine wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse.

Die ursprüngliche Idee eines systematischen Monitoringprojektes im Stile des Medien-Doktor wurde von australischen Medizinern um David Henry entwickelt, die im Jahr 2004 den australischen Media Doctor Australia gründeten. Dem australischen Vorbild folgten später Projekte in Kanada (Media Doctor Canada), den USA (HealthNewsReview) und Hongkong (Media Doctor Hong Kong). Bei der Entwicklung des deutschen Projektes haben uns Gary Schwitzer und sein Team von HealthNewsReview, USA, geholfen, bei denen wir uns herzlich bedanken.

Die Vorläufer-Projekte im Ausland inspirierten unabhängig voneinander verschiedene deutsche Medizinjournalisten (darunter Christian Weymayr, Volker Stollorz und Klaus Koch) zu einem Medien-Monitoring der Medizinberichterstattung. Diese Überlegungen liefen am Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus schließlich zum Projekt Medien-Doktor zusammen. Die genannten Kollegen unterstützen uns nun zusammen mit zahlreichen weiteren Medizin-, Umwelt-, Ernährung- und Wissenschaftsjournalisten als Gutachter und Berater.

 

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